Besonnen mit dem Zeugnis umgehen

Klaus Wenzel, der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), appelliert an alle Eltern, besonnen und ruhig mit dem Jahreszeugnis umzugehen. „Viele Schüler haben gemischte Gefühle oder Angst vor schlechten Noten und den damit verbundenen Konsequenzen“, sagt er.

„In manchen Fällen fürchten sie auch die Reaktion ihrer Eltern.“ Schlechte Noten dürfen nicht einfach übergangen werden, räumt er ein. Es komme aber darauf an, richtig damit umzugehen. „Schlechte Noten sind an sich schon kränkend genug, deshalb brauchen die Schüler Zuspruch, Trost und Unterstützung.“ Keinesfalls sollten Strafen angedroht werden, warnt Wenzel. Denn das mache alles nur schlimmer und nehme den jungen Menschen die Lust am Lernen. Erneut kritisierte Wenzel das Prinzip der Notenvergabe: „Ziffernnoten sagen wenig über die tatsächlichen Leistungen und Lernfortschritte aus. Sie führen nicht dazu, Kindern nachhaltige und effiziente Lernerfolge zu ermöglichen.“ Stattdessen würden Kinder durch die Notenvergabe konditioniert, kurzfristig angelerntes Wissen zu einem bestimmten Zeitpunkt exakt wiederzugeben. Wenzel forderte das Kultusministerium auf, die Vorgehensweise kritisch zu überdenken.  mm

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