Zu Gast beim bayerischen Ministerrat

Besuch von Angela Merkel: Herreninsel wird am 14. Juli komplett abgesperrt

  • Moritz Kircher
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Ungewöhnlicher Berliner Besuch im bayerischen Kabinett: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird am 14. Juli als Gast in einer Sitzung der Ministerrunde erwartet. Es gibt Wichtiges zu besprechen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bundeskanzlerin Merkel besucht bayerischen Ministerrat auf Herrenchiemsee
  • Zentrales Thema ist die EU-Ratspräsidentschaft
  • Die Herreninsel ist ein historischer Ort in der Entstehung der Bundesrepublik Deutschland

Update 8. Juli, 7.21 Uhr

Herreninsel für Merkel-Besuch gesperrt

Für Sitzung des bayerischen Ministerrats mit Bundeskanzlerin Merkel als Gast wird am 14. Juli nicht nur das Schloss Herrenchiemsee geschlossen bleiben. Die Herreninsel wird an diesem Tag komplett für Besucher gesperrt. Das teilt die Bayerische Schlösserverwaltung mit.

Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt am 14. Juli zu einer Sitzung des bayerischen Ministerrates auf Schloss Herrenchiemsee.

Das dürfte an diesem Tag auch Auswirkungen auf den Fahrplan der Chiemsee-Schifffahrt haben.

Die Erstmeldung vom 1. Juli

Chiemsee – Dass Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Sitzung des bayerischen Kabinetts am 14. Juli auf der Insel Herrenchiemsee kommt, teilte ein Regierungssprecher am Mittwoch in München mit. Zuvor hatten darüber Bayerischer Rundfunk und „Münchner Merkur“ berichtet. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder teilte via Facebook mit, dass zentrales Thema der Runde die deutsche EU-Ratspräsidentschaft sei.

An einem prunkvollen Ort - auf Schloss Herrenchiemsee - soll auch über den aktuellen Stand in der Coronakrise gesprochen werden. Danach ist eine gemeinsame Pressekonferenz von Merkel und Ministerpräsident Markus Söder (CSU) geplant.

Der bayerische Ministerrat tagt gemeinsam mit Kanzlerin Merkel an historischer Stätte. Vor 72 Jahren – im Jahr 1948 – wurde auf der Herreninsel der Entwurf für das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ausgearbeitet.

Herreninsel: Hier wurde der Grundstein für das Grundgesetz gelegt

Wenn von der Entstehung des Grundgesetzes die Rede ist, fällt der Blick meist auf die frühere Bundeshauptstadt Bonn. Gemeinhin wird beim Parlamentarischen Rat – 61 Männer und vier Frauen, die im Mai und Juni 1949 dort zusammenkamen – von den Vätern und Müttern des Grundgesetzes gesprochen. Sie waren es, die am 8. Mai 1949, auf den Tag genau vier Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, eine provisorische Verfassung verabschiedeten, die am 23. Mai 1949 in Kraft trat.

Die entscheidende Vorarbeit dafür, das haben Historiker in der Aufarbeitung des Verfassungskonvents zweifelsfrei dargelegt, wurde auf Herrenchiemsee geleistet. (Mit Material von dpa)

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