Interview

23-jährige Biathletin Anna Weidel: „Das ganz große Ziel ist die Weltmeisterschaft in Antholz“

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Anna Weidelfreut sich auf den Biathlon-Weltcup in Östersund und hofft auf einen Start. Wukits
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Im schwedischen Östersund beginnt am Wochenende der Biathlonweltcup. Mit im deutschen Team ist auch die 23-jährige Anna Weidel vom WSV Kiefersfelden, die sich für die neue Saison einiges vorgenommen hat.

Kiefersfelden/Östersund – Die 23-jährige Kiefersfeldenerin Anna Weidel trainiert am Stützpunkt Ruhpolding bei Damencheftrainer Kristian Mehringer und empfahl sich durch ihre guten Leistungen bei der deutschen Meisterschaft im September für das A-Team. Bereits im vergangenen Jahr sorgte Weidel bei ihrem ersten Weltcupeinsatz in Pokljuka mit dem zehnten und elften Platz für überraschende Ergebnisse.

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Anna Weidel ist beim Weltcup-Start in Östersund dabei

Damit erfüllte sie sogar die Norm für die Weltmeisterschaft in Östersund. Letztendlich wurde sie aber nicht nominiert und nahm an der Europameisterschaft teil. Kurz vor den Abflug nach Schweden beantwortete Anna Weidel Fragen der OVB-Sportredaktion.

+++ Alle Infos zum Weltcup-Auftakt in Östersund und einen Liveticker zu den Rennen finden Sie hier. +++

Anna, wie groß ist die Vorfreude auf Östersund und dem Weltcup?

Anna Weidel: Ich freue mich sehr auf die ersten Rennen und hoffe, dass ich mich im Weltcupteam etablieren kann und dabei sein darf. In Östersund bin ich noch nie gelaufen. Ich habe ein wenig gemischte Gefühle, weil die Vorbereitung zuletzt in Norwegen nicht ganz optimal gelaufen ist. Sowohl Läuferisch und auch beim Schießen hat es gefuchst. Hoffentlich klappt das jetzt in Östersund besser.

Sie sind mittlerweile doch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Bringt das eine größere Erwartungshaltung für Sie mit?

Weidel: Gewissermaßen merkt man es schon, ich lass das aber nicht so an mich herankommen. Ich will mein Ding sauber erledigen, gut trainieren und dann schauen was herauskommt.

Auch in Ruhpolding will Weidel am dabei sein

Mit welchen Zielen gehen Sie in diese Saison?

Weidel: Vergangenes Jahr durfte ich schon Weltcups bestreiten, war dann aber wieder im IBU-Cup. Ich werde mein Bestes geben um die ganze Saison im Weltcup dabei zu sein und so viele Rennen wie möglich zu laufen. Natürlich ist das ganz große Ziel die Weltmeisterschaft in Antholz. Das ist fast ein Heimspiel. Es wäre cool da dabei zu sein, da sind die ganze Familie und auch viele Freunde dabei. Freilich ist neben Oberhof auch der Heim-Weltcup in Ruhpolding ein großes Ziel.

Wo liegen momentan Ihre großen Stärken und woran müssen Sie noch arbeiten?

Weidel: Eine Stärke ist mein schnelles Schießen, da kann ich einiges an Zeit herausholen. Läuferisch gibt es gute und schlechte Tage, da ist es wichtig, dass ich eine bestimmte Konstanz erreiche.

Biathletin Weidel liebt die Berge

Wie schwer fällt es Ihnen auf vieles zu verzichten. Viele in Ihrem Alter sind unterwegs beim Feiern. Sie müssen auf einiges verzichten, oder?

Weidel: Ich bin jemand, der eh nicht so gerne fortgeht, ich mache in meiner Freizeit lieber eine Bergtour mit einer schönen Brotzeit. Da stecke ich auf andere Sachen gerne zurück. Ich freue mich auf die neue Saison, und alles andere ist nebensächlich.

Anna Weidel grüßt ihre Fans von der Saisonvorbereitung in Norwegen

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Wie jedes Jahr wird der Start in den Biathlon-Weltcup mit Spannung erwartet. Nach dem Karriereende von Laura Dahlmeier steht das deutsche Team vor einem Umbruch. Wer wird der neue Star im Team? Und wer sind die Favoritinnen für die neue Saison?

Denise Herrmann: Deutsches Biathlon-Team braucht keine Galionsfigur

Wer heuer die Hoffnungsträger im deutschen Biathlon-Team sind, lesen Sie hier.

"Jetzt nach einer neuen Galionsfigur zu suchen, das ist Quatsch. Viele haben es drauf", sagte die Verfolgungs-Weltmeisterin Denise Herrmann vor dem Weltcupstart am Samstag in Östersund. Dort startet die Sächsin zusammen mit Olympiasieger und Weltmeister Arnd Peiffer, Karolin Horchler und Ex-Weltmeister Benedikt Doll (15.00 Uhr/ARD) in der Mixed-Staffel. Zuvor bestreiten Franziska Preuß und Erik Lesser die Single-Mixed.

Beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding werden sechs Wettbewerbe ausgetragen

Höhepunkt für die Region wird der Biathlon-Weltcup in Ruhpolding. In der Chiemgau-Arena in Ruhpolding sind vom 15. bis 19. Januar 2020 insgesamt sechs Wettbewerbe in verschiedenen Disziplinen angesetzt.

Neben Ruhpolding ist das thüringische Oberhof die zweite deutsche Station im Weltcup-Kalender 2019/20. Wenige Tage vor den Wettbewerben in Ruhpolding sind die Biathleten in Oberhof zu Gast.

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