News-Ticker zur Corona-Pandemie

Erste Details zum Standort von Impfzentrum in Rosenheim sickern durch - Aktuelle Zahlen aus der Region

Ein Arzt nimmt in einer Hausarztpraxis mit einem Tupfer einen Abstrich bei einer Frau für einen Coronatest
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Ein Arzt nimmt in einer Hausarztpraxis mit einem Tupfer einen Abstrich bei einer Frau für einen Coronatest
  • Sebastian Aicher
    vonSebastian Aicher
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  • Martina Hunger
    Martina Hunger
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag (3. Dezember) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 278,5, Landkreis Rosenheim 182,9, Landkreis Traunstein 168,6, Landkreis Berchtesgadener Land 157,7, Landkreis Mühldorf 216,6, Landkreis Altötting 245,7 (Quelle/Stand: RKI, 3. Dezember, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 1809, Landkreis Rosenheim 6551, Traunstein 4246, Berchtesgadener Land 2052, Mühldorf 2348, Altötting 2157 (Quelle/Stand: RKI, 3. Dezember, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 25, Landkreis Rosenheim 242, Traunstein 120, Berchtesgadener Land 36, Mühldorf 38, Altötting 70 (Quelle/Stand: RKI, 3. Dezember, 0 Uhr)
  • Mindestens 17.602 Todesfälle in Deutschland (3970 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.43 Uhr - Aktuelle Zahlen aus der Region

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn ist eine weitere Person, die mit dem Corona-Virus infiziert war, verstorben. Seit der letzten Statusmeldung vom Mittwoch, 2. Dezember gibt es 43 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 3. Dezember, 8 Uhr).

Darunter sind ein Schüler an der Realschule Haag und ein Kind, das die Käthe-Luther-Kita Waldkraiburg besucht. Die entsprechende Klasse bzw. Gruppe befindet sich in Quarantäne. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt bei 220,1.

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 24 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Dabei handelt es sich bei elf Personen um direkte Kontaktpersonen, die sich bereits in häuslicher Isolation befanden. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 2.054 (Meldestand: 3. Dezember, 10 Uhr Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land liegt laut Robert-Koch-Institut (RKI) aktuell bei 157,7 (Stand: 3. Dezember, 0 Uhr).

Im Landkreis gibt es aktuell 221 aktive Fälle. Seit der gestrigen Meldung wurde ein weiterer Corona-Todesfall gemeldet. Dabei handelt es sich um eine 87-jährige Frau.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 37 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden sechs Patienten intensivmedizinisch betreut. Hinweis: Einige dieser Patienten haben ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und gehören somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten BGL-COVID-19-Fälle. 

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1381 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 168,6. Seit der letzten Pressemitteilung am 2. Dezember sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 69 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen insgesamt 4313 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 61 COVID-19-Patienten behandelt, davon 47 auf der Normalstation und 14 auf der Intensivstation.

Update, 19.28 Uhr - Erste Details zum Standort von Impfzentrum in Rosenheim sickern durch

Das Impfzentrum für die Region Rosenheim soll bis in etwa zehn Tagen stehen. Wo genau es aufgestellt wird hat die Stadt bislang nicht verkündet, doch erste Details sind nun durchgesickert. Wie die OVB-Heimatzeitungen aus gut informierten Kreisen erfahren haben, soll sich die Luitpold-Turnhalle in der engeren Auswahl befinden.

Update, 18.43 Uhr - RoMed-Kliniken dürfen wieder Patienten in Haus fünf aufnehmen

Das RoMed Klinikum verkündet in einer Pressemeldung. dass beide von dem Covid-Ausbruch betroffenen Stationen im Haus fünf seit Donnerstag, den 3. Dezember, für Neuaufnahmen wieder geöffnet sind. Die Situation auf den Stationen habe sich sich stabilisiert. Es seien keine weiteren Patienten mehr positiv getestet worden.

Die Mitarbeiter im RoMed Klinikum Rosenheim werden weiterhin routinemäßig getestet.

