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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Söder: Impfungen bald auch für junge Menschen ermöglichen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder leitet außerplanmäßige Videokonferenz des Kabinetts, bei der neue Corona-Beschlüsse gefasst wurden.
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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU).
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag, 8. März, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 107,0, Landkreis Rosenheim 76,1, Landkreis Traunstein 65,4, Landkreis Berchtesgadener Land 78,4, Landkreis Mühldorf 92,3, Landkreis Altötting 95,1 (Quelle/Stand: RKI, 8. März, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2949, Landkreis Rosenheim 10.906, Traunstein 7622, Berchtesgadener Land 4466, Mühldorf 4748, Altötting 4088 (Quelle/Stand: RKI, 8. März, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 53, Landkreis Rosenheim 422, Traunstein 193, Berchtesgadener Land 96, Mühldorf 127, Altötting 175 (Quelle/Stand: RKI, 8. März, 0 Uhr)
  • Mindestens 71.934 Todesfälle in Deutschland (12.641 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
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Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 19.03 Uhr - Söder: Impfungen bald auch für junge Menschen ermöglichen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich dafür ausgesprochen, schon bald das „starre Impfprotokoll“ zu lockern und auch jungen Menschen Zugang zu Impfstoff zu ermöglichen. Das könne bald etwa auch für Studierende an Universitäten gelten, sagte Söder am Montag in München. Von April an sollen in Bayern auch Lehrer, die nicht an Grundschulen tätig sind, geimpft werden.

Söder will auch mehr Impfstoff in Corona-Hotspots umverteilen, etwa an die Grenze zu Tschechien. Auch Pendler könnten für Impfungen infrage kommen. Er habe bei der EU zu verstehen gegeben: „Wir brauchen mehr Impfstoff für die Hotspots“, sagte Söder. „Wenn Impfstoff kommt und mehr kommt - und zwar sehr viel mehr kommt - dann muss man das breit aufstellen“, sagte Söder. Auch Haus-, Betriebs- und Schulärzte müssten dann einbezogen werden.

Update, 17.17 Uhr - 47 Neuerkrankungen im Landkreis Traunstein - Corona-Ausbruch in Palling

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 416 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 65,4. Seit der letzten Pressemitteilung am 5. März sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 47 Neuinfektionen eingegangen.

Es liegen insgesamt 7631 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden .Als genesen gelten mindestens 7022 Personen (38 Personen mehr seit der Meldung vom 05.03.2021).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung eine Todesmeldung eingegangen. Es handelt sich dabei um einen Mann im Alter von 85 Jahren. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 193 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 13 COVID-19-Patienten behandelt, davon 8 auf der Normalstation und 5 auf der Intensivstation.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 11.168 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 5.416 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Zu einem Corona-Ausbruch kam es im Kreisaltenheim Palling - hier wurden vier Bewohner und sechs Mitarbeiter positiv getestet. Ebenfalls positiv getestet wurde ein Bewohner der Asylunterkunft Chieming.

Update, 16.15 Uhr - Blume: Nüßlein aus CSU ausgetreten   

Der wegen Geschäften mit Corona-Schutzmasken in der Kritik stehende Bundestagsabgeordnete Georg Nüßlein ist aus der CSU ausgetreten. Das teilte Generalsekretär Markus Blume am Montag nach einer Schalte des CSU-Präsidiums mit. 

Update, 16.11 Uhr - Spahn will Beteiligte an Maskendeals öffentlich nennen   

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Namen aller Bundestagsabgeordneten öffentlich machen, die im Zusammenhang mit der Beschaffung von Corona-Schutzmasken gegenüber seinem Ministerium in Erscheinung getreten sind. Dies soll aber erst nach Rücksprache mit der Bundestagsverwaltung geschehen. «Wir wollen volle Transparenz in einem geordneten Verfahren ermöglichen», sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Montag). Weil aber die Persönlichkeitsrechte von Abgeordneten berührt seien, habe er den Bundestag gebeten, mit ihm einen Verfahrensvorschlag zu entwickeln.

In einem Brief an Bundestagsdirektor Lorenz Müller schreibt Gesundheitsstaatssekretär Thomas Steffen dem Bericht zufolge, dass mehrere Anfragen aus der Mitte des Parlamentes und von der Presse zum Thema Maskendeals vorlägen. «Das BMG ist im Sinne der Transparenz grundsätzlich bereit, eine Liste entsprechender Abgeordneter dem Parlament und auch der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen«, wird Steffen zitiert. «Gleichzeitig berührt eine entsprechende Information die Rechte der betroffenen Abgeordneten.» Deshalb wolle man sich mit Müller über den weiteren Verfahrensweg austauschen.

