BAHN: ENTSCHÄDIGUNG – NICHT FÜR JEDEN

Bitte kein Spaßbad-Ticket

  • schließen
  • Weitere
    schließen
Dirk WalterSie erreichen den Autor unterDirk.Walter@ovb.net

Bei den Fahrgastrechten im Fernverkehr ist die Bahn löblicher Vorreiter (auch im Vergleich zu Fernbus und Flugzeug).

Sogar bei Störfällen infolge „höherer Gewalt“ (etwa Stürme oder Hochwasser), für die die Bahn nun wirklich nichts kann, bekommt der Kunde Geld zurück. Im Nahverkehr freilich gibt es nichts Vergleichbares. Leider.

Nach S-Bahn-Pannen ist man auf Kulanz und mehr oder minder ungelenke, zufällige Entschädigungsaktionen angewiesen, wie man zuletzt Ende Februar nach dem tagelangen Notbetrieb auf der Stammstrecke beobachten konnte. Zwar streute die Bahn großzügig Freikarten für ein Spaßbad unters Volk, doch es war reiner Zufall, dass man eine ergatterte. Statt Lob erntete die Bahn zumeist Hohn und Spott. Ähnlich ist es mit Spontan-Geschenken wie Brezen und Kaffee, die von Bahnteams mitunter unters Volk geworfen werden – wie will man garantieren, dass damit genau die bedacht werden, die von Zugausfällen wirklich betroffen waren? Regionalbahnen wie die Südostbayernbahn, die jetzt ihre Stammkunden entschädigt, tun sich da viel leichter.

Aber so kann das nicht bleiben. Die S-Bahn sollte sich zusammen mit dem MVV und den Zuschussgebern, also Stadt, Land und Landkreisen, eine wirklich griffige Entschädigungsregelung auch im Nahverkehr ausdenken. Am besten rechtzeitig vor dem nächsten Störfall.

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare