Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Trotz Ankündigung 7000 Temposünder erwischt

Blitzmarathon 2021: Das sind die „Spitzenreiter“ in Bayern und der Region

8. Bayerischer 24-Stunden-Blitzmarathon
+
8. Bayerischer 24-Stunden-Blitzmarathon (Symbolbild).
  • Martina Hunger
    VonMartina Hunger
    schließen

7036 Geschwindigkeitssünder hat die Polizei beim 8. Bayerischen 24-Stunden-Blitzmarathon erwischt - deutlich weniger, als beim letztmaligen Blitzmarathon 2019 (10.821 Geschwindigkeitsverstöße). In der Region wurden 594 Geschwindigkeitsüberschreitungen geahndet. Den traurigen Höchstwert in Bayern erreichte ein Motorradfahrer.

Update, 16.35 Uhr - Polizei München zieht Bilanz: Fahrer teils doppelt so schnell wie erlaubt

Während der Aktion wurden von der Münchner Polizei an 82 Kontrollstellen insgesamt 755 Geschwindigkeitsverstöße beanstandet.

Bereits am zu Beginn des Blitzmarathons, in den Morgenstunden des Mittwochs, 21. April, durchfuhr eine 32-jährige Fahrzeugführerin eine der intensiv angekündigten Messstellen, vor einer Schule in Unterföhring, mit 71 km/h statt der erlaubten 30 km/h. Als Grund für ihre Überschreitung gab die Pkw-Fahrerin an, ihr Kind in den Kindergarten zu bringen. Die Fahrzeugführerin erwartet ein Bußgeld in Höhe von 160 Euro, zwei Punkte sowie 1 Monat Fahrverbot. 

Zur Mittagszeit fand an einer Kontrollstelle auf der Wasserburger Straße in Haar ein Pressetermin statt. In diesem Zeitraum wurde an der Kontrollstelle ein 63-jähriger Fahrer eines Porsches festgestellt, der die Messstelle mit 115 km/h statt der erlaubten 60 km/h passierte. Ihn erwartet nun ein Bußgeld in Höhe von 280 Euro, zwei Punkte sowie zwei Monate Fahrverbot. Der 63-Jährige war im Bereich des Polizeipräsidiums München an diesem Tag der Fahrer mit der größten Überschreitung der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit.

Update, 13.54 Uhr - Blitzmarathon: Die Bilanz des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd

Nachdem der Blitzmarathon im vergangenen Jahr aufgrund des Lock-Downs abgesagt worden war, fand er heuer wieder im bewährten 24-Stunden-Format statt. Im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd mussten hierbei insgesamt 594 Verkehrsteilnehmer wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit an 159 verschiedenen Messstellen beanstandet werden. Zusätzlich wurden noch 113 weitere Verstöße festgestellt, die ebenfalls geahndet wurden. Im Vergleich zum letzten Blitzmarathon 2019: damals wurden bei rund 24.000 kontrollierten Fahrzeugen 945 Geschwindigkeitsübertretungen festgestellt und geahndet.

„Wir wollen nicht an den Geldbeutel des Autofahrers! Wir wollen dauerhaft dafür sorgen, dass der Fuß vom Gaspedal genommen wird! Beim Blitzmarathon geht es uns darum, dem Autofahrer ins Bewusstsein zu rufen, welche dramatischen Folgen die Raserei haben kann. Deshalb werden alle Messstellen auch vorab veröffentlicht.“, erläutert Polizeirat Holger Siegemund, der Leiter für verkehrspolizeiliche Aufgaben im Polizeipräsidium. 

Wegen überhöhter Geschwindigkeit: 28 Tote im Jahr 2020

Insbesondere bei Unfällen mit tödlichem Ausgang spielte überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit auch im vergangenen Jahr die größte Rolle. 28 Personen, und damit mehr als ein Drittel der Verkehrstoten (gesamt: 78), verloren 2020 im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd im Straßenverkehr ihr Leben, weil zu schnell gefahren wurde. Raserei war zudem für 1220 zum Teil schwerverletzte Verkehrsteilnehmer verantwortlich.

Ein drastischer Verstoß in Sachen Geschwindigkeit im Präsidialbereich wurde am gestrigen Abend (21. April) gegen 23.30 Uhr auf der Autobahn A995 auf Höhe der Anschlussstelle Taufkirchen in Fahrtrichtung Autobahnkreuz München-Süd gemessen. Im besagten Streckenabschnitt ist die Autobahn ab 22 Uhr zum Schutz der Anwohner vor Lärm in der Nachtzeit auf eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h beschränkt. Anstatt der erlaubten 80 km/h blitzte es bei sage und schreibe 206 km/h. Den Verkehrsteilnehmer erwartet nun eine Geldbuße in Höhe von 600 Euro, zwei Punkte in der Verkehrssünderdatei und ein Fahrverbot von drei Monaten.

