News-Ticker zur Corona-Pandemie

Die Volksseele brodelt: Bayern verbietet Freizeitsport in der Halle - hohe Corona-Zahlen in der Region

Die Infektionszahlen steigen, ein Gericht gibt einem Fitnessstudio recht. Daraufhin steht das Gesundheitsministerium vor einem Dilemma und entscheidet: Breitensport in der Halle ist ab sofort für alle verboten. Die betroffenen Verbände toben.
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Die Infektionszahlen steigen, ein Gericht gibt einem Fitnessstudio recht. Daraufhin steht das Gesundheitsministerium vor einem Dilemma und entscheidet: Breitensport in der Halle ist ab sofort für alle verboten. Die betroffenen Verbände toben.
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt nunmehr seit über neun Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag (13. November) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 259,6, Landkreis Rosenheim 266,3, Landkreis Traunstein 420,7, Landkreis Berchtesgadener Land 137,8, Landkreis Mühldorf 229,6, Landkreis Altötting 226,0 (Quelle/Stand: RKI, 13. November, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 1386, Landkreis Rosenheim 4984, Traunstein 3092, Berchtesgadener Land 1562, Mühldorf 1610, Altötting 1360 (Quelle/Stand: RKI, 13. November, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 23, Landkreis Rosenheim 210, Traunstein 97, Berchtesgadener Land 28, Mühldorf 27, Altötting 57 (Quelle/Stand: RKI, 13. November, 0 Uhr)
  • Mindestens 12.200 Todesfälle in Deutschland (3081 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 19.40 Uhr - Die Volksseele brodelt - Bayern verbietet Freizeitsport in der Halle

Bayerns Staatsregierung hat ein Machtwort gesprochen: Das Gesundheitsministerium hat sämtlichen Freizeitsport in der Halle mit sofortiger Wirkung untersagt - auch den, den es vor weniger als zehn Tagen selbst noch für ungefährlich hielt, wie etwa Tennis oder Reiten. Wie kam es zu der Ad-Hoc-Entscheidung, die viele Betroffene als „Nacht- und Nebelaktion“ bezeichnen, und was bedeutet sie?

Was genau ist nun verboten, was am Donnerstag noch erlaubt war? 

Tennis- , Tischtennis- und Badmintonspieler durften noch bis Donnerstag in der Halle spielen, jedoch ausschließlich Einzel und kein Doppel. Tänzer durften noch mit festen Partnern ihrem Sport nachgehen, sofern die Abstandsregeln zu anderen Paaren eingehalten wurden. Reiter durften in der Halle trainieren, auch Reitunterricht war als Einzelunterricht oder für Personen eines Haushalts möglich. Kletterhallen durften unter Auflagen öffnen - wenngleich die meisten der Empfehlung des Deutschen Alpenvereins gefolgt waren und ihre Anlagen geschlossen hielten - all dies ist nun bis mindestens 30. November verboten. 

Was ist überhaupt noch erlaubt?

Professioneller Sport ist unter Auflagen und mit entsprechenden Hygienekonzepten möglich, Schulsport ebenfalls. Individualsport im Freien, wie zum Beispiel Joggen, Golf oder auch Tennis ist auch erlaubt. Darüber hinaus genehmigt die neue Verordnung Reha-Sport, auch in der Gruppe, sofern dieser medizinisch indiziert ist. Pferdesportler dürfen ihre Pferde in der Halle bewegen, sofern sich Reiter und Tier alleine unter dem Dach befinden - dies soll aber am Tierwohl, nicht am sportlichen Interesse orientiert sein. 

Was sagen dazu Betreiber und Sportverbände? 

Sie schäumen vor Wut. „Die Kurzfristigkeit der Maßnahme ist nicht nachvollziehbar und sorgt zu Recht für enormen Unmut an der Basis“, hieß es am Freitag in einem Schreiben vom Präsidenten des bayerischen Tennisverbandes (BTV), Helmut Schmidbauer. „Es handelt sich in unseren Augen um eine undifferenzierte Maßnahme aufgrund eines ungewünschten Gerichtsurteils“, kritisierte er. 

