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Burghauser Waldrappe haben Nachwuchs

Die ersten vier Mini-Waldrappe sind bereits geschlüpft!

Waldrappe am Bodensee
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Ein Waldrapp-Paar steht in der Brutwand bei Überlingen an ihrem Nest, um beim Ausbrüten zu wechseln.
  • Daniela Haindl
    VonDaniela Haindl
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„Panda“ heißt die stolze Waldrapp-Mama in Burghausen. Ihre vier Eier sind bereits geschlüpft, doch ist sie nicht die einzige Waldrapp-Dame der Kolonie, die Nachwuchs erwartet.

Burghausen – Der Waldrapp gehört zu den bedrohtesten Tierarten der Erde. Umso schöner ist es für Oliver Habel vom Burghauser Waldrapp-Team, dass Artenschutzprojekt in Burghausen so erfolgreich ist. Die „schrägen Vögel“ sind seit 2004 unverzichtbare Maskottchen für die Burghauser geworden. Im Jahr 2007 wurden sie zum ersten Mal mit einem ultraleichten Flugzeug in die Toskana geführt, aber erst 2011 kehrte der erste Waldrapp selbständig nach Burghausen zurück.

Ein Küken blitzt unter Mamas Federn hervor.

Ab Juni werden Jungvögel flügge

Wer Glück hat, kann dann die Vögel jeden März in Burghausen bei der Balz beobachten, welche kurz darauf von der Brut gefolgt wird. Insgesamt 23 Eier wurden dieses Jahr von den Waldrappen in Burghausen gelegt. „Zwei der sechs brütenden Waldrapp-Damen sind keine Zugvögel“, erklärt Oliver Habel. „Darunter auch Panda, deren vier Küken als erste geschlüpft sind.“ Ab Mitte Juni werden dann die ersten Jungvögel flügge. Zusammen mit ihrer Kolonie bleiben sie bis August in Burghausen, um dann weitere Ausflüge in die Alpengegenden zu unternehmen. Erst im September beginnt dann die Wanderung in den Süden, um den Winter in wärmeren Gegenden zu verbringen. Dieses Jahr sind alle Waldrappe aus dem Süden zurückgekehrt, was aber selten der Fall ist.

Opfer illegaler Vogeljagd

Zum größten Teil sind es Jungvögel, die nicht zurückkehren. Sie können auf der Rückkehr Verletzungen erleiden, werden aber auch manchmal Opfer der illegalen Vogeljagd in Italien. Allein für 2021 liegen konkrete Hinweise auf sieben getötete Vögel vor“, so Projekt-Manager Johannes Fritz. „Dabei finden die Abschüsse in Italien ausschließlich in der Jagdsaison statt.“ Bisherige Fälle deuten darauf hin, dass die Jäger nicht gezielt auf Waldrappe schießen. Um die Bewegung der Vögel verfolgen zu können, ist jeder der seltenen Vögel mit einem leichten Solarsender auf dem Rücken ausgestattet. Die Daten der Sender helfen auch bei der Aufklärung der Tötung von Waldrappen durch Jäger.

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