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Leserbriefe

Kontroverse Debatte um die Corona-Impfung

Eine Frau wird während einer Impfaktion auf dem Wochenmarkt mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer gegen das Coronavirus geimpft. Das Thema sorgt bei unseren Lesern auch weiterhin für heftige Diskussionen.
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Eine Frau wird während einer Impfaktion auf dem Wochenmarkt mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer gegen das Coronavirus geimpft. Das Thema sorgt bei unseren Lesern auch weiterhin für heftige Diskussionen.

Die Meinungen über die Corona-Impfung gehen weit auseinander. In den Briefen und Mails der OVB-Leser wird die Politik hart kritisiert.

Uwe Seifert (Ampfing): „Ich persönlich bin als Risikopatient geimpft, nur die Gängelung der Nicht-Geimpften, die demnächst die Tests bezahlen sollen, finde ich unverschämt. Da die Politik nicht den Mut hat, um bei der Dringlichkeit eine Impfpflicht einzuführen, erzeugt man jetzt mit solchen Maßnahmen Druck auf die Nicht-Geimpften.

Doch auch Nicht-Geimpfte haben ihren Beitrag zur Impfung geleistet, nämlich über Steuern. Denn sowohl Biontech/Pfizer wurde für die Entwicklung des Impfstoffs mit Millionen vom Staat gefördert, als auch die Beschaffung des Impfstoffs über die Bundesregierung erfolgt über Steuern. Und Steuern zahlen nunmal Geimpfte und Nicht-Geimpfte.

„Unverfrorene Politiker machen sich die Taschen voll“

Also ist eine Bezahlung geradezu fatal. Zieht man noch die Unverfrorenheit einiger Politiker hinzu, die sich mit der Pandemie die Taschen voll machen, und einen Gesundheitsminister, der bei der Beschaffung von Masken Millionen verbrennt, kriegt man das Kotzen.“

Die 3G-Regel ist in Ordnung. Aber nicht, wenn man Nicht-Geimpfte zur Kasse bittet.

Thomas Langer (Soyen): „Die Ständige Impfkommission hat die Coronaimpfung für Jugendliche ab zwölf Jahren empfohlen. Warum? Laut Aussage von Martin Terhardt, Mitglied der Stiko, gegenüber dem RBB wollte die Stiko der Politik entgegenkommen. Interessant ist die Begründung. Mit der Empfehlung sollen Covid-19-assoziierte psychosoziale Folgeerscheinungen verhindert werden. Bei den psychosozialen Folgeerscheinungen handelt es sich aber ausschließlich um Folgen staatlicher Beschränkungen wie Kontaktverbote, Bildungsnachteile durch Schulschließungen, psychische Probleme durch Masken.

„Ist eine Impfempfehlung für Jugendliche vertretbar?“

Um diese Probleme zu lösen, braucht es keine Impfempfehlung, sondern die Aufhebung der Grundrechtseinschränkungen und Aufhebung der Maßnahmen für Kinder und Jugendliche. Mittlerweile haben alle Risikogruppen und Impfwillige ein Impfangebot erhalten. Tausende von Impfdosen werden bereits vernichtet. Ist eine Impfempfehlung für Jugendliche tatsächlich medizinisch vertretbar?

Das Risiko einer Herzmuskelentzündung liegt für männliche Jugendliche laut OVB bei 1:16.000. Das Risiko einer schweren Covid-Erkrankung in dieser Gruppe zwischen 1:12.000 und 1:5.000.000 (laut Deutscher Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie) je nach Schweregrad.

Aktuelle Artikel und Nachrichten finden Sie in unserem Dossier zur Corona-Pandemie

Eine Herzmuskelentzündung ist eine ernsthafte und schwere Erkrankung, die zum Tod oder lebenslangen Beschwerden und Behinderung führen kann. Ist es wünschenswert oder gerecht, wenn junge Menschen ihr Leben aufs Spiel setzen und 60 bis 80 Jahre als Invalide verbringen? Kann dann der medizinische Nutzen das Gesundheitsrisiko einer Impfung aufwiegen?

Vorwiegend sind die Ärzte der Stiko dem Wunsch der Politik entgegengekommen. Das geschieht zur Zeit häufig. Wenn Ärzte für die Politik da sind, muss die Politik wohl krank sein.“

„Wertvollster Schutz“

Theo Auer (Rosenheim): „Zur Diskussion über Impf-Belohnungen: Wie beschränkt muss ein Mensch sein, der sich gegen Covid 19 erst impfen lassen will, wenn er eine Geldprämie dafür erhält? Wenn jemand nicht begreift, dass er sich selbst kostenlos vor einer bösartigen Krankheit schützen lassen kann, und dass dies der wertvollste Schutz für ihn überhaupt ist.“

Alois Meier (Gars): „Israel wurde Ende 2020 „großzügig“ mit dem Biontech-Impfstoff eingedeckt – mit der Vereinbarung, als Studienland betreff der Impf- und zukünftigen Krankheitsverläufe zur Verfügung zu stehen. Laut den aus Israel vorliegenden Zahlen (OVB am 14.07) halten sich sowohl die Infektionen als auch schwere Krankheitsverläufe von Geimpften und Ungeimpften die Waage.

Auch in England, den USA und zum Beispiel in Gibraltar gab es mehrere Massenansteckungen von Geimpften inklusive schwerer Erkrankungen. Vor lauter Arroganz und Ignoranz ist es unseren Politikern, den Experten vom RKI und Virologen nicht möglich, die momentanen Krankheitsverläufe und Todesfälle exakt auszuwerten?