„Wir haben für diese überhastete Maßnahme kein Verständnis – die Volksseele unserer Sportlerinnen und Sportler, Sportvereine und Sportfachverbände brodel“, erklärte der Präsident des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV), Jörg Ammon. Günther Grasse, Betreiber eines Gesundheits- und Fitnesstudios in München, schrieb empört an den Landtag: „Mit der gestrigen Entscheidung hat sich die Staatsregierung (...) als beleidigter Verlierer entpuppt.“ 

Warum fühlte sich das Gesundheitsministerium überhaupt zu einer Entscheidung bemüßigt?

Der Betreiber eines Fitness-Studios hatte mit Blick auf den Teil-Lockdown auf Gleichbehandlung geklagt. Tennishallen, Reithallen, Badminton-Courts konnten nach dem 2. November unter bestimmten Auflagen und mit deutlichen Einschränkungen noch benutzt werden - Fitnessstudios nicht. Der Kläger bekam vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof Recht. Daraufhin entschied die Regierung, wie Eltern manchmal bei sich streitenden Kindern entscheiden: Dann öffnet eben gar keiner mehr!

Update, 19 Uhr - Weitere Corona-Fälle in Asyl-Unterkunft in Burghausen

Vor kurzem wurde ein Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft Burghausen positiv auf das Coronavirus getestet. Daraufhin wurden insgesamt 37 weitere Bewohner sowie neun Mitarbeiter unter Quarantäne gestellt.

In der Folge gab es neun weitere positive Testergebnisse, neun davon im sogenannten „Doppelzimmer-Trakt“, zwei im „Familien-Trakt“. Daraufhin wurden im „Familien-Trakt“ alle restlichen Personen getestet, was jetzt zehn weitere positive Corona-Fälle erbrachte. 65 Tests fielen nach Angaben des Landratsamtes in Altötting negativ aus.

Darüber hinaus wurden ein Bewohner sowie eine Mitarbeiterin des BRK-Seniorenheims Haiming positiv getestet. Außerdem wurde an der Berufsfachschule für Ergotherapie Neuötting eine Schülerin ebenfalls positiv abgestrichen. 27 Mitschüler und vier Lehrkräfte wurden vorläufig in Quarantäne geschickt und müssen nun ebenfalls getestet werden.

Update, 17.45 Uhr - Medical Park Kronprinz – Wiederbelegung ab Mitte kommender Woche avisiert

Der Medical Park Kronprinz in Prien kann frühestens am kommenden Mittwoch wieder Patienten aufnehmen, wenn eine erneute Testung der Mitarbeiter auf SARS-CoV2 am Montag ohne neuen positiven Befund bleibt. Dies legte das Gesundheitsamt Rosenheim in Absprache mit der Klinik fest.

Zuvor waren bei einer Testung am 11. November vier von insgesamt 58 Tests positiv ausgefallen, wenn auch mit einer sehr geringen Virenlast.
Der Ärztliche Direktor der Klinik, Prof. Dr. Marcus Schmitt-Sody zeigte sich enttäuscht, aber gleichzeitig auch hoffnungsvoll: “Nachdem wir eine ganze Woche lang keine positiven Testungen mehr hatten, ist es natürlich bitter, jetzt bei dieser für das Wiederanfahren der Klinik so wichtigen Testreihe vier Infektionsnachweise zu erhalten. Erfreulich ist aber, dass bei Patienten keine Neuinfektionen zu verzeichnen sind. Das Infektions- und Hygienemanagement hat also funktioniert und daher bin ich optimistisch, dass wir am kommenden Montag die Hürde nehmen und ab Mitte der Woche wieder Patienten aufnehmen dürfen.“

Man habe die vergangenen zwei Wochen genutzt, um alle Abläufe erneut zu prüfen und einzelne Details auf das deutlich höhere Infektionsgeschehen außerhalb der Klinik anzupassen. Dazu gehören weiterhin die regelmäßigen Reihentestungen bei allen Mitarbeitern, das Ausweiten von Bereichen, in denen FFP2-Masken getragen werden sollen, die Verlängerung des Besuchsverbots sowie der kombinierte Einsatz von PCR-Tests und Antigen-Schnelltests für alle Neuaufnahmen, Urlaubsrückkehrer usw.

