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Braunbär-Sichtung im Kreis Garmisch-Partenkirchen

Weidetiere stehen nicht auf dem Speiseplan – eigentlich

Bären sind Allesfresser, wobei etwa drei Viertel ihrer Nahrung vegetarisch ist.
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Bären sind Allesfresser, wobei etwa drei Viertel ihrer Nahrung vegetarisch ist.

Braunbären sind scheue Tiere und meiden Menschen. Kommt es doch zu einer Begegnung gilt es, Ruhe zu bewahren.

München – Bären fallen unter die sogenannte Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) zum Erhalt wildlebender Tiere und Pflanzen und sind streng geschützt. Bedeutet: Sie dürfen nur in besonderen Ausnahmefällen geschossen werden – so wie Bruno, an dessen Abschuss es aber bis heute Kritik gibt.

Der Europäische Braunbär ist ein durchaus imposanter Zeitgenosse. Männchen können bis zu 250 Kilogramm auf die Waage bringen und eine Schulterhöhe von bis zu 1,1 Metern erreichen. Trotzdem sind sie damit nicht die Giganten ihrer Art. Der in Nordamerika lebende Grizzly bringt es mitunter auf über 600 Kilogramm Lebendgewicht, der auf der Kodiak-Insel vor Alaska lebende Kodiakbär kann sogar fast 800 Kilogramm erreichen.

Braunbären haben ein sehr gutes Gehör und einen ausgeprägten Geruchssinn. Ihr Sehvermögen ist für Tiere aber eher mittelmäßig und ähnelt dem des Menschen. In der freien Natur wird ein Braunbär im Schnitt 20 Jahre alt, in seltenen Fällen 25 Jahre. Bären sind Einzelgänger, außer in der Paarungszeit. Ein bis drei Jungtiere bringt eine Bärin zur Welt, die bis zu zwei Jahre bei ihr bleiben.

Bären bevorzugen bewaldete Regionen, am liebsten in Gebirgen. Ihr Revier umfasst etwa 100 Quadratkilometer. Sie sind Allesfresser, wobei etwa drei Viertel ihrer Nahrung vegetarisch sind. Früchte, Beeren, Samen, Nüsse, Wurzeln und Gräser stehen laut dem Bund Naturschutz in Bayern (BN) auf ihrem Speiseplan. Allerdings sind sie durchaus in der Lage, Tiere zu reißen. In der Natur sind es vor allem alte und kranke Tiere oder unerfahrene Jungtiere. Mit ihrem exzellenten Geruchssinn spüren sie auch Kadaver auf. Weidetiere wie Schafe, Ziegen oder junge Rinder sind vor den Bären aber nicht völlig sicher. Wenn Bären ausgehungert sind und die Herde ungeschützt, können auch Weidetiere zur Beute werden.

Ruhe bewahren, ruhig sprechen, langsam zurückziehen

Für den Menschen ist der Bär eigentlich ungefährlich – solange er sich nicht in die Ecke gedrängt fühlt oder glaubt, seine Jungtiere verteidigen zu müssen. Sollte es tatsächlich einmal zu einer Begegnung kommen, rät der BN dazu, die Ruhe zu bewahren, behutsam auf sich aufmerksam zu machen, ruhig zu sprechen, die Arme langsam auf und ab zu bewegen und sich langsam zurückzuziehen. Keinesfalls sollte man hektisch wegrennen, mit Dingen werfen – oder gar näherkommen, um Fotos zu machen. Im unwahrscheinlichen Fall eines Angriffs gilt laut BN: Flach auf den Boden legen, Hände in den Nacken und tot stellen. 

wha