Zudem werden alle Patienten bei stationärer Aufnahme getestet sowie während des stationären Aufenthaltes einmal wöchentlich im Rahmen eines Routinescreen

Update, 17.38 Uhr - Österreich macht voraussichtlich ab 19. Dezember auch Grenze zu Deutschland dicht

Das österreichische Sozialministerium gab auf Nachfrage bekannt, wie die konkrete Ausgestaltung der Quarantäne-Regeln für die Einreise nach Österreich aussehen soll. Nach dieser Maßgabe dürfte Deutschland zu den von Österreich benannten Risikogebieten zählen. Die Einstufung der Risiko-Gebiete wird auf Basis der 14-Tage-Inzidenz der positiven Corona-Fälle passieren.

Alle Länder, die einen Wert höher als 100 verzeichnen werden als Risiko-Gebiet eingestuft. Personen, die aus einem Risiko-Gebiet einreisen, müssen zehn Tage in Quarantäne gehen.

Nach fünf Tagen kann ein PCR-Test gemacht werden, um die Quarantäne zu beenden - natürlich nur bei einem negativen Testergebnis. Bereits jetzt werden von den Gesundheitsbehörden vor Ort und der Polizei/dem Bundesheer stichprobenartige Kontrollen an den Grenzen durchgeführt. Entsprechend der Lage der Risikogebiete werden die Kontrollen künftig dementsprechend verstärkt. Da die Maßnahme erst am 19. Dezember in Kraft treten soll, sind Details dazu in Ausarbeitung.

Ausnahmen: 

  • Die verpflichtende Quarantäne entfällt etwa nur dann, wenn ein Besuch aufgrund eines unvorhersehbaren, unaufschiebbaren Ereignisses notwendig ist und die Besucherin/der Besucher z.B. eine unterstützungsbedürftige Person betreuen muss (z.B. bei plötzlicher schwerer Krankheit oder Geburt). 
  • Weiter gelten die Quarantäneregeln nicht für Personen, die man regelmäßig – zumindest monatlich – physisch trifft (z.B. den/die LebenspartnerIn).
  • Auch regelmäßige Unterstützungsleistungen etwa für die im Nachbarland wohnhafte Oma bzw. regelmäßige Obsorgeverpflichtungen zählen zu den Ausnahmen. 

Die Ausnahmebestimmungen z.B. für PendlerInnen oder den Güterverkehr bleiben unverändert. Somit auch von der künftigen Regelung ausgenommen sind

  • Personen, die im Rahmen des regelmäßigen Pendlerverkehrs zu beruflichen Zwecken einreisen oder wieder einreisen, sofern es sich nicht um Personenbetreuer/innen handelt.
  •  Personen, die zur Aufrechterhaltung des Güter- und Personenverkehrs einreisen

Für einzelne Personengruppen, z.B. Reisende zu beruflichen Zwecken, humanitäre Einsatzkräfte oder die Begleitperson bei der Einreise aus medizinischen Gründen, wird es Ausnahmen von der Quarantäne geben, wenn sie ein ärztliches Zeugnis vorweisen können.

Update, 16.02 Uhr - Neue WHO-Empfehlung: Maske kann auch zu Hause sinnvoll sein

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihre Empfehlungen zum Maskentragen als Schutz vor Coronavirus-Infektionen ausgeweitet. Neu empfiehlt sie, dass Menschen auch in der eigenen Wohnung bei Besuch von Außenstehenden Masken tragen sollen, wenn die Lüftung dort nicht gut ist oder nicht richtig beurteilt werden kann. Das gelte „unabhängig davon, ob ein Abstand von mindestens einem Meter eingehalten werden kann“, heißt es in den am Mittwoch aktualisierten Empfehlungen.

Masken sollten nicht am Arm oder Handgelenk getragen oder zum Kinn oder Hals hinuntergezogen werden, wenn sie gerade nicht über Mund und Nase sind, so die WHO. Sie sollten in sauberen wiederverwendbaren Plastiktüten aufbewahrt werden. In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sollen neu alle dort Arbeitenden Masken tragen, also auch Reinigungs- und Küchenkräfte sowie Büroangestellte, nicht nur das Pflegepersonal.

Trotz der neuen Empfehlungen bleibt die WHO dabei, dass der Nutzen eines allgemeinen Maskentragens bei gesunden Menschen bislang nicht eindeutig nachgewiesen sei: „Zur Zeit gibt es nur begrenzte und widersprüchliche wissenschaftliche Nachweise über die Wirksamkeit des Maskentragens bei gesunden Menschen, um Infektionen mit Atemwegsviren, einschließlich Sars-CoV-2, zu verhindern.“ 

Eine im November veröffentlichte Studie mit 4862 Teilnehmern, bei der ein Teil Masken trug und ein Teil nicht, habe keinen Unterschied bei Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 festgestellt. Kleinere Studien hätten aber festgestellt, dass das Maskentragen im Kontakt mit Infizierten das Ansteckungsrisiko deutlich senkte. Andere Studien hätten Regionen mit und ohne Maskentragepflicht verglichen und einen Rückgang von Covid-19-Erkrankungen dort festgestellt, wo Masken getragen wurden.

Update, 14.57 Uhr - Regelungen für den Nikolaus-Hausbesuch im Berchtesgadener Land

Die 9. BayIFSMV regelt für den Zeitraum vom 1. bis einschließlich 20. Dezember 2020 konkrete Bestimmungen für allgemeine Regelungen, wie das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung und Kontaktbeschränkungen (Teil 1 der Verordnung). Aber auch für das Öffentliche Leben (Teil 2), wie Veranstaltungen, werden die bayernweit gültigen Regulierungen festgelegt.

Kontaktbeschränkung im öffentlichen und privaten Raum

Sowohl im öffentlichen Raum als auch auf privat genutzten Grundstücken und in privaten Räumen gilt eine Kontaktbeschränkung auf maximal zwei Hausstände, diese sind wiederum auf fünf Personen über 14 Jahren begrenzt; Kinder unter 14 Jahren zählen nicht zur Gesamtzahl (vgl. § 3 der 9. BayIfSMV). Diese Kinder müssen aber von diesen beiden Hausständen sein, also dürfen keine Kinder von einem dritten Hausstand dazukommen. Unter einem Hausstand versteht man Personen, die in einem Haushalt zusammenleben.

Gem. § 5 der 9. BayIfSMV sind Veranstaltungen weiterhin grundsätzlich bayernweit untersagt, ebenso Menschenansammlungen.

Wie darf der Nikolaus-Hausbesuch ablaufen?

Auch für den Nikolaus-Hausbesuch müssen die Kontaktbeschränkungen aus der 9. BayIfSMV beachtet werden, so dass sich nicht mehr als zwei Hausstände gemeinsam aufhalten dürfen. Die Kontaktbeschränkung gilt auch auf dem privaten Grundstück und folglich auch im Freien.

„Ich bitte die Bürgerinnen und Bürger im Berchtesgadener Land darauf zu achten, dass beim Nikolaus-Hausbesuch Nikolaus, Krampus und besuchte Familie nicht die Anzahl von zwei Hausständen und maximal fünf Personen, die älter als 14 Jahre sind, überschreiten. Die Mindestabstände und die allgemeinen Hygieneregeln, kein Berühren, kein Händeschütteln usw. sind außerdem unbedingt einzuhalten,“ appelliert Landrat Bernhard Kern für das kommende Nikolaus-Wochenende.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

Update, 13.36 Uhr - RKI mahnt zu deutlich stärkerer Corona-Eindämmung

Die Zahl der neuen Corona-Fälle in Deutschland muss aus Sicht des Robert Koch-Instituts (RKI) deutlich stärker gesenkt werden, um das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu bekommen. „Die Lage bleibt weiter sehr angespannt“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. Auch nach den Beschränkungen der vergangenen Wochen, die die Fallzahlen als ersten Erfolg stabilisiert hätten, seien sie immer noch zu hoch. „Sie sinken nicht spürbar.“

Die Gesundheitsämter seien zusehends erschöpft und schafften es nicht mehr zu ermitteln, wo sich Betroffene angesteckt haben. Es gebe mehr Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen, in einigen Regionen kämen Krankenhäuser an Belastungsgrenzen. Die Zahl der schweren Verläufe und Todesfälle steige von Woche zu Woche, es sei mit vielen weiteren Fällen zu rechnen. Wieler rief auch eindringlich dazu auf, Regeln zu Abstand, Hygiene und Alltagsmasken „immer und überall“ zu beherzigen.

