„15 Jahre lang hingehalten“

Naturschutzbehörden in Bayern beklagen hohe Arbeitsbelastung - 100 neue Stellen gefordert

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Die Naturschutzbehörden in Bayern fordern mehr Personal.

Die Naturschutzbehörden in Bayern fordern 100 neue Stellen. Sonst sei die Ausführung der Aufgaben in Zukunft unmöglich.

München – Die Naturschutzbehörden in Bayern fordern mehr Personal. Die Arbeitsbelastung habe „ein Ausmaß erreicht, das vielfach einen ordnungsgemäßen Vollzug der gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben unmöglich macht“, heißt es in einer Resolution, die die Arbeitsgemeinschaft der amtlichen Fachreferenten für Naturschutz und Landschaftspflege (AGN) verfasst hat. Sie wurde auf der Mitgliederversammlung in Amberg beschlossen

„Wir haben 15 Jahre lang stillgehalten“, sagt der Vorsitzende Gerhard Grande, der Naturschutz-Beamter im Landratsamt Aichach-Friedberg ist. „Aber wir wurden immer wieder hingehalten.“ Weil derzeit Koalitionsverhandlungen laufen, sei jetzt ein guter Zeitpunkt, Druck zu machen. Während andere Behörden erheblich Stellen bekommen hätten, bestehe bei der Naturschutzbehörden „ein massiver Nachholbedarf“. 

Seit 2002 sei der Personalbestand fast unverändert. Notwendig seien neben acht zugesagten Stellen 50 weitere bei den unteren Naturschutzbehörden, die bei den Landratsämtern und kreisfreien Städten angesiedelt sind. Weitere 50 Stellen seien an anderen Naturschutzverwaltungen notwendig, etwa den Bezirksregierungen und dem Landesamt für Umwelt. Auch müssten Zeitverträge in dauerhafte Stellen umgewandelt werden.

Auch die bayerische Polizei klagte vor kurzem wegen einer zu hohen Arbeitsbelastung. Insgesamt wurden dort rund zwei Millionen Überstunden angehäuft.

dw

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