Spahn wies im Gespräch mit dem RND darauf hin, dass das «Prüf- und Zuschlagsverfahren sowie die Vertragsabwicklung auf Fachebene in einem standardisierten Verfahren» durchgeführt worden sei. Es erfolge unabhängig davon, «durch oder von wem ein Angebot abgegeben wurde».

Die Abgeordneten Georg Nüßlein (CSU) und Nikolas Löbel (CDU) sollen Provisionen in sechsstelliger Höhe für die Vermittlung von Maskengeschäften kassiert haben. Beide haben ihren Austritt aus der Unionsfraktion erklärt, wollten ihr Mandat aber behalten, obwohl Partei- und Fraktionsführung den Rückzug verlangen. Löbel kündigte jedoch am Montag an, sein Mandat «mit sofortiger Wirkung» niederzulegen und aus der CDU auszutreten.

Update, 15.55 Uhr - 7-Tage-Inzidenz im Kreis Berchtesgadener Land sinkt auf 78,4

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Samstag neun weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich zwei Personen als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 4.466 (Meldestand RKI: 8. März, 00.00 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 78,4 (Stand: 8. März, 0.00 Uhr).

Von den insgesamt 4.466 COVID-19-Fällen sind mittlerweile 4.224 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 146 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis, davon 20 in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen).

In den vergangenen 7 Tagen gab es insgesamt 83 neue COVID-19-Fälle. Davon wurde bei insgesamt 19 positiven Befunden eine Virusmutation festgestellt; dies entspricht einem Anteil von 22,9 Prozent. Dabei handelte es sich 17 Mal um die britische Variante (B.1.1.7) sowie 2 Mal um eine Kombinations-Mutation (britische, südafrikanische und brasilianische Mutation (N501Y)).

In der vergangenen Woche (KW 9) wurden im kommunalen Testzentrum BGL in Bayerisch Gmain und der Außenstelle in Freilassing insgesamt 6.817 Personen abgestrichen. COVID-19-positiv getestete Personen, die ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land haben, werden nicht zur Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land gezählt und werden daher auch nicht zur Berechnung der 7-Tage-Inzidenz des Berchtesgadener Land herangezogen.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 16 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden 2 Patienten intensivmedizinisch betreut. Hinweis: Einige dieser Patienten haben ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und gehören somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten BGL-COVID-19-Fälle.

Update, 15.15 Uhr - Drei neue bestätigte Fälle im Landkreis Mühldorf a. Inn – ein weiterer Todesfall

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn ist eine weitere Person verstorben, die mit dem Corona-Virus infiziert war. Seit der letzten Statusmeldung vom Sonntag, 07. März gibt es drei neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 8. März 2021, 00:00 Uhr). 

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Aufgrund eines positiven Falles wurde eine Gruppe des Waldorfkindergartens Felizenzell in Buchbach unter Quarantäne gesetzt.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 168 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 08. März 2021, 03:11 Uhr) bei 92,3.

Update, 14.40 Uhr - Gratis-Schnelltests in vielen bayerischen Apotheken nicht verfügbar   

Kostenlose Corona-Schnelltests sind in vielen bayerischen Apotheken am Montag nicht verfügbar gewesen - trotz der Ankündigung des Bundes, ab diesem Datum allen Bürgern einen wöchentlichen Schnelltest zu bezahlen. «Faktisch fehlt der Startschuss», sagte der Sprecher des Bayerischen Apothekerverbands, Thomas Metz, am Montagvormittag in München. 

«Wir warten zur Stunde noch auf die Veröffentlichung der geänderten Corona-Testverordnung im Bundesanzeiger», betonte Metz. Daher fehle Klarheit darüber, wie viel der Bund den Apotheken pro Schnelltest bezahle. Es sei zwar nicht auszuschließen, dass einzelne Apotheken am Montag in Vorleistung gingen und Schnelltests kostenlos anbieten. Doch aktuell sei das eigentlich nur für Selbstzahler möglich. «Es scheint sich aber auch kein allzu großer Andrang zu entwickeln», sagte Metz.

Wie viele der rund 3000 öffentlichen Apotheken in Bayern in den kommenden Tagen kostenlose Schnelltests anbieten, sei nicht seriös abschätzbar, betonte Metz. Der Deutsche Apothekerverband rechne bundesweit mit zehn Prozent aller Apotheken. «Wir brauchen aber einen eigenen Raum und eine eigene Fachkraft samt Schutzausrüstung für diese Tests», sagte Metz. «Das ist nichts, was man nebenbei machen kann.» Bei der Lieferung durch die Hersteller rechne er aber nicht mit Engpässen, betonte Metz. «Die Marktsituation ist gut.»

