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Alexandra Burghardt wird Bobfahrerin

Winter-Olympia-Gold statt Medaille im Sommer? Spannende Wendung bei Burghausener Sprint-Star

Tokio 2020 - Leichtathletik
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Alexandra Burghardt beim 100-Meter-Halbfinale in Tokio (links) und aktuell beim Bobfahren in Innsbruck (rechts)
  • Roland Kroiss
    VonRoland Kroiss
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Beim Olympia-Rückblick am 12. November in Burghausen hatte es Alexandra Burghardt schon verraten: Die aus Mühldorf stammende Sprinterin startet als Anschieberin bei einem deutschen Bob-Team. Die kuriose Verwandlung von der Sommer-Olympionikin zur Wintersportlerin wird schon an diesem Wochenende Wirklichkeit. Das ZDF überträgt live.

Berchtesgaden/Burghausen - „Bei meiner allerersten Fahrt war ich ultraaufgeregt, weil ich gar nicht wusste, was auf mich zukommt, weder das Einsteigen, noch die Fahrt selbst oder das Bremsen, was in Innsbruck – so sagen sie – schon ein bisschen schwieriger ist als überall sonst. Das einzige, was ich vorher gemacht habe, war wirklich einmal auf Eis anzuschieben in Oberhof.

Deshalb war ich sehr nervös, aber Mariama hat mir ein sehr gutes Gefühl vermittelt. Man merkt bei ihr einfach die Erfahrung. Sie hat mir alles sehr gut erklärt. Dann habe ich es einfach gemacht und bin unten mit einem Lächeln ausgestiegen. Das war schon ein krasser Adrenalinrausch und eine ganz neue Form von Geschwindigkeit“. Das sind die ersten Worte von Alexandra Burghardt als Bobfahrerin - im Interview mit dem BSD, dem Bob- und Schlittenverbands für Deutschland e. V.

Das wäre eine kuriose Olympiageschichte, die sich vom Sommer in den Winter dreht: Die 100-Meter-Sprinterin von der LG Gendorf Wacker Burghausen greift möglicherweise nach einer Medaille bei der Winter-Olympiade, nachdem sie bei den Sommerspielen in Tokio 2021 knapp im Halbfinale über 100 Meter gescheitert war. Immerhin schaffte sie mit der deutschen 4x100 Meter Staffel noch Platz fünf in Tokio - und lief in dieser Saison mit 11,01 Sekunden die schnellste 100-Meter-Zeit der deutschen Frauen.

Mehr zum Olympia-Rückblick mit Alexandra Burghardt am 12. November in Burghausen

Erst muss sich die 1,81 Meter große Athletin aber in der neuen Sportart zurechtfinden und beweisen. Gerade recht kommt da der Weltcup in Innsbruck-Igls am ersten Adventswochenende (26. - 28. November). Deutschlands derzeit schnellste Sprinterin verstärkt das Team von Olympiasiegerin Mariama Jamanka und wird mit ihr am Samstag im Zweier starten. Gelingt der Einstand für Burghardt im Zweierbob, wäre für die 27-jährige Burghardt sechs Monate nach den Tokio-Spielen auch ein Start bei den Olympischen Winterspielen in Peking nicht ausgeschlossen.

Alex Burghardts „Chefin“ im Zweier: Mariama Jamanka in Aktion.

Laut BSD-Pressesprecherin Heike Gruner wird „in den Tagen vor dem Weltcup intensiv trainiert“. Damit sollen sich die Abläufe auch für „Quereinsteigerin“ Burghardt so schnell wie möglich automatisieren. Im Blick auf die Wettkämpfe in Tirol gilt volle Konzentration der Athletinnen und Athleten. Alexandra Burghardt: „Das handwerkliche Drumherum ist für mich auch neu, aber ich finde es irgendwie cool und freue mich auf die nächsten Wochen. Es ist natürlich zeitintensiver, vor allem mit dem Leichtathletiktraining parallel, wo ich mich noch im Aufbautraining befinde, aber es sind jetzt erstmal vier Weltcupwochen geplant, und für diese Zeit funktioniert es gut, und ich habe bisher ein sehr gutes Gefühl.“

Pressemitteilung des Deutschen Bob- und Schlittenverbands e.V. im Wortlaut:

Für die deutschen Skeletonis und Bobsportler geht es in Innsbruck-Igls um Weltcup-Punkte und die Olympia-Qualifikation. Mit drei Weltcupsiegen, drei zweiten und zwei dritten Podestplätzen sind sie erfolgreich in die neue Saison gestartet. Während bei den deutschen Skeleton-Damen noch Luft nach oben ist, landete Weltmeister Christopher Grotheer im Herrenfeld auf Platz drei.

Francesco Friedrich zeigt seine ganze Klasse

Rekord-Weltmeister Francesco Friedrich zeigte mit zwei Doppelsiegen, dass auch in dieser Saison im kleinen und großen Schlitten kaum ein Weg an ihm vorbeiführt. Johannes Lochner fuhr mit seinem Team zweimal auf den zweiten Platz und freute sich, dass man am Start wieder konkurrenzfähig sei. Bei den Bobdamen fuhr auch Laura Nolte zweimal aufs Podest. Landete sie im Monobob hinter den beiden US-Amerikanerinnen Meyers Taylor und Humphries auf Platz drei, fuhr sie im Zweier mit Anschieberin Leonie Fiebig ihren fünften Weltcupsieg ein.

Zeitplan & TV-Übertragungen

Freitag, 26. November 2021 - im ZDF ab circa 15.30 Uhr
10:00 Uhr BMW IBSF Weltcup, Männer-Skeleton, Lauf 1
11:45 Uhr BMW IBSF Weltcup, Männer-Skeleton, Lauf 2
14:30 Uhr BMW IBSF Weltcup, Frauen-Skeleton, Lauf 1
16:00 Uhr BMW IBSF Weltcup, Frauen-Skeleton, Lauf 2

Samstag, 27. November 2021 - im ZDF ab circa 16.40 Uhr (Zweier)
10:00 Uhr BMW IBSF Weltcup, Monobob, Lauf 1
11:30 Uhr BMW IBSF Weltcup, Monobob, Lauf 2
14:30 Uhr BMW IBSF Weltcup, Zweier, Lauf 1
16:00 Uhr BMW IBSF Weltcup, Zweier, Lauf 2

Sonntag, 28. November 2021 - im ZDF ab circa 12.25 Uhr Frauen-Zweierbob, ca. 15.45 Uhr Vierer
11:30 Uhr BMW IBSF Weltcup, Frauen-Zweierbob, Lauf 2
14:00 Uhr BMW IBSF Weltcup, Vierer, Lauf 1
15:30 Uhr BMW IBSF Weltcup, Vierer, Lauf 2

Deutscher Bob- und Schlittenverband e.V.

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