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Manchmal wird sogar Spontanität belohnt

Wer bekommt den früheren Impftermin? So wird bei gleicher Priorisierung entschieden

Das Warten auf den Impftermin wirft immer wieder Fragen zur Festlegung der Reihenfolge auf. Wenn gleich priorisierte Personen früher drankommen als man selbst, kann das zu Unmut führen.
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Das Warten auf den Impftermin wirft immer wieder Fragen zur Festlegung der Reihenfolge auf. Wenn gleich priorisierte Personen früher drankommen als man selbst, kann das zu Unmut führen.
  • Max Darga
    VonMax Darga
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Langsamer als von vielen erhofft laufen die Impfungen an. Grundsätzlich ist nachvollziehbar, nach welchen Kriterien die allgemeine Priorisierung erfolgt. Doch wie wird innerhalb von gleich priorisierten Gruppen entschieden, wer zuerst drankommt?

Landkreis - Der Impfstoff als vermeintlicher Lichtblick und potenzieller Weg aus der Pandemie trägt logischerweise viele Streitpunkte mit sich. Besonders wenn es um die gerechte Verteilung geht, kann es schnell zu empfundener Willkür und vermeintlich unfairer Bevorzugung kommen.

Nicht jeder bekommt so schnell einen Termin, wie sie oder er es gerne hätte. Wird dann bemerkt, dass jemand aus derselben Priorisierungsgruppe früher geimpft wurde, fühlen sich manche zu Unrecht hinten angestellt. Zu diesem Thema erreichten die Redaktion bereits diverse Anfragen. Eine Leserin teilte beispielsweise ihren Unmut über lange Wartezeiten mit: „Ich bin seit 12. Januar registriert im Impfzentrum und seit ein paar Wochen in der Arbeit in Rosenheim als Kinderpflegerin.“ Sie gab zusätzlich einen medizinischen Hintergrund an, der Einfluss auf ihre Priorisierung hat. Eine Bekannte der Leserin mit ähnlichem medizinischem Hintergrund soll jedoch, obwohl diese angeblich aktuell in Elternzeit ist, früher einen Impftermin bekommen haben. Wie kommt es zu diesen Fällen und wie wird im Zweifel entschieden, wer zuerst geimpft wird?

Innerhalb von Priorisierungsgruppen kann differenziert werden

Zu Beginn sei angemerkt, dass es sich schwierig gestaltet, spezielle Einzelfälle restlos aufzuklären, da die Umstände und vor allem die gesundheitlichen Details dem Datenschutz unterliegen. Diese Details sind es aber unter anderem, was über einen früheren Impftermin entscheiden könnte. Denn es gibt Möglichkeiten der Differenzierung innerhalb von priorisierten Gruppen.

Das Bundesgesundheitsministerium schreibt zu diesem Thema auf seiner Website, dass „bestimmte Anspruchsberechtigte vorrangig berücksichtigt“ werden können. Dabei kann „auf Grundlage der jeweils vorliegenden infektiologischen Erkenntnisse, der jeweils aktuellen Empfehlung der ständigen Impfkommission (STIKO) und der epidemiologischen Situation vor Ort“ innerhalb einer Priorisierungsgruppe entschieden werden, wer wann einen Termin bekommt. Auch können innerhalb einer Prio-Gruppe „Personen in der Reihenfolge der Geburtsjahrgänge geimpft werden“.

Darüber hinaus wird angemerkt, dass die „effiziente Organisation der Schutzimpfungen“ und die „kurzfristige Vermeidung des Verwurfs von Impfstoffen“ Gründe darstellen, von der vorgegebenen Priorisierung abzuweichen. Demnach kann es vorkommen, dass Spontaneität mit einer Impfung belohnt wird, da bei abgesagten Impfterminen der Impfstoff schon bereitgestellt wird und entsprechend verimpft werden muss. Es kann also sprichwörtlich „eingesprungen“ werden, wenn ein Termin abgesagt wird, damit kein Impfstoff weggeworfen werden muss. Durch diesen Umstand kam auch eine OVB-Reporterin in Mühldorf zu ihrer unverhofft frühen AstraZeneca-Impfung (Plus-Artikel).

So geht‘s: Anmeldung für die Zuteilung eines Impftermins

Bei allgemeinen Fragen rund um das Thema Impfen kann man sich an die Hotline des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) unter 09131/6808 5101 wenden. Die Registrierung erfolgt über die Seite der bayerischen Impfzentren und ist bereits für alle Bürger ungeachtet der Priorisierung möglich. Sobald Termine verfügbar sind und die jeweilige Priorisierungsgruppe an der Reihe ist, werden die registrierten Personen benachrichtigt.

Kontakte der Impfzentren im OVB-Gebiet:

mda

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