Update, 14.11 Uhr - Söder: Nach Löbel sollte auch Nüßlein Mandat sofort abgeben

In der Affäre um Geschäfte mit Corona-Schutzmasken hat CSU-Chef Markus Söder seinen Parteikollegen Georg Nüßlein erneut zur sofortigen Aufgabe des Bundestagsmandats aufgefordert. «Ich bin der festen Auffassung, dass ein klarer Schnitt besser ist als ein Verlängern», sagte Söder am Montag in München.

Der Weg des CDU-Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel, der sein Mandat am Mittag nun doch mit sofortiger Wirkung niedergelegt hatte, sei der eindeutig bessere. «Ich fände eine Mandatsaufgabe jetzt besser.» Söder fügte aber hinzu, die CSU habe in der Situation keine rechtliche Handhabe.

Update, 13.02 Uhr - Söder: 200 Stellen zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen    

Bayern will Kinder und Jugendliche, die besonders unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden, zusätzlich unterstützen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte nach einer Kinder- und Jugendkonferenz am Montag 200 neue Stellen unter anderem für Streetworker, Erziehungsberatung und Ausbildungscoaching an. Auch die Sozialarbeit an Schulen solle noch einmal verstärkt werden. Zudem kündigte Söder an, in Jugendzentren Angebote wie «Click und Collect» zu ermöglichen, damit dort wenigstens kurzzeitig Nähe möglich sein.

Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) sagte, unter den 200 neuen Stellen sollten unter anderem Ausbildungsakquisiteure sein. Damit solle der Übergang von Schule und Beruf besser gefördert werden, wenn Ausbildungsmessen, Praktika und ähnliches weggebrochen seien.

Update, 12.20 Uhr - Abgeordneter Löbel legt Mandat wegen Maskenaffäre sofort nieder   

Der unter Druck geratene Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel legt wegen der Affäre um Geschäfte mit Corona-Masken sein Bundestagsmandat sofort nieder. „Um weiteren Schaden von meiner Partei abzuwenden, lege ich mein Bundestagsmandat mit sofortiger Wirkung nieder“, teilte er am Montag mit.

Update, 11.57 Uhr - Bestimmung verschärft: Bayern verlängert Quarantäneverordnung bei Einreise aus Tirol

Bayern hat am Montag die seit Mitte Februar geltenden Einreisebestimmungen aus sogenannten Virusmutationsgebieten, worunter auch ein Großteil Tirols fällt, verschärft. Dies berichten mehrere Medien übereinstimmend. Die Quarantänedauer wurde von zehn auf 14 Tage verlängert, lautet es in der Einreise-Quarantäneverordnung. Eine Verkürzung der Quarantänepflicht nach fünf Tagen mittels negativem Testergebnis ist nicht mehr möglich.

Gegenwärtig dürfen aus Virusmutationsgebieten nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Es gibt allerdings Ausnahmen für Lkw-Fahrer und Grenzgänger mit systemrelevanten Berufen. Diese müssen einen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Die Maßnahmen waren am Mittwoch bis zum 17. März verlängert worden. 

Nach der nun vorliegenden Novelle der Einreiseverordnung können Kreisverwaltungen im Einvernehmen mit der zuständigen Regierung auch über den Einzelfall hinausgehende Ausnahmen für die Einreise erteilen - „sofern dies aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar“ sei.

Begründet werden die Maßnahmen mit den Verschärfungen der Einschätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI). Durch die Verlängerung der Quarantänedauer aus Virusmutationsgebieten werde der „Schutz der Bevölkerung vor dem Eintrag der vermutlich gefährlicheren und ansteckenderen Virusvarianten“ geboten.

Für die Einreise aus Risikogebieten - derzeit betrifft dies ganz Österreich, mit der Ausnahme des Großteils Tirols - gibt es keine Änderung der Bestimmungen. Die neue Einreise-Quarantäneverordnung gilt bis 28. März.

Update, 10.50 Uhr - Corona-Protest in Wien eskaliert - Demonstranten stürmen Versicherungsgebäude

In Wien haben am Samstag Tausende Menschen gegen Corona-Einschränkungen protestiert. Darunter waren nach einem Bericht des Senders ORF Leute, die mit Reisebussen aus der österreichischen Provinz gekommen waren sowie Rechtsextreme und Gruppen aus Deutschland.

