Caritasdirektor fordert mehr Geld für die Pflege

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München – Der bayerische Landes-Caritasdirektor Bernhard Piendl fordert eine bessere Bezahlung von Pflegekräften.

Weil sie einen wertvollen Beitrag für das Gemeinwesen leisteten, sollten sie auch überdurchschnittlich entlohnt werden, sagte der Prälat. „Bedenklich“ nannte Piendl die dazu vor einer Woche vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung veröffentlichten Zahlen. Wenn stimme, dass eine Pflegefachkraft im bundesweiten Mittel nur 2621 Euro verdiene, deute das auf „gewaltige Verwerfungen“ in der Branche hin. Bei der Caritas, die sich an gültige Tarifverträge halte, liege dieser Wert um fast 500 Euro höher, selbst Berufseinsteiger verdienten knapp 200 Euro mehr. „Das heißt, es gibt offensichtlich massenhaft Arbeitsverträge mit untertariflicher Entlohnung.“

Bei Pflegesatzvereinbarungen müsse stärker in den Blick kommen, was ein Träger seinen Beschäftigten zahle, forderte der Landes-Caritasdirektor. Er sei für Wettbewerb, auch mit privaten Anbietern. Allerdings sollte dieser „über die Qualität und nicht über Dumpinglöhne geführt werden“. Mehr und besser bezahltes Personal dürfe aber die Pflegebedürftigen nicht stärker finanziell belasten.  kna

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