In der 44. Kalenderwoche waren im Rahmen einer von der Klinik veranlassten Reihentestung auf SARS-CoV2 zunächst bei 24 Mitarbeitern und einigen wenigen Patienten positive Testergebnisse zu verzeichnen. Daraufhin waren die Testungen in Absprache mit dem Gesundheitsamt ausgeweitet, die Aufnahme neuer Patienten gestoppt und die meisten Patienten aus der Reha entlassen worden. In der Spitze des Infektionsgeschehens gab es 83 positive Testergebnisse bei Mitarbeitern und Patienten.

Update, 16.50 Uhr - Keine örtlichen oder einrichtungsbezogene „Hot Spots“ im Kreis Traunstein

Auch am Freitag wurde dem Gesundheitsamt Traunstein ein Todesopfer im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen Mann im Alter von 94 Jahren. Damit stieg die Zahl der Todesfälle im Landkreis laut Gesundheitsamt auf 97.

Zudem wurden den Behörden 89 Neuinfektionen gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz ist weiterhin extrem hoch und liegt bei 420,7. Das aktuelle Infektionsgeschehen im Landkreis Traunstein sei weiterhin dynamisch, diffus und flächendeckend. Es gebe keine örtlichen oder einrichtungsbezogene „Hot Spots“.

Update, 15.50 Uhr - Dr. Hierl vom Gesundheitsamt Rosenheim: „Ausbrüche in Kliniken und Heimen bereiten uns Sorgen!“

Seit dem letzten Wochenbericht (5. November) wurden dem zuständigen Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Rosenheim insgesamt 861 neue Corona-Fälle gemeldet. Die Gesamtzahl der bislang Infizierten stieg damit auf 6367 (Landkreis: 4981, Stadt: 1386).

Aktuell werden 50 Patienten stationär in einem Krankenhaus behandelt, acht davon auf einer Intensivstation. Dies teilte soeben das Landratsamt Rosenheim mit. Zudem bestätigte das Landratsamt insgesamt bislang 233 Todesfälle im Zusammenhang mit der Pandemie (Landkreis: 210, Stadt: 23).Infektionsübertragungen ereignen sich überwiegend im privaten Umfeld, Folgefälle dann oft auch in Schulen, hieß es. Zunehmende Bedeutung erlangen außerdem Ausbrüche in Einrichtungen wie Kliniken, Pflege- und Behindertenheimen sowie Asylbewerberunterkünften.

Zudem falle es den Behörden zunehmend schwerer, die Quelle einer Ansteckung zu ermittelt und die Infektionsketten nachzuverfolgen. „Trotz des jetzt aktuell eingetretenen Rückgangs der Fallzahlen ist der exponentielle Anstieg der letzten Wochen besorgniserregend und dramatisch. Insbesondere die Ausbrüche in den medizinischen Einrichtungen wie Kliniken und Heimen bereiten uns Sorgen“, mahnte Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim. Die Behörde „stemme sich mit aller Macht gegen die zweite Welle“ und versuche „durch deutliche Aufstockung des Personals ein Wiederaufflammen der unkontrollierten Ausbreitung in der Region zu verhindern“, hieß es weiter.

