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Gewaltige Unterschiede im bundesweiten Vergleich

21 Cent mehr pro Liter: Spritpreise in Bayern am höchsten - Region Südosten Spitzenreiter

Ein Zapfhahn für Super E10 an einer Tankstelle.
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Selbst innerhalb Bayerns zeigt sich ein Gefälle bei den Preisen - am teuersten ist der Sprit im Südosten, noch am günstigsten in Teilen Frankens.
  • Markus Zwigl
    VonMarkus Zwigl
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Bayern hat zur Zeit die höchsten Spritpreise Deutschlands. Ein am Donnerstag veröffentlichter Vergleich regionaler Werte durch das Bundeskartellamt zeigte für den 1. August Unterschiede von bis zu 21 Cent pro Liter Superbenzin.

Bayern - Die teuersten Regionen lagen im Süden Bayerns, die billigsten in Berlin. Bei Diesel gab es Unterschiede von bis zu 19 Cent mit einem klaren Gefälle zwischen Süden und Norden. Auch hier sind Teile Bayerns am teuersten, während Teile Berlins besonders günstig sind. Auch im Süden Baden-Württembergs gab es vergleichsweise hohe Preise.

Selbst innerhalb Bayerns zeigt sich ein Gefälle - am teuersten ist der Sprit demnach im Südosten, noch am günstigsten in Teilen Frankens. Die niedrigsten Durchschnittswerte für einzelne Regionen lagen am 1. August für Superbenzin der Sorte E5 laut einer Grafik des Kartellamts bei 1,73 bis 1,74 Euro je Liter, die höchsten bei 1,92 bis 1,94. Bei Diesel waren es 1,86 bis 1,87 Euro beziehungsweise 2,04 bis 2,05 Euro.

Als mögliche Gründe für die Unterschiede nennt das Bundeskartellamt den niedrigen Pegelstand des Rheins, der Transporte nach Bayern erschwere sowie eingeschränkte Produktionskapazitäten bei Raffinerien in Bayern und Österreich. Schon vor vier Jahren habe man im Zusammenhang mit einem starken Rhein-Niedrigwasser und dem Ausfall einer Raffinerie in Bayern hohe regionale Preisunterschiede beobachten können.

Hohe Preise: Spritverbrauch deutlich unter Vor-Corona-Niveau

Der Preisschock an den Tankstellen hat die deutschen Autofahrer wohl an den Zapfsäulen gebremst. Darauf deutet eine Auswertung der amtlichen Mineralöldaten für die Frühlingsmonate März, April und Mai hin. In den ersten Monaten des Ukraine-Krieges, als die Spritpreise in bis dahin nie erreichte Höhen stiegen, wurde deutlich weniger Sprit ausgeliefert als in den Vor-Corona-Jahren 2018 und 2019. Die amtliche Statistik zeigt einen Rückgang von mehr als 10 Prozent bei den Inlandsablieferungen.

Die regionalen Preisunterschiede haben sich in den vergangenen vier Wochen deutlich erhöht. Lagen die Differenzen zwischen den preisgünstigeren und den teureren Regionen in Deutschland bei E5 und E10 Anfang Juli noch bei 8 bis 11 Cent, so stiegen sie bis zum 1. August auf oben beschriebene 21 Cent. Bei Diesel erhöhte sich die Spanne von 11 Cent auf 19 Cent.

Die im Mai eingeleitete Sektoruntersuchung des Bundeskartellamtes zu Raffinerien und Großhandel macht unterdessen Fortschritte. Aktuell werden die von den rund 20 in Deutschland im Raffineriebereich tätigen Unternehmen abgefragten Daten ausgewertet. Erste Ergebnisse der Sektoruntersuchung sollen im Herbst in einem Zwischenbericht präsentiert werden. Das Bundeskartellamt kann eine Sektoruntersuchung durchführen, wenn besondere Umstände vermuten lassen, dass der Wettbewerb in einem Wirtschaftszweig möglicherweise eingeschränkt oder verfälscht ist.

Kartellamtspräsident Andreas Mundt betonte, beim Benzin seien die Abstände der Tankstellenpreise zum Rohölpreis in den letzten Wochen deutlich gesunken, sie lägen jedoch weiterhin auf einem höheren Niveau als noch im Mai. Beim Diesel liege der Abstand weiterhin über dem hohen Niveau von Anfang Juni kurz nach der Energiesteuersenkung.

Für den Vergleich wurden jeweils Regionen nach den ersten beiden Ziffern der Postleitzahl gebildet. Detaillierte Einzelwerte nannte das Kartellamt nicht. Laut ADAC liegt am Donnerstag (4. August) in Rosenheim der Preis für Super zwischen 1.829 und 1.869, in Berlin Mitte zwischen 1.649 und 1.669.

dpa/mz

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