In Deutschland wurden laut RKI nun 22.046 neue Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet - etwas weniger als am Donnerstag der Vorwoche mit 22.268. Mit 479 neuen Todesfällen innerhalb eines Tages gab es jetzt den zweithöchsten Stand seit Beginn der Pandemie. Um die Virus-Ausbreitung einzudämmen, hatten Bund und Länder beschlossen, den seit Anfang November geltenden Teil-Lockdown mit Schließungen zahlreicher Einrichtungen bis 10. Januar 2021 zu verlängern.

Update, 12.49 Uhr - Corona-Test in Waldkraiburg im Dezember auch sonntags

Auch an den nächsten drei Sonntagen im Dezember können sich Bürgerinnen und Bürger in Waldkraiburg auf das Corona-Virus testen lassen. Das teilt das Mühldorfer Landratsamt in einer aktuellen Pressemitteilung mit. Die kostenlosen Testungen finden jeweils am Sonntag den 06., 13. und 20. Dezember von 10 bis 14 Uhr im Foyer der Schulschwimmhalle Waldkraiburg, Franz-Liszt-Straße 30 in Waldkraiburg statt. Eine Anmeldung ist erforderlich - hier geht‘s zur Anmeldung.

Bitte zum Test ein Ausweisdokument mitbringen. Getestet werden Bürgerinnen und Bürger mit Wohnsitz im Landkreis Mühldorf oder Grenzpendler, deren Arbeitsort sich im Landkreis Mühldorf befindet. Grenzpendler werden gebeten, bei der Anmeldung die Adresse des Arbeitgebers anzugeben.

Auch das Testzentrum am Volksfestplatz in Mühldorf bietet weiterhin von Montag bis Freitag von 16 bis 19 Uhr Testmöglichkeiten an. Hierzu ist eine Anmeldung unter der Tel: 08631/36 55 11 erforderlich. 

Die Pressekonferenz in Passau im Video:

Update, 11.58 Uhr - Söder: „Impfstoff ist ein Lichtblick“

Söder zeigt sich zufrieden mit den aktuellen Maßnahmen, die in Passau und Bayern gelten. Trotzdem müsste die Lage in den nächsten zehn Tage weiter kritisch beobachtet werden. Sollten die Maßnahmen die Lage nicht verbessern, müsse nachgeschärft werden. Ministerpräsident Söder betont, dass er versteht, dass die Menschen langsam von den Einschränkungen genervt sind. „Es hilft jedoch nichts“, so Söder. Man müsse die Lage in den Griff bekommen.

„Wir müssen die Hotspots aus der Hotspotlage führen“, betont Söder. Aktuell herrsche ein diffuses Infektionsgeschehen. 75 Prozent der Infektionen seien aktuell noch nicht nachzuvollziehen. Er sei dennoch zuversichtlich, dass Passau und Bayern die Lage in den Griff bekommen.

In Passau sei der Aufbau des Impfzentrums bereits gut vorangeschritten und könne im vorgegebenen Zeitraum eröffnet werden. „Der Impfstoff ist ein Lichtblick, aber kein Zaubertrank“, so Söder. Es werde keine Impfpflicht geben, aber ein Impfgebot.

Update, 11.49 Uhr - Söder: „Sollten die Zahlen so bleiben, ...“

Ministerpräsident Markus Söder hat sich am Donnerstagvormittag (3. Dezember) über die Corona-Lage in Bayerns Hotspot Passau informiert. „Fakt ist, Corona hält Bayern und Deutschland weiter im Griff. Besonders die täglichen Todesfälle erschüttern uns“, beginnt Söder die Pressekonferenz. Dass dies in der Öffentlichkeit nicht stärker thematisiert werde, sei eine „ethische Kapitulation“.