Update, 14.50 Uhr - Landkreis Berchtesgadener Land meldet 24 neue Fälle

Das Gesundheitsamt des Landkreises Berchtesgadener Land hat nun 24 neue Corona-Fälle gemeldet. Dabei handelt es sich unter anderem bei 12 Personen um direkte Kontaktpersonen, die sich bereits in häuslicher Isolation befanden. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten Corona-Infektionsfälle im Landkreis steigt somit auf 1580 (Stand: 13. November, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert sank nach Angaben des Landratsamtes auf 137,83. 

1321 Personen gelten als bereits wieder genesen. Aktuell gibt es 227 SARS-CoV-2-Infizierte im Landkreis. In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 24 Covid-19-Patienten aus dem Landkreis stationär behandelt. Davon werden fünf Patienten intensivmedizinisch betreut. 

Update, 14.24 Uhr - Walch mahnt: „Jeder muss Beitrag leisten!“

„Die einen sagen, wir treiben die Zahlen künstlich in die Höhe - die anderen sagen, wir müssten alles schließen. Wichtig ist, dass man nicht komplett in die oder andere Richtung verfällt, sondern die Situation sachlich und rational betrachtet“, mahnte Traunsteins Landrat Siegfried Walch (CSU) in seiner neuesten Videobotschaft auf Facebook. Zugleich verteidigte er darin die „offensive Teststrategie“ des Landkreises.

Darüber hinaus stellte der Landrat klar, dass man durch die Nähe zu den österreichischen Grenzgebieten, die noch viel höhere Zahlen aufweisen, eine „besondere Belastung für den Landkreis“ habe. Zudem bat Walch die Bevölkerung erneut um Geduld. Der „Lockdown light“ sei jetzt seit elf Tagen in Kraft, aber anhand des Beispiels Berchtesgadener Land verdeutlichte er, dass es bis zu drei Wochen dauern könne, ehe die Maßnahmen wirken und die Inzidenzen sinken. Es gelte jetzt weiterhin die Situation „sehr, sehr ernst zu nehmen, aber gleichzeitig nicht in Panik zu verfallen“. „Jeder Einzelne muss seinen Teil dazu beitragen, dass wir die Situation meistern“, so Walch abschließend.

Update, 13.36 Uhr - Tests in Waldkraiburg auch sonntags möglich

Auch an den letzten drei Sonntagen im November können sich Bürger in Waldkraiburg auf das Coronavirus testen lassen. Die kostenlosen Testungen finden jeweils am 15., 22. und 29. November von 10 bis 14 Uhr im Foyer der Schulschwimmhalle in der Franz-Liszt-Straße 30 statt. Die Anmeldung ist unter folgendem Link erforderlich: https://www.vitolus.de/muehldorf

Bitte zum Test ein Ausweisdokument mitbringen. Getestet werden Bürger mit Wohnsitz im Landkreis Mühldorf oder Grenzpendler, deren Arbeitsort sich im Landkreis Mühldorf befindet. Grenzpendler werden gebeten, bei der Anmeldung die Adresse des Arbeitgebers anzugeben.

Update, 12.56 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet 54 neue Fälle und einen weiteren Todesfall

Das Gesundheitsamt Mühldorf hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 54 neue Corona-Fälle und einen weiteren Todesfall gemeldet (Stand: 13. November, 8 Uhr). Unter den positiv getesteten Personen befindet sich je ein Schüler der Mittelschule Mühldorf und des Beruflichen Schulzentrums. Die jeweils entsprechenden Klassen wurden bereits bereits unter Quarantäne gestellt.

Insgesamt liegen damit in Stadt und Landkreis Mühldorf 1646 bestätigte Corona-Fälle vor. 1210 Personen gelten als bereits wieder genesen. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf 409 aktive Fälle, davon werden 25 Personen stationär in einem Krankenhaus behandelt, drei davon auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 258,9.

