Bayerns Wachwechsel in Brüssel

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Neuer Chef für Vertretung – Personalkarussell kurz vor der Siko München/Brüssel – Bayerns Horchposten in Berlin wird neu besetzt.

Zum Jahreswechsel verlässt die Chefin der bayerischen Vertretung in Brüssel, Angelika Schlunck, das schicke Schlösschen inmitten der europäischen Institutionen. Nachfolger soll Michael Hinterdobler werden.

Der Ministerialrat managt bisher in der Staatskanzlei die internationalen Beziehungen unter anderem zu den USA, die durch die NSA-Affäre aktuell erschwert sind. Er hatte zudem schon eine Zeit im kanadischen Quebec verbracht, spricht fließend französisch.

Wechsel auf den hohen Posten sind üblich, das Kabinett hat zugestimmt. Besonders an Schluncks Weggang: Sie ist die letzte Beamtin, die auf Vorschlag der FDP ihren Posten bekommen hatte. Solche „politischen“ Besetzungen gibt es in Bayern offiziell gar nicht. In den Koalitionsverhandlungen 2008 hatte sich der kleine Partner aber das Vorschlagsrecht auf zwei Positionen erstritten – den Chefposten in Brüssel und eine Vize-Regierungssprecherin. Letztere hatte die Staatskanzlei sehr bald nach der Wahl 2013 zu verlassen. Schlunck, die aus dem damals FDP-geführten Bundesjustizministerium gekommen war, wechselt nun ins Bundespräsidialamt zu Joachim Gauck.

Kurz vor der 50. Sicherheitskonferenz in München steht die Staatsregierung damit vor mehreren Abgängen in internationalen Referaten. Auch der erfahrene Protokollchef Axel Bartelt verlässt die Staatskanzlei in Kürze. Er wird Regierungspräsident in der Oberpfalz. Für seine Nachfolge wird Alfred Rührmair genannt, bisher persönlicher Referent des Ministerpräsidenten.  cd

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