„Warum müssen Genesene geimpft werden?“

Des Weiteren würde mich interessieren, ob es in Deutschland Fälle von mehrmaliger Coronainfektion gibt. Warum müssen Genesene eigentlich geimpft werden? Warum müssen Kinder ab zwölf Jahren (und wahrscheinlich sehr bald ab sechs Jahren) geimpft werden? Laut unserem Gesundheitsminister Holetschek tragen fast zehnmal mehr Ungeimpfte als Geimpfte zur Inzidenzzahl Anteil, was aber kein Wunder ist, denn die Geimpften müssen ja nicht mehr getestet werden.“

Petra Neumaier (Taufkirchen): „Die Hetze gegen Mitmenschen, die sich nicht impfen lassen wollen oder können, ist nur noch erschreckend. Söders Pläne der 2G-Regelung führen zu Ausgrenzung und einer weiteren Spaltung unserer Gesellschaft. Die Politik hat seit Corona jegliches Maß und Moral verloren. Leider wird man immer mehr an dunkle Zeiten erinnert, die es nie mehr geben darf. Es kann einem himmelangst werden, wie es in Deutschland weitergeht.“

Sie haben eine Meinung zu diesem Thema? Klicken Sie hier und schreiben Sie uns einen Leserbrief.

Ulrich Eiwan (Amerang): Glück muss man haben. Neben einem Coronaexperten als Ministerpräsident haben wir jetzt auch einen Landrat aus Mühldorf, der ebenfalls Fachmann zu dem Thema ist. Kurz mal eingelesen und schon wird man Beantworter der „wichtigsten“ Fragen. Wobei er sich die Antworten vermutlich vom Chef abgeschaut hat, weil sie sich, oh Wunder, in den wesentlichen Punkten gleichen. Ansonsten könnte er wissen, dass nach neuesten Studien aus USA und Großbritannien die Viruslast bei der mittlerweile vorherrschenden Delta-Variante bei Geimpften und Ungeimpften gleichzusetzen ist.

„Lässt den Frust an Ungeimpften aus“

Zudem haben die Wissenschaftler von der Insel festgestellt, dass die vielbeschworene Herdenimmunität mit dieser Variante nicht mehr zu erreichen ist, egal wie viel man impft. Vielleicht sollte man zu dem Thema mal Herrn Drosten interviewen. Der verdient immerhin seinen Lebensunterhalt mit diesen Themen. Anstatt das Scheitern einzugestehen oder vielleicht mal den Urlaubsrückkehrern eine klarere Kante zu zeigen, lässt man den Frust immer mehr an den Ungeimpften aus und spaltet die eh schon gespaltene Gesellschaft in weitere Teile. In die, die sich in Zukunft die Tests leisten können, und in die anderen.

Impfpflicht über den Geldbeutel; echt mies. Wenn das Bezahlen der Tests zur Privatsache erklärt wird, dann möchte ich in Zukunft auch nicht mehr mit meinen Krankenkassenbeiträgen und Steuern die Bergungs- und Krankenhauskosten für Betreiber von Risikosportarten übernehmen. Wenn wir Solidarität und Zusammenhalt schon aufgeben, dann aber richtig. Jeder, der jetzt dafür ist, dass man die Tests selbst bezahlen muss, soll sich mal überlegen, dass bei anderer Gelegenheit er selbst vielleicht auf der anderen Seite steht und er/sie dann froh um Solidarität und Miteinander ist.

Alfons Schwarzenböck (Aschau am Inn): „Die Inzidenzwerte von 35, 50 und 100 wurden von der Politik festgelegt, vermutlich willkürlich. Ich lasse mich gerne informieren, welche wissenschaftliche Grundlage das hat. Die Daumenschrauben werden für die Ungeimpften immer stärker angezogen, obwohl der Impfstoff keine endgültige Zulassung hat. Der Großversuch läuft ja noch. Die Langzeitwirkung der Impfung kann wegen der kurzen Dauer noch gar nicht erforscht sein. Auch keine Begründung höre ich, warum es ein mRNA-Impfstoff sein muss. Warum gibt es keinen Impfstoff bei uns, der nach dem bisherigen und erprobten Verfahren entwickelt wurde? Die Politik wird nicht umhin können, die Gültigkeit der Impfzertifikate zu begrenzen. Schließlich wird jetzt schon von einer Wiederholungsimpfung geredet. Die Lage in Israel zeigt, dass die Impfung kein Wundermittel ist.

„Diskurs mit Menschen ist unserer Regierung zu mühsam“

Es ist unserer Regierung zu mühsam, einen Diskurs mit Menschen zu pflegen, die anderer Meinung sind. Lieber bedient sie sich ausgiebig aus der Kiste mit Manipulationstechniken und verschweigt andere Meinungen.

Die Belastung der Kliniken mit Intensivpatienten war und ist nicht an der Grenze, wie die Tabelle des DIVI-Intensivregisters zeigt.

Interessiert sich überhaupt jemand, was die gewählten Vertreter im Landtag zu sagen haben? Gibt es ausführliche Debatten mit Argumenten, damit ich mir selbst ein Urteil bilden kann, wem ich als Wähler meine Stimme gebe? Ich erwarte, dass sich die Landesregierungen und die Bundesregierung einmal hinstellen werden und wie beim Arghanistan-Einsatz erklären: „Wir haben die Lage falsch eingeschätzt.“

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