Update, 12.26 Uhr - Maskenverweigerer zeigt Hitler-Gruß in München - Festnahme

Am Mittwochabend, 11. November, gegen 19.45 Uhr, kontrollierte die Polizei in der Altstadt in München einen Rumänen (45), der ganz offensichtlich keinen Mund-Nasen-Schutz trug. Während der Kontrolle verhielt sich der Mann aggressiv und tätigte gegenüber den Polizisten rechtsradikale Äußerungen. Gleichzeitig zeigte er den Hitler-Gruß.

Daraufhin wurde der 45-Jährige festgenommen und anschließend einem Richter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl. Der Mann wurde wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen angezeigt.

Update, 11.36 Uhr - Hotspot in Österreich meldet Inzidenz über 1500

Trotz des neuen „Lockdown light” in Österreich steigen die Corona-Zahlen weiterhin besorgniserregend an. In Österreich sind in 24 Stunden 8469 Neuinfektionen (Vortag 9.105) mit dem Coronavirus gemeldet worden. Die 7-Tage-Inzidenz in Österreich beträgt aktuell 532,4 (Vortag: 496,5) (Ages, Stand 12. November, 16 Uhr). Die am stärkten betroffenen Bundesländer sind Oberösterreich (Inzidenz 796,8; Vortag 737,4), Tirol (Inzidenz: 691; Vortag 680,8) und Vorarlberg (Inzidenz: 742,3; Vortag 774,3). Am Samstag will die österreichische Regierung neue Maßnahmen verkünden. Mögliche neue Einschränkungen sind Schließungen von Einkaufszentren, sowie das Distance Learning auch für Schüler der Unterstufen.

Weiterhin liegt in fünf österreichischen Bezirken der 7-Tage-Inzidenz-Wert inzwischen über 1000 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. Die zehn am stärksten betroffenen Corona-Hotspots und die jeweilige 7-Tage-Inzidenz im Überblick (Covid-19 Dashboard Österreich):

  • Rohrbach (Oberösterreich): 1533
  • Schwaz (Tirol): 1229
  • Urfahr-Umgebung (Oberösterreich): 1162
  • Freistadt (Oberösterreich): 1036
  • Tamsweg (Salzburg): 1012
  • Ried im Innkreis (Oberösterreich): 980
  • Perg (Oberösterreich): 978
  • Jennersdorf (Burgenland): 970
  • Schärding (Oberösterreich): 956
  • St. Johann im Pongau (Salzburg): 950

Update, 10.44 Uhr - Bayerns Corona-Impfzentren sollen Mitte Dezember bereit sein

Bayerns Corona-Impfzentren sollen bis zum 15. Dezember einsatzbereit sein. Wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) bestätigte, sind alle Städte und Landkreise im Freistaat aufgefordert, bis Mitte Dezember mindestens ein solches Zentrum zu errichten und zu betreiben. Am Montag hatte das Ministerium ein Schreiben mit der entsprechenden Aufforderung an die Kommunen gerichtet.

Sobald der Impfstoff verfügbar sei, solle es keine Verzögerungen „zum Beispiel durch die anstehenden Weihnachtsfeiertage“ geben, sagte Huml. In seiner Nationalen Impfstrategie rechnet der Bund frühestens im ersten Quartal 2021 mit einer Zulassung von Impfstoffen.

Die Kosten für die geplanten Impfzentren übernimmt demnach der Freistaat, soweit diese nicht von anderen Trägern erstattet werden. Aufbau und Betrieb könnten auch an externe Firmen vergeben werden. Auch mobile Teams sollen laut Gesundheitsministerium bis Mitte Dezember bereitstehen, um innerhalb von zwei Tagen nach Auslieferung des Impfstoffs mit den Impfungen in Einrichtungen wie Pflegeheimen beginnen zu können.

Update, 10.03 Uhr - Corona-Fälle auch bei Starbulls Rosenheim

Wie der Deggendorfer SC auf seiner Homepage mitteilte, gibt es auch Corona-Fälle in der Mannschaft der Starbulls Rosenheim. Wie viele und welche Spieler/Betreuer genau betroffen sind, ist derzeit nicht bekannt. rosenheim24.de hat dazu einen eigenen Artikel veröffentlicht und bemüht sich zeitnah um ein Statement der Verantwortlichen!

