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Bereits bebaute Flächen müssen weichen

Stadtrat ändert Vorschlag: Wieder neuer Standort für Klinik-Neubau in Bad Reichenhall

Kreisklinik Bad Reichenhall
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Der bisherige Standort an der Riedelstraße in Bad Reichenhall wird den Verantwortlichen zu klein. Die Kreisklinik soll an einem anderen Standort neu aufgebaut werden.
  • Christina Eisenberger
    VonChristina Eisenberger
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Eigentlich gab es bereits einen Vorschlag für den Klinik-Neubau in Bad Reichenhall. Doch die Kritikpunkte waren scheinbar zu groß. Wenn es nach dem Stadtrat geht, soll das Klinikum nun an ganz anderer Stelle gebaut werden.

Bad Reichenhall - Eigentlich hatte der Stadtrat als Standort für den Ersatzneubau des Klinikums den Bereich des jetzigen Landratsamts an der Salzburger Straße vorgeschlagen. Dieser Standort ist jetzt wohl endgültig Geschichte. Aus den Kreistagsfraktionen kamen offenbar kaum positive Signale, man könne deshalb nicht mit einer Mehrheit im Kreistag rechnen, erklärt Oberbürgermeister Lung in der Stadtratssitzung am Dienstagabend (21. September).

Neuen Standort vorgeschlagen

Doch die Stadt will weiterhin Klinikstandort bleiben. Deswegen gibt es jetzt einen neuen Vorschlag: Jenseits der RupertusTherme von der Kurfürstenstraße bis zum Hammerschmiedweg soll der neue Klinikstandort entstehen. In Abstimmung mit den Fraktionssprechern habe man „sämtliche in Frage kommende Grundstücke im Stadtgebiet beleuchtet und analysiert“, erklärt der Oberbürgermeister. So sei man auf das neue Gelände gekommen. Derzeit befinde sich dort jedoch noch neben einer größeren freien Wiesenfläche auch das Freizeitgelände Nonner Au und ein Wohnmobilstellplatz.

Parkhaus und Erweiterungsflächen

Das angebotene Gelände besteht aus mehreren Bereichen. Zum einen eine Fläche mit 39.500 m², bestehend aus der Wiesenfläche mit Freizeitgelände und Wohnmobilplatz, die sich verkehrlich über die Loferer Straße / Hammerschmiedweg erschließen lasse. Weiters sei die Stadt dazu bereit, als Standort für ein künftiges Parkhaus den rund 6.800 m² großen bestehenden Pendlerparkplatz an der Kurfürstenstraße einzubringen. Und zum Anderen könne man zusätzliche Erweiterungsflächen nutzen mit insgesamt 5.500 m² Fläche. Diese seien über die B20 oder mit dem ÖPNV erreichbar.

Der Standort erweise sich auch ideal, weil er in unmittelbarer Nähe zum bestehenden Krankenhaus sei, erklärt Oberbürgermeister Lung. Die bestehenden Arbeitswege für das Personal würden sich kaum ändern und zusätzlich bestünde für die Kliniken Südostbayern AG die Möglichkeit, das alte Krankenhausgelände für Wohnungen für das eigene Personal zu nutzen. Die Innenstadtlage könne sich auch positiv auf die Personalgewinnung auswirken.

Was passiert mit dem Freizeitgelände und dem Wohnmobilparkplatz?

Ausschließlich über städtische Flächen könne man hier ein „bestens geeignetes Areal“ zur Verfügung stellen. Man sei selbstverständlich im Austausch sowohl mit dem Landkreis als auch mit den Kliniken Südostbayern AG und den politischen Vertretern im Kreistag, so Oberbürgermeister Lung. „Wir haben uns bemüht, die Kritikpunkte, die beim vorherigen Vorschlag aufgebracht wurden, aufzulösen.“ Insbesondere ging es hierbei auch um das Eigentumsverhältnis der angebotenen Flächen. Mit einem hundertprozentigen Eigentumsverhältnis der neu angebotenen Flächen sei somit der Kritikpunkt aufgelöst. Man habe sich auch Gedanken gemacht, was mit dem Freizeitgelände und dem Wohnmobilstellplatz passieren soll. „Es wird künftig beides geben“, man werde eine andere Stelle als Ersatz suchen. Doch eins sei klar: „Für uns alle in diesem Gremium hat das Klinikum Priorität. Ein solches Klinikum gehört in die große Kreisstadt“, erklärt Oberbürