Baurecht für ganze zweite Stammstrecke

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München – Mehr als einen Monat nach den letzten Prozessen um den Bau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke in München gibt es nun für die gesamte Strecke gültiges Baurecht.

Im Februar hatten sich Anwohner und die Deutsche Bahn auf Vergleiche geeinigt. Dafür bestand aber noch eine Widerrufsfrist bis Ende März. Von Seiten der Kläger sei jetzt bestätigt worden, dass sie davon keinen Gebrauch machen werden, teilte Bayerns Bau- und Verkehrsministerin Ilse Aigner (CSU) am Freitag mit. Damit seien die letzten Streitigkeiten beigelegt.

„Die Deutsche Bahn kann nun auch im östlichen Planfeststellungsabschnitt von der Isar bis zum Leuchtenbergring mit den Bauarbeiten starten“, sagte Aigner. Anwohner und eine Gemeinschaft von Wohnungseigentümern hatten vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof unter anderem wegen unzureichenden Schutzes vor Lärm in der Bauphase im Ostabschnitt geklagt. Sie erwirkten in zwei Vergleichen einen aktiven Schallschutz beziehungsweise die Zusage, bestimmte Innenraumpegel einzuhalten.

In Dutzenden Verfahren hatten sich Anwohner und Gegner gegen das Projekt gewehrt, teils wurde das Eisenbahn-Bundesamt zu Schutzauflagen verpflichtet. Zu einem von Gegnern gewünschtem Stopp des Mega-Projekts führten die Prozesse nicht.

Nach jahrelanger Planung hatte im April 2017 der Bau begonnen. Das rund vier Milliarden Euro teure größte Schienenprojekt des Freistaats soll die Kapazitäten der überlasteten Strecke durch die Innenstadt fast verdoppeln.  dpa

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