Tödlicher Streit im Gefängnis in Bernau: Gericht brummt dem Täter weitere Jahre auf

Der wegen Totschlags angeklagte 49-Jährige (rechts) sitzt vor Prozessbeginn zusammen mit seinem Anwalt Timo Westermann im Sitzungssaal im Landgericht auf seinem Platz.
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Der wegen Totschlags angeklagte 49-Jährige (rechts) zusammen mit seinem Anwalt Timo Westermann im Sitzungssaal im Landgericht auf seinem Platz.

Traunstein/Bernau – Nach dem Tod eines Häftlings im Gefängnis Bernau am Chiemsee ist ein 49-Jähriger vom Landgericht Traunstein zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er für den Tod des Mannes verantwortlich ist und sprach ihn am Mittwoch der vorsätzlichen Körperverletzung mit Todesfolge schuldig, wie ein Behördensprecher mitteilte.

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Hat der Angeklagte auf dem Gefängnishof zugetreten?

Der in Mazedonien geborene Mann hatte im August 2019 bei einem Hofgang mit dem Mithäftling gestritten. Der nun verurteilte Mann bezeichnete sich selbst vor Gericht als Bulgare.

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Sein Kontrahent erlitt bei dem Streit tödliche Hirnverletzungen - womöglich ausgelöst durch Fußtritte des Angeklagten. Was genau bei dem Streit passiert ist, konnte auch der Prozess nicht klären. Der Vorsitzende Richter zeigte sich bei der Urteilsverkündung "befremdet" über die widersprüchlichen Zeugenaussagen der Häftlinge angesichts der Tatsache, dass ein Mensch starb. Dies habe die Beweisfindung äußerst schwierig gemacht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (dpa/lby)

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