Ein Transparent richtete sich gegen Bundeskanzler Sebastian Kurz. «Kurz muss weg», stand darauf. Rund 200 Gegendemonstranten kamen zu einer Fahrradrallye zusammen und fuhren mit lautem Geklingel durch die Straßen. Weil sich viele Teilnehmer der Demonstration nicht an das Abstandhalten und Masketragen hielten, wurden nach Polizeiangaben zahlreiche Anzeigen erstattet und einige Menschen festgenommen.

Unter anderem hatte die rechte Oppositionspartei FPÖ zu einer Kundgebung unter dem Motto «Demokratie, Grundrechte und Freiheit» aufgerufen. Der ehemalige Innenminister und Fraktionschef der FPÖ, Herbert Kickl, sprach von «Corona-Stahlhelmen in den Regierungsbüros». Die Regierung sei im Machtrausch und die EU-Gesundheitspolitik ein «gleichgeschaltetes Machtspiel».

Im Nachgang der Kundgebung zogen einige Demonstranten weiter durch die Stadt. Dabei kam es zur Eskalation: Um der Einkesselung durch die Polizei zu entgehen, stürmten zirka 150 Demo-Teilnehmer das Gebäude einer Versicherung. Dabei wurde ein Wachmann, der die Demonstranten am Eindringen hindern wollte, schwerst verletzt. Auch ein weiterer Mitarbeiter des Unternehmens soll Blessuren erlitten haben - laut Medienberichten wurde der Mann bespuckt und geschlagen.

Update, 10.06 Uhr - Söder fordert von Löbel und Nüßlein „umgehend reinen Tisch“

In der Affäre um Provisionen von Bundestagsabgeordneten bei der Beschaffung von Corona-Schutzmasken hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Betroffenen aufgefordert, ihre Mandate zurückzugeben. Neben der Abgabe von Ämtern wäre es auch konsequent, die Mandate abzugeben, sagte der CSU-Chef am Montag im «ZDF»-Morgenmagazin. Ein wichtiges Signal wäre ferner, Geld, dass mit diesen Geschäften verdient worden sei, zurückzugeben und zu spenden, um hier auch «moralisch» reinen Tisch zu machen. Im CSU-Präsidium werde man sich am Montagnachmittag darüber unterhalten, welche «parteilichen Konsequenzen» das haben müsse, fügte Söder hinzu. Die CSU habe einen klaren Verhaltenskodex vor einigen Jahren aufgestellt. Auch dagegen sei klar verstoßen worden.

Die Abgeordneten Georg Nüßlein (CSU) und Nikolas Löbel (CDU) sollen Provisionen in sechsstelliger Höhe für die Vermittlung von Masken-Geschäften kassiert haben. Beide haben ihren Austritt aus der Unionsfraktion erklärt, wollen ihr Mandat aber behalten, obwohl Partei- und Fraktionsführung den Rückzug verlangen. In der Krise zu helfen sei gut, damit «groß Kasse» zu machen aber nicht, betonte Söder. Insgesamt sei durch dieses Verhalten ein großer Schaden entstanden.

Schon am Sonntag machte Söder klar, dass ihm die Rückzugsankündigungen von Löbel und Nüßlein nicht ausreichten. «Alle Betroffenen sollten umgehend reinen Tisch machen und grundlegende Konsequenzen ziehen. Alles andere beschädigt das Vertrauen in die Politik»

Update, 9.18 Uhr - Landkreis Altötting meldet fünf neue Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt fünf neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 4089 Personen (Stand: 7. März, 15 Uhr). Aktuell gibt es im Landkreis 195 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Burghausen (32), Altötting (29) und Burgkirchen (27). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 95,1.

Update, 8.23 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 8. März).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen sind in den Städten und Kreisen der Region im Vergleich zum Vortag ausnahmslos gefallen: Kreis Altötting (von 109,4 auf 95,1), Kreis Berchtesgadener Land (von 87,8 auf 78,4), Kreis Mühldorf (von 98,4 auf 92,3), Kreis Rosenheim (von 80,0 auf 76,1), Stadt Rosenheim (von 114,9 auf 107,0) und Kreis Traunstein (76,7 von 65,4).

