Änderungen der Einreise-Quarantäneverordnung

Quarantänepflicht nach Besuch in Österreich? Diese Regeln und Ausnahmen gelten jetzt

Nach der Reise oder dem Shopping-Trip nach Österreich gelten nun neue Regelungen im Zusammenhang mit der Einreise-Quarantäneverordung.
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Nach der Reise oder dem Shopping-Trip nach Österreich gelten nun neue Regelungen im Zusammenhang mit der Einreise-Quarantäneverordung.
  • Max Darga
    vonMax Darga
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Bayern - Nachdem der bayerische Ministerpräsident Markus Söder am 26. November über neue Änderungen der Einreise-Quarantäneverordnung (EQV) gesprochen hatte, stellen sich nun viele Skibegeisterte und Bürger mit Freunden in Österreich eine Frage: Was ist nun erlaubt und wann gelten welche Quarantänebestimmungen? So ist die aktuelle Lage:

  • Die Einreise-Quarantäneverordnung wurde zum 29. November geändert
  • Für viele bayerische Bürger sind dabei noch Fragen offen
  • Grundsätzlich ist eine 10-tägige Quarantäne nach Aufenthalt in Risikogebieten vorgesehen
  • Diese Quarantäne kann aber unter bestimmten Bedingungen wie unter anderem einem negativen Test verkürzt werden
  • In sehr spezifischen Ausnahmen ist auch gar keine Quarantäne nötig

Lange Quarantäne als Ergebnis eines kurzen Ausflugs nach Österreich? Das scheint vielen Bayern etwas hart und war das, was bei vielen von Söders Ansage in der letzten Woche hängen blieb. Auf Anfrage von rosenheim24 erklärt ein Sprecher des bayrischen Ministeriums mit, wie sich die EQV zum 29. November geändert hat und welche Ausnahmen es gibt.

Grundsätzlich sieht die EQV eine 10-tägige Quarantäne für Reiserückkehrer aus Risikogebieten, wie Österreich eines ist, vor. Der Ministeriumssprecher spricht dabei davon, dass „grundsätzlich Personen, die in den Freistaat Bayern einreisen und sich innerhalb von zehn Tagen vor der Einreise in einem vom Robert Koch-Institut veröffentlichten Risikogebiet aufgehalten haben, verpflichtet sind, sich unverzüglich nach der Einreise in zehntägige häusliche Quarantäne zu begeben.“

Unter der Voraussetzung eines negativen Corona-Tests ist jedoch eine Verkürzung möglich. So kann die verpflichtende Quarantäne auf fünf Tage verringert werden, wenn ein negativer Corona-Test vorgelegt wird, der „frühestens fünf Tage nach der Einreise (Anm. d. Red. Einreise zur Rückkehr nach Bayern) vorgenommen wurde“. Das habe den Zeck, dass nur so ausgeschlossen werden könne, eine Ansteckung unerkannt nach Bayern getragen werden kann. Für alle Verkürzungen und Ausnahmen von der Quarantäne, welche „im Einzelfall unbillige Härten“ verhindern sollen, gilt die Voraussetzung, dass die betroffenen Reiserückkehrer frei von Symptomen sind, welche auf eine Corona-Erkrankung hinweisen.

In einem letzten Punkt, der wohl für die meisten Anwohner im grenznahen Gebiet besonders wichtig sein dürfte, geht der Sprecher auf die Ausnahmeregelungen im sogenannten kleinen Grenzverkehr ein. Die Regeln hierbei wurden angepasst.

Personen, die aus einem Risikogebiet zurückkehren, sind von der Quarantänepflicht ausgenommen, wenn sie „sich im Rahmen des Grenzverkehrs mit Nachbarstaaten weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben“. Darüber hinaus darf dieser Grenzverkehr aber nur aus triftigen Reisegründen erfolgen. Diese sind laut dem Sprecher „berufliche, dienstliche, geschäftliche, schulische, medizinische oder familiär bedingte Gründe sowie Besorgungen des täglichen Bedarfs, nicht aber sportliche oder touristische Zwecke“. Der eintägige Ausflug zum Skifahren nach Österreich ohne folgende Quarantänepflicht steht also zunächst nicht zur Debatte, da diese Reise unter sportliche oder touristische Zwecke fallen würde.

Zusammenfassung:

  • Grundsätzlich gilt eine Quarantänepflicht von zehn Tagen nach Rückkehr aus einem Risikogebiet
  • Die Quarantänepflicht kann nach fünf Tagen aufgelöst werden, wenn die betreffende Person einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen kann und frei von Corona-Symptomen ist
  • Für den sogenannten kleinen Grenzverkehr besteht zwar keine Quarantänepflicht, jedoch gelten für ihn genaue Bestimmungen
  • Kleiner Grenzverkehr darf aus triftigen Gründen, wie „beruflichen, dienstlichen, geschäftlichen, schulischen, medizinischen oder familiär bedingten Gründen sowie Besorgungen des täglichen Bedarfs, nicht aber sportlichen oder touristischen Zwecken“, erfolgen

mda

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