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Filialen geschlossen

Banken in den Kreisen Rosenheim und Mühldorf wollen nicht alle Leistungen an jedem Ort anbieten

Nur noch Selbstbedienung: Die Sparkassen-Filiale an der Innstraße in Rosenheim bleibt zwar bestehen, jedoch ohne Personal. Aktuell wird das gesamte Gebäude saniert, die Filiale ist aber erreichbar.
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Nur noch Selbstbedienung: Die Sparkassen-Filiale an der Innstraße in Rosenheim bleibt zwar bestehen, jedoch ohne Personal. Aktuell wird das gesamte Gebäude saniert, die Filiale ist aber erreichbar.
  • Jens Kirschner
    VonJens Kirschner
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Der Trend geht in Richtung Online-Banking. Wohl auch deswegen prognostizieren Wirtschaftsberater, dass die Banken in Europa ihr Filialnetz zunehmend ausdünnen. Doch bei den hiesigen Banken zeichnet sich dieses Bild nur zum Teil ab.

Rosenheim – Die Unternehmensberatung Price Waterhouse Coopers hat in einer jüngst veröffentlichten Studie eine europaweite Schließungswelle bei Banken prognostiziert. Bis zu 40 Prozent der Zweigstellen könnten wegfallen, lautet die Vorhersage. Bei den Banken in der Region gibt es zumindest keine akuten Pläne, weitere Filialen zu schließen, wie es auf Nachfrage der OVB-Heimatzeitungen heißt.

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Die Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling bezieht sich auf das Kundenverhalten, wenn es um die Frage geht, welche Filialen künftig fortbestehen oder nicht. Das entscheidende für die Banker sei die Fortentwicklung der Digitalisierung und ob Kunden künftig verstärkt auf digitale Angebote setzen.

Integration der Geschäftsstellen

„Dabei ist unsere Prämisse, dass wir mit unserem Service- und Beratungsangebot überall mit kurzen Distanzen – sowohl online als auch stationär und selbstverständlich telefonisch – erreichbar sind“, antwortet die Bank auf Anfrage, ob sie plant, in den kommenden Jahren Filialen zu schließen.

Kundenströme beobachten

Als Beispiel nannte die Sprecherin die Integration der Geschäftsstellen Innstraße in Rosenheim und Willinger Straße in Bad Aibling in die jeweilige Kundenbetreuung der Hauptstellen in Rosenheim und Bad Aibling, die zum 1. Juli erfolgt ist. „An den bisherigen Standorten sind wir mit Selbstbedienungsbereichen weiterhin präsent. Dadurch bleiben wir in der Nähe der Kunden und reagieren auf den beobachteten Rückgang der Kundenbesuche.

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Ob sich der Trend zur Digitalisierung weiterhin beschleunige oder sich das Kundenverhalten „nach Corona“ wieder ändere, sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar. Deshalb beobachte die Bank weiterhin die Kundenströme und –frequenzen, wie es seitens der Sparkasse heißt. Das aktuelle Filialnetz der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling umfasst 41 Geschäftsstellen.

Flächendeckend vertreten mit weniger Filialen

Auch die Commerzbank plant aufgrund des veränderten Kundenverhaltens hin zum digitalen Bankgeschäft in den nächsten zwei Jahren in Deutschland 340 Filialen zu schließen, wie das Institut auf Anfrage schildert. Mit 450 Filialen will sie 2024 bundesweit „flächendeckend“ vertreten sein. In der Region betreibt das Kreditinstitut Filialen in Traunstein und Rosenheim, wo derzeit noch alle Bankdienstleistungen angeboten würden. Die Commerzbank-Filiale in Rosenheim soll auch weiterhin erhalten bleiben, wie das Institut kürzlich mitteilte.

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„Wie halten nach wie vor an einem dichten Filialnetz fest“, antwortet ein Sprecher der „meine Volksbank Raiffeisenbank“ mit Sitz in Rosenheim auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. Das genossenschaftliche Geldhaus macht jedoch wie seine Mitbewerber die Ausgestaltung dieser Filialen davon abhängig, welche Dienste nachgefragt werden.

Zusammenlegungen teils schon erfolgt

Derzeit unterhält die Bank eigenen Angaben zufolge 86 Filialen – 34 davon als reine SB-Filiale – in ihrem Geschäftsgebiet, das die Landkreise Rosenheim, Mühldorf, Altötting, Traunstein, Miesbach und München umfasst.

Die Hypovereinsbank wiederum schildert, dass sie seit sechs Jahren ihr Zweigstellennetz konsolidiere und bereits einen Großteil ihrer Filialen zusammengelegt habe. Weitere Schließungen seien nicht geplant. Während viele Wettbewerber erst jetzt Standorte schlössen, habe die Hypovereinsbank ihre Hausaufgaben schon in den vergangenen Jahren erledigt.

Beratungsplätze mit Videotechnik

In der Region ist das Institut noch mit fünf Filialen vertreten, darunter in Rosenheim, Wasserburg und Bad Aibling.

Auch die Hypovereinsbank stellt die Weichen auf Digitalisierung: Dokumente würden papierlos verschickt, jeder Beratungsplatz sei mit Videotechnik ausgestattet, Prozesse habe man verschlankt. Darunter den Aufwand für die Eröffnung eines Girokontos. Die klassische Filiale mit vollem Service braucht es aus Sicht eines Unternehmenssprechers längst nicht mehr. An den verbliebenen Standorten wolle man sich auf die Beratung konzentrieren. Standards wie Überweisungen indes könnten auch über „andere Kanäle“ laufen.

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Das Ende vom Lied sei die „Omni-Kanal-Bank“, an die sich die Kunden persönlich, telefonisch oder eben über das Internet wenden könnten, so der Sprecher der Hypovereinsbank.

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