In der Region wurde laut RKI zwei weitere Todesfälle gemeldet. Demnach sind jeweils eine Person in den Kreisen Mühldorf und Traunstein verstorben. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort des Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 7.13 Uhr - Das ändert sich bei den Corona-Maßnahmen in Bayern

Eine Woche nach der Öffnung von Friseursalons und Baumärkten stehen in Bayern weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen an. Ab Montag treten neue Bestimmungen für private Kontakte und Buchhandlungen in Kraft. Mitte März werden dann weitere Klassen in die Schulen zurückkehren. Eine Übersicht:

  • SOZIALE KONTAKTE: Ab 8. März sind wieder Treffen mit bis zu fünf Menschen aus einem anderen Hausstand erlaubt. Wo die Inzidenz stabil unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner sinkt, können Treffen von bis zu drei Haushalten mit maximal zehn Personen gestattet werden. Ab einer Inzidenz von 100 ab dem zweiten darauffolgenden Werktag werden die Möglichkeiten wieder auf den eigenen Haushalt und eine weitere Person beschränkt. Kinder bis 14 Jahren werden generell nicht mitgerechnet.
  • BUCHHANDLUNGEN: Ab Montag werden auch Buchläden wieder geöffnet, sie werden künftig dem Einzelhandel des täglichen Bedarfs zugerechnet und damit beispielsweise den Supermärkten gleichgestellt. Auch Büchereien, Archive und Bibliotheken können unter Auflagen öffnen. Wie viele Menschen den Raum betreten dürfen, orientiert sich an dessen Größe.
  • HANDEL: Theoretisch können in der bevorstehenden Woche auch andere Geschäfte wieder öffnen. Für den weiteren Einzelhandel bleibt aber die Inzidenz das entscheidende Kriterium. Liegt diese in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt stabil unter 50, können Läden Kunden einlassen. Liegt der Wert darüber, bis maximal 100, ist noch sogenanntes Terminshopping möglich. Die Kunden müssen vorab einen Termin vereinbaren.
  • KULTUR UND TIERPARKS: Museen, Galerien, Zoos und botanische Gärten sowie Gedenkstätten dürfen öffnen, wenn die 50er-Inzidenz stabil unterschritten wird. Zwischen 50 und 100 sind auch hier nach Terminbuchung Besuche möglich. Der Münchner Tierpark Hellabrunn hat angekündigt, bereits ab Montag wieder zu öffnen. Eintrittskarten können aber nur über den städtischen Karten-Dienstleister München Ticket erworben werden.
  • SPORT: Unter dem 50er-Wert ist kontaktfreier Sport in kleinen Gruppen bis maximal zehn Personen im Außenbereich wieder erlaubt, auch auf Außensportanlagen wie Tennis- oder Golfplätzen. Zwischen 50 und 100 reduziert sich die erlaubte Teilnehmerzahl bei Individualsport auf maximal fünf Personen aus zwei Haushalten oder bei Kinder bis 14 Jahren auf Gruppen bis 20 Personen.
  • SCHULEN: Nach Grundschülern und Abschlussklassen sollen ab dem 15. März auch alle Schüler der weiterführenden Klassen wieder in die Schulen zurückgeholt werden, zumindest im Wechselunterricht und dort, wo die Inzidenz unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt. Die Osterferien sollen wie geplant beibehalten werden. An den Grund- und Förderschulen in Regionen mit einer Inzidenz unter 50 soll dann zudem wieder normaler Präsenzunterricht angeboten werden.
  • KITAS: An den Kitas wird in Stufen verfahren: In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 dürfen Kinderbetreuungseinrichtungen in den normalen Regelbetrieb wechseln. Zwischen 50 und 100 bleibt es beim eingeschränkten Regelbetrieb, also in festen Gruppen. Und in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 wird auf Notbetreuung umgestellt.

Robert-Koch-Institut meldet 5011 Corona-Neuinfektionen und 34 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 5011 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Montag hervor. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 34 neue Todesfälle verzeichnet - und damit ein neuer Tiefstand im Jahr 2021.

Der Wert ist aber mit Vorsicht zu genießen: Er bezieht sich explizit nicht darauf, wie viele Menschen binnen eines Tages gestorben sind. Es geht um die Zahl der Meldungen an das RKI. Darin können auch Todesfälle enthalten sein, die schon einige Zeit zurückliegen. Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen zudem meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 04.40 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 4732 Neuinfektionen und 60 neue Todesfälle verzeichnet. Am Montag davor lag die Zahl der neuen Todesfällen bei 62, am Montag den 11.1. lag der Wert bei 343. Niedriger als an diesem Montag war die Zahl der neuen Todesfälle zuletzt am 1. November 2020 gewesen: An dem Sonntag wurden 29 neue Fälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 68,0 - und damit höher als am Vortag (66,1). Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Zuletzt stagnierte sie allerdings, was auch an der Verbreitung ansteckenderer Varianten liegen könnte.

Vor vier Wochen, am 8. Februar, hatte die Inzidenz bei 76 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden - er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.505.193 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.310.900 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 71.934.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,06 (Vortag 1,06). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 106 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mh/mw

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