Der Lockdown light habe das exponentielle Wachstum zwar gebremst, in besonderen Hotspots seien die Zahlen weiter besonders besorgniserregend. In den nächsten 10 Tage wolle sich Söder zusammen mit dem Bund trotz Verlängerung des Lockdowns light überlegen, ob Maßnahmen in Hotspots verschärft werden müssen. „Sollten die Zahlen so bleiben, müssen wir uns überlegen, welche Regelungen zu Silvester vernünftig sind“, so Söder. Eventuell müsse die Zahl der Kontakte verringert werden. Die Ferien dürften kein Risiko werden.

In Hotspots in Bayern will Bayern verstärkt auf die Mithilfe der Bundeswehr setzen, um die Nachverfolgung besser gewährleisten zu können. Auch besonders in Alten- und Pflegeheimen müsse die Sicherheitslage deutlich verbessert und erhöht werden. Söder möchte hier verstärkt auf Schnelltests und FFP2-Masken setzen.

Update, 10.56 Uhr - Landkreis Altötting meldet 47 neue Corona-Fälle

Das Landratsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 47 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 2. Dezember, 17 Uhr). Unter den Neu-Infizierten befinden sich unter anderem auch zwei Kinder im Alter von einem Jahr und vier Jahren.
Die Gesamtzahl der Fälle seit Pandemie-Ausbruch stieg in Stadt und Landkreis Altötting damit auf 2190. Derzeit gibt es 467 aktive Fälle. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz lag zum o.g. Zeitpunkt laut Angaben des Landratsamtes bei 269,0.

Update, 10.04 Uhr - Söder deutet mögliche weitere Verschärfung von Anti-Corona-Kurs an

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat eine mögliche weitere Verschärfung des Teil-Lockdowns angedeutet. Man werde in den kommenden Wochen überlegen müssen, ob die bisherigen Anti-Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern reichen, sagte Söder am Mittwoch nach einer Videoschalte der Länder-Regierungschefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin. „Die Frage ist, ob wir das Land die ganze Zeit in dieser Art von Halbschlaf halten können - oder ob wir nicht irgendwann noch mal überlegen müssen, an einigen Stellen sehr deutlich und konsequent tiefer heranzugehen“, sagte er.

„Die Zeit ist nicht da, wo die Maßnahmen jetzt bewertet werden müssen“, sagte Söder. „Aber mein Gefühl ist, und viele Bürgerinnen und Bürger fragen mich auch, dass wir uns da nicht scheuen dürfen, am Ende auch sehr konsequent zu sein - und vielleicht einmal kürzer konsequenter als länger halbkonsequent.“ Vor dieser Frage werde man im Zweifelsfall noch stehen, sagte Söder.

Update, 9.19 Uhr - Skihersteller Völkl fürchtet Umsatzeinbruch im Corona-Winter

Der Skihersteller Völkl äußert scharfe Kritik an der Debatte um die Schließung von Skigebieten angesichts der Corona-Pandemie. „Die Vorschläge der Regierung sind für mich absolut unverständlich und sorgen für Verunsicherung bei Konsumenten und dem Handel“, sagte Christoph Bronder, Geschäftsführer von Völkl Ski im niederbayerischen Straubing. Branchenkenner gingen davon aus, dass der Gesamtmarkt um 25 Prozent schrumpfen könnte. Vergangenes Jahr wurden seinen Angaben nach weltweit etwa 3,5 Millionen Paar Ski verkauft.

