Es kann richtig teuer werden

Bei Verstoß gegen die strikten Corona-Maßnahmen: Diese Bußgelder drohen!

Ein Schild mit dem zweisprachigen Hinweis „Maskenpflicht - Cover your mouth and nose 10-24h“ ist an einem Laternenpfahl in der Innenstadt befestigt.
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Ein Schild mit dem zweisprachigen Hinweis „Maskenpflicht - Cover your mouth and nose 10-24h“ ist an einem Laternenpfahl in einer deutschen Innenstadt befestigt.
  • Markus Zwigl
    vonMarkus Zwigl
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Bayern - Noch strengere Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperre, flächendeckende Geschäftsschließungen, keine Lockerungen über Silvester und Maskenpflicht: Mit Hilfe eines harten Lockdowns wollen Bund und Länder die Corona-Pandemie angesichts weiter dramatisch steigender Infektionszahlen wieder in den Griff bekommen. Doch welche Strafen drohen, wenn man sich nicht an die Regeln hält?

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt auf hohem Niveau, auch wenn die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) zum Wochenstart wieder vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet haben. Innerhalb eines Tages wurden 16.362 neue Fälle übermittelt, wie das RKI am Montagmorgen bekannt gab. 

Die deutschen Gesundheitsämter meldeten zudem 188 neue Todesfälle binnen 24 Stunden. Vor genau einer Woche hatte dieser Wert bei 147 gelegen. Der bisherige Höchststand von 598 Todesfällen war am Freitag erreicht worden. Aufgrund dieser alarmierenden Zahlen haben sich Bund und Länder auf einen flächendeckenden harten Lockdown ab Mittwoch, 16. Dezember, um 0 Uhr geeinigt.

Polizei soll Corona-Regeln strikt kontrollieren

Im Vordergrund steht hierbei „Kontakte minimieren“, wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder beinahe täglich betont. Deshalb wurden auch die Kontaktbeschränkungen über die Weihnachtsfeiertage und Silvester nochmals verschärft. Zudem gilt in Bayern ab Mittwoch, 14. Dezember, eine Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr - auch an Weihnachten. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist dann nur mit triftigem Grund erlaubt. Des Weiteren gilt auf vielen öffentlichen Plätzen Maskenpflicht.

>>> Überblick: Diese Regeln gelten ab Mittwoch, 16. Dezember, in Bayern <<<

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann kündigte bereits strikte Kontrollen der Maßnahmen durch die Bayerische Polizei an. „Wir forcieren den Kampf gegen das Virus weiter. Das wird uns nur gelingen, wenn sich alle an die Regeln halten“, so der Innenminister. Deshalb werde das auch konsequent kontrolliert - auch mit Unterstützung mehrerer Hundertschaften der Bereitschaftspolizei.

Doch welche Strafen drohen, wenn man gegen diese Auflagen verstößt? OVB24.de hat einen Überblick über den Bußgeldkatalog „Corona-Pandemie“ der bayerischen Staatsregierung erstellt:

Das kosten Corona-Verstöße in Bayern:

  • Ausgangssperre: Auf Straßen nach 21 Uhr ohne triftigen Grund unterwegs: 500 Euro pro Person
  • Kontaktbeschränkung: Treffen mit mehr als fünf Personen oder Treffen mit Personen aus mehr als zwei Haushalten: 150 Euro pro Person
  • Maskenpflicht: Verstoß gegen die Maskenpflicht (Innenstadt, Bus und Bahn etc.) : 250 Euro pro Person
  • Bei Missachtung der Kontaktbeschränkungen und gleichzeitigem Verstoß gegen die Maskenpflicht drohen 400 Euro (150 Euro + 250 Euro).
  • Party: Feiern auf öffentlichen Plätzen: 150 Euro pro Person
  • Veranstaltung/Versammlung: Teilnahme an nicht angemeldeten oder genehmigten Veranstaltungen. Durchführung einer Versammlung ohne Schutz-und Hygienekonzept: 500 Euro für Teilnehmer - 5.000 Euro für Ausrichter
  • Kontaktdaten: Angabe von falschen Kontaktdaten (Bei der Ermittlung von Kontaktpersonen im Falle einer Infektion): 250 Euro
  • Sport: Sport treiben entgegen den Bestimmungen oder das Benutzen von Sportanlagen: 150 Euro
  • Groß-und Einzelhandel/ Dienstleister: Kein Schutz-oder Hygienekonzept, keine Gewährleistung des Mindestabstands oder Personal ohne Masken. Betreiben oder Durchführung von untersagten Angeboten: 5.000 Euro
  • Gastronomie: Restaurants, die nicht nur Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbieten: 5.000 Euro
  • Touristische Angebote: Das Anbieten von touristischen Führungen etc. trotz Verbot: 5.000 Euro
  • Hotel, Schullandheim etc.: Übernachtungsangebote für nicht glaubhaft notwendige, insbesondere für berufliche und geschäftliche Zwecke: 5.000 Euro.

mz

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