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Belüftungsanlage statt zusätzlicher Luftfilter für Max-Fellermeier-Schule in Neuötting

„In zwei Jahren wäre alles, was wir von den Luftreinigern hätten, ein Haufen Elektroschrott“

Die Max-Fellermeier-Schule in Neuötting.
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Die Max-Fellermeier-Schule in Neuötting.
  • Heinz Seutter
    VonHeinz Seutter
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Zwar wird sie erst zum Start des Schuljahres 2022/23 in Betrieb gehen können, doch der Stadtrat sah sie als nachhaltigere Lösung: Statt zusätzlicher Luftreiniger soll die Max-Fellermeier-Schule in Neuötting eine Belüftungsanlage erhalten.

Neutötting - Der Stadtrat beschloss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig, einen Förderantrag für die Ausstattung der Max-Fellermeier-Grund- und Mittelschule mit Belüftungsanlagen zu stellen und das Ingenieurbüro COPLAN mit den weiteren Planungsschritten zu beauftragen. Im Haushalt des kommenden Jahres sollen dafür etwa 160.000 Euro eingestellt werden. Zuvor war dem Gremium das Ergebnis einer Untersuchung durch Aaron Hirsch als Vertreter des Büros vorgestellt worden. Demnach kann die Stadt eine Förderung von 80 Prozent der Kosten der Maßnahme erwarten. Eine Fertigstellung soll bis zum Beginn des Schuljahres 2022/23 im September 2022 erreicht werden.

Bis dahin bleibt es bei den bisherigen Lösungen zur Luftreinhaltung um das Infektionsrisiko zu senken: Wo möglich, wird regelmäßig gelüftet, andernorts kommen Luftreinigungsgeräte zum Einsatz. Die Grünen-Fraktion zog in der Folge ihren Antrag zur Anschaffung weiterer mobiler Luftreinigungsgeräte zurück. Erster Bürgermeister Peter Haugeneder (SPD) versprach, dass die Verwaltung erneut den Kontakt zu den Trägern der Kindertagesstätten, in Sachen der Anschaffung von Lösungen für die Belüftung dort, suchen würde.

Belüftungsanlagen statt Luftfilter für Grund- und Mittelschule in Neuötting

Reichen einfache Luftfilter oder lohnt die Anschaffung eines ganzen Belüftungssystems, einer sogenannten raumlufttechnischen Anlage (RLT) für den Schulbetrieb? Da es derzeit Förderprogramme von Bund und Freistaat gibt, die bis 80 Prozent der Anschaffungskosten ersetzen, setzen sich viele Gemeinden mit dieser Frage auseinander. Beispielsweise in Aschau am Inn, Heldenstein oder Neumarkt-Sankt Veit. Einfache Luftreiniger sind kostengünstiger in der Anschaffung und schneller installiert. Allerdings betonen Experten, dass sie Lüften nicht ersetzen können. Ein Argument, das wiederum für RLTs angeführt wird ist, dass bei deren Einsatz das Gesundheitsamt eher geneigt ist, weniger Mitschüler der Betroffenen in Quarantäne zu schicken.

Es werde voraussichtlich auf einen Mix aus Stand- und Deckengeräten hinauslaufen, so Planer Hirsch. Die bereits vorhandene Belüftungsanlage der Turnhalle könne außerdem ertüchtigt und dann weiter genutzt werden. Im Detail müsste das nun noch in der weiteren Planung geklärt werden. Dann könnten auch konkrete Aussagen zu den Kosten und der zu erwartenden Förderung gemacht werden. Auf Nachfrage betonte Hirsch, die Belüftungsanlagen hätten auch nach dem Ende der Pandemie noch allerhand Vorteile. „Beispielsweise kann man dadurch bei den Heizkosten sehr viel sparen, da die Luft bereits in der Anlage auf Raumtemperatur gebracht wird und dann nur noch sehr viel weniger durch die Heizung ausgeglichen werden muss.“

„In zwei Jahren wäre alles, was wir dagegen von den Luftfiltern hätten, ein Haufen Elektroschrott“, bemerkte CSU-Fraktionssprecher Klaus Angermaier. Auch Grünen-Fraktionssprecher Martin Ober lobte die Belüftungsanlage als nachhaltigere Lösung. Angermaier regte außerdem an, zu prüfen, ob man beim geplanten Erweiterungsbau der Mittelschule mit der Anlage „andocken“ könne. SPD-Fraktionssprecher Jürgen Gastel wiederum wies darauf hin, dass eine solche Belüftungsanlage weniger störenden Lärm verursachen würde, als dies bei den Luftreinigungsgeräten der Fall sei. Freie Wähler-Stadtrat Konrad Estermaier mahnte, es solle alles getan werden, damit das Projekt so bald, wie möglich zur Umsetzung kommt.

hs

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