Völkl ist der letzte große deutsche Skihersteller. Die Entwicklungs- und Produktionsstätte befindet sich in Straubing, die Firma gehört inzwischen zu einer schweizerischen Unternehmensgruppe. Bronder sagte, es gebe kreative Lösungen für Skigebiete. So könnten einige Bergbahnen beispielsweise ihre Liftanlagen schneller fahren lassen, um die Skifahrer zügiger auf den Berg zu bekommen und dadurch das Infektionsrisiko zu verringern. Auch im Sommer seien Seilbahnen geöffnet und stark frequentiert gewesen. „Von Infektionen habe ich nichts gehört.“

Update, 8.03 Uhr - Fünf Todesfälle in der Region

Entwicklung der Inzidenzen in der Region (Stand 3. Dezember).

Die Corona-Fallzahlen bzw. die 7-Tages-Inzidenzen haben sich in den Kreisen und Städten der Region im Vergleich zum Vortag auf hohem Niveau eingependelt und dabei unterschiedlich entwickelt. Während die Landkreise Altötting (von 221,5 auf 245,7), Landkreis Berchtesgadener Land (von 134,1 auf 157,7) und Rosenheim Stadt 8von 270,6 auf 278,5) steigende Werte melden, sind die Inzidenzen im Kreis Rosenheim (von 194,4 auf 182,9) und im Kreis Traunstein (von 177,1 auf 168,6) gesunken. Der Landkreis Mühldorf meldet eine gleichbleibende Inzidenz von 216,6.

Laut neuesten Daten des RKI (Stand: 3. Dezember) gibt es in der Region leider auch fünf Todesfälle zu verzeichnen. Im Landkreis Rosenheim verstarben drei Personen, in den Kreisen Mühldorf und Berchtesgadener Land jeweils eine.

Update, 7.02 Uhr - Söder besucht Bayerns größten Corona-Hotspot Passau

Gemeinsam mit Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek besucht Ministerpräsident Markus Söder am Donnerstag (10 Uhr) den größten bayerischen Corona-Hotspot Passau. Vor Ort wollen sich die beiden CSU-Politiker ein Bild über die aktuelle Lage in der besonders betroffenen niederbayerischen Stadt und der umliegenden Grenzregion machen. Geplant sind dazu auch Gespräche mit Bürgermeistern und Landräten aus der Gegend.

In Passau ist die Lage seit Tagen besonders dramatisch. Die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, lag hier in den vergangenen Tagen teils bundesweit am höchsten. Am Mittwoch (Stand 8 Uhr) bezifferte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) die Inzidenz mit 482,9.

Auch in den umliegenden Landkreisen Passau (336,8), Regen (412,9) und Freyung-Grafenau (367,5) lag die Inzidenz deutlich über dem Grenzwert von 300. Dieser setzt automatisch die Prüfung von strengen Auflagen in Gang, wie Ausgangsbeschränkungen oder die Schließung von Dienstleistungen, die nicht täglich gebraucht werden.

Um 11.30 Uhr ist eine Pressekonferenz in Passau angesetzt. rosenheim24.de berichtet wie gewohnt live.

Update, 6.21 Uhr - 22.046 Fälle: Corona-Neuinfektionen knapp unter Vorwochenniveau

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.046 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit liegt der Wert knapp unter den 22.268 Fällen der Vorwoche, wie aus den RKI-Zahlen vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Mit 479 neuen Todesfällen binnen eines Tages meldeten die Gesundheitsämter außerdem den zweithöchsten Stand seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Höchstwert von 487 Todesfällen war am Mittwoch erreicht worden.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg am Donnerstag auf 17.602. Das RKI zählt in Deutschland seit Beginn der Pandemie 1.106.789 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 (Stand: 03.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund
800.000 Menschen inzwischen genesen.

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwoch bei 0,89 (Vortag: ebenfalls 0,89). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 89 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Bund und Länder: Teil-Lockdown wird bis in den Januar verlängert

Der Teil-Lockdown mit geschlossenen Restaurants, Museen, Theatern und Freizeiteinrichtungen wird bis zum 10. Januar verlängert. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihren Beratungen am Mittwoch beschlossen, wie die CDU-Politikerin im Anschluss mitteilte. „Im Grundsatz bleibt der Zustand, wie er jetzt ist“, sagte Merkel.

mh/jv/dpa

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