Update, 9.22 Uhr - Corona-Chaos im Eishockey - Starbulls-Spiel abgesagt

Am Donnerstagabend, 12. November, wurde bekannt, dass beim Oberligisten EV Lindau Islanders insgesamt 14 Spieler und ein Mitglied des Betreuerstabes positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Gemäß der Richtlinien des Infektionsschutzes begab sich die komplette Mannschaft mit sofortiger Wirkung für zwei Wochen in Quarantäne. Damit entfällt übrigens auch das Auswärtsspiel der Starbulls am Freitag, den 20. November in Lindau.

Doch es kommt noch „schärfer“: Noch am vergangenen Dienstag gastierte der Deggendorfer SC in Lindau. Heute wären wiederum die Starbulls in Niederbayern angetreten. Wie DSC-Pressesprecher Thomas Thammer soeben auf Nachfrage von rosenheim24.de bestätigte, wurde das Aufeinandertreffen aufgrund der unklaren Corona-Situation auf Bitten der Starbulls vorsichtshalber abgesagt. Wann die Spiele gegen den DSC und den EV Lindau nachgeholt werden können, ist angesichts des ohnehin bereits straffen Spielplans derzeit nicht absehbar.

Update, 9.06 Uhr - Söder: Lockerung der Corona-Maßnahmen erst ab Sieben-Tage-Wert von 50

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will die Corona-Maßnahmen erst lockern, wenn die Zahl der Infektionen deutlich zurückgegangen ist. „Unser Ziel muss sein, unter die Sieben-Tage-Inzidenz von 50 zu kommen“, sagte der CSU-Politiker dem „Münchner Merkur”. Laut dem Robert Koch-Institut liegt der Wert für Bayern bei 180,7, bundesweit bei 140,4 (Stand: Freitag, 0 Uhr). Er gibt an, wie viele Neuinfektionen es binnen der vergangenen sieben Tage auf 100.000 Menschen gab.

„Wenn wir jetzt nur ein bisschen die Zahlen senken und zu früh abbrechen, verfallen wir vielleicht in einen ständigen Wechsel von Lockdown und Öffnung“, warnte Söder. „Das wäre für die Menschen kaum nachvollziehbar.“ Ob der für November geltende Teil-Lockdown im Dezember verlängert werden muss, ließ er offen. „Wir müssen es jetzt konsequent durchziehen. Dann werden wir sehen, ob vier Wochen ausreichen.“

Am Montag wollen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder erneut beraten. Vor zwei Wochen hatte die Runde einen Teil-Lockdown beschlossen, der seit dem 2. November gilt. Danach müssen bis Monatsende Lokale und andere Freizeiteinrichtungen geschlossen bleiben, Hotels dürfen keine Touristen beherbergen.

Update, 8.08 Uhr - Kreis Traunstein bleibt Sorgenkind - drei weitere Tote in Region

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 13. November).

Der Landkreis Traunstein bleibt in Sachen Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenz weiterhin das große Sorgenkind. Letztere stieg im Vergleich zum Vortag noch einmal um knapp 20 Punkte (von 401,5) auf jetzt 420,7. Das ist mit weitem Abstand der negative Höchstwert in Deutschland. Zudem wurden 131 neue Corona-Fälle bekannt. Insgesamt stieg die Zahl der bisher Infizierten damit erstmals über die 3000er-Marke auf 3091. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete in seinen Daten außerdem zwei weitere Todesfälle im Landkreis Traunstein.

Ein weiterer Todesfall wurde außerdem im Landkreis Rosenheim (jetzt insgesamt 210 Tote) bekannt. Die 7-Tage-Inzidenz sank dort jedoch von 272,5 auf 266,3. Auch die restlichen Städte und Kreise der Region meldeten fallende Werte. Sehr deutlich sanken diese in der Stadt Rosenheim (von 292,7 auf 259,6) und im Kreis Altötting (von 280,7 auf 226,0). Nicht ganz so groß war die Senkung in den Kreisen Mühldorf (von 252,0 auf 229,6) und Berchtesgadener Land (von 142,5 auf 137,8). Die durchschnittliche 7-Tage-Inzidenz in der Region beträgt derzeit 256,7 (Stand: 13. November, 0 Uhr).

Update, 7.21 Uhr - 31 weitere Todesfälle in Bayern

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) jetzt 23.542 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit ist am Freitag ein neuer Höchststand erreicht worden, wie aus den Angaben des RKI hervorgeht (Stand: 13. November, 0 Uhr). Am vergangenen Samstag war mit 23.399 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden. Im Vergleich zum Donnerstag stieg die Zahl der gemeldeten Fälle am Freitag um knapp 1700. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 751.095 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Freitag um 218 auf insgesamt 12.200. Für Bayern wurden 31 neue Todesfälle gemeldet.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht bei 0,93 (Stand: 12. Novemver; Vortag: 0,89). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch etwa 93 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Update, 6.28 Uhr - RKI: Rund 257.200 aktive Fälle in Deutschland und 23.542 Neuinfektionen     

Den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge gibt es in Deutschland rund 257.200 aktive Corona-Fälle. Innerhalb von 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter 23.542 Neuinfektionen. Damit haben sich seit Beginn der Krise 751.095 Menschen in Deutschland mit Sars-CoV-2 angesteckt.

12.200 mit dem Virus infizierte Menschen starben demnach – das bedeutet ein Plus von 218 Fällen im Vergleich zum Vortag. Etwa 481.700 Menschen haben die Infektion nach Schätzungen überstanden. Das sind 13.900 mehr als noch einen Tag zuvor.

Doch keine Ausnahme für Fitnessstudios: Bayern verbietet ab Freitag Indoor-Sport 

Wegen der Corona-Krise müssen ab Freitag so gut wie alle Indoor-Sportstätten in Bayern geschlossen bleiben - einzig Schul- und Profisport bleiben im November in Innenräumen erlaubt. „Die Staatsregierung zieht damit eine Entscheidung vor, die Bayern bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am kommenden Montag ohnehin vorgeschlagen hätte“, sagte Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (CSU) am Donnerstag der dpa in München (News-Ticker Donnerstag, 12. November).

Hintergrund für die Neuregelung ist eine Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (BayVGH). Dieser hatte unter Verweis auf das Gleichheitsprinzip am Donnerstag die bisherige Schließung von Fitnessstudios aufgehoben, weil auf der anderen Seite sonstige Sportstätten für Individualsport geöffnet seien. Das Gericht gab damit dem Eilantrag eines Fitnessstudio-Inhabers zum Teil statt.

„Die Staatsregierung respektiert selbstverständlich den Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs und seine Begründung“, sagte Holetschek. Deshalb werde sie durch eine sofortige Verordnungsänderung die vom BayVGH geforderte Gleichbehandlung von Fitnessstudios und sonstigen Sportstätten durch Schließung sämtlicher Indoor-Sportstätten in Bayern mit Wirkung zum Freitag, 13. November, herstellen. Die leider steigende Infektionslage in Bayern zwinge zu weiteren Maßnahmen, um das Geschehen in den Griff zu bekommen. „Der Infektionsschutz und die Gesundheit unserer Bürger haben absoluten Vorrang.“

Nach der seit 2. November gültigen Corona-Verordnung dürfen in Bayern Einrichtungen des Freizeitsports nur für den Individualsport und nur allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands genutzt werden. Diese Regelung müsse auch für Fitnessstudios gelten, befanden die Richter.

mh/mw/mz/dpa

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