Die Polizeibeamtinnen und -beamten im südlichen Oberbayern trafen an den Kontrollstellen meist auf verständnisvolle und einsichtige Fahrzeuglenker, trotz dem sie mit zu hohen Geschwindigkeiten gemessen wurden. Das Ergebnis des Blitzmarathons bestätigt jedoch, dass auch zukünftig die Geschwindigkeitskontrolle ein Hauptaugenmerk der polizeilichen Arbeit bleiben wird

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Blitzmarathon: Bayerisches Staatsministerium veröffentlicht erste Zahlen

„Dass trotz tagelanger Vorankündigung und pandemiebedingt weniger Verkehr so viele zu schnell unterwegs waren, ist höchst bedenklich“, erklärte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. „Vielen Verkehrsteilnehmern ist immer noch nicht bewusst, wie gefährlich zu schnelles Fahren sein kann. Raser spielen nicht nur mit dem eigenen Leben, sondern auch mit dem Leben anderer!“

Blitzmarathon: Bayerisches Staatsministerium veröffentlicht erste Zahlen

Der Innenminister kündigte an, die Geschwindigkeitskontrollen in Bayern weiter zu verstärken, um gerade die Unbelehrbaren aus dem Verkehr zu ziehen. Dabei setzt die Polizei auf modernste Messtechnik, zum Beispiel spezielle Lasermesspistolen und hochpräzise digitale Messgeräte. Die Polizei hat allein in den vergangenen beiden Jahren 3,4 Millionen Euro in hochmoderne Kontrollgeräte investiert. Herrmann verwies darauf, dass für knapp ein Drittel der Verkehrstoten auf Bayerns Straßen zu schnelles Fahren verantwortlich ist. 2020 wurden in Bayern insgesamt 147 Personen durch Geschwindigkeitsunfälle getötet.

Bayernweiter Blitzmarathon - Kontrolle im Kreis Altötting: „Raser gehören erwischt“ (Plus-Artikel innsalzach24.de)

Von den Polizeipräsidien wurden reihenweise unverantwortliche Raser gemeldet:

Den traurigen Höchstwert erreichte ein Motorradfahrer, der auf der Staatsstraße 2020 bei Bubesheim (Polizeipräsidium Schwaben Süd/West) mit 231 Stundenkilometern anstatt der erlaubten 100 gemessen wurde. Ihm drohen eine Geldbuße von 1200 Euro, zwei Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot.

Die weiteren „Top-Scorer“:

  • PP Oberbayern Süd auf der A995 bei Taufkirchen 126 km/h zu schnell
  • PP Oberfranken auf der B289 bei Kulmbach 78 km/h zu schnell
  • PP Schwaben Nord auf der B16 bei Schwenningen 65 km/h zu schnell
  • PP Unterfranken auf der B285 bei Mellrichtstadt 63 km/h zu schnell
  • PP Oberbayern Nord auf der B301 bei Freising 59 km/h zu schnell
  • PP München auf der Wasserburger Straße in Haar 55 km/h zu schnell
  • PP Niederbayern auf der St2135 bei Bischofsmais 53 km/h zu schnell
  • PP Oberpfalz auf der St2177 bei Kulmain 53 km/h zu schnell
  • PP Mittelfranken auf der B4 in Nürnberg 53 km/h zu schnell

Schikane oder Pädagogik? Das sagt die Polizei in Siegsdorf zum Blitzmarathon (Plus-Artikel)

Blitzmarathon 2021: 1800 Polizisten im Einsatz

Beim achten Bayerischen Blitzmarathon haben rund 1800 Polizistinnen und Polizisten sowie etwa 50 Bedienstete der Gemeinden und Zweckverbände der kommunalen Verkehrsüberwachung 24 Stunden verstärkt die Geschwindigkeit an rund 2100 möglichen Messstellen in ganz Bayern kontrolliert. Besonders im Visier waren Unfallschwerpunkte auf Landstraßen und Abschnitte, auf denen oft zu schnell gefahren wird. Ziel war, alle Verkehrsteilnehmer aufzurütteln, sich dauerhaft an die Geschwindigkeitslimits zu halten. Es ging beim Blitzmarathon nicht darum, möglichst viele Bußgelder einzunehmen.

mh/Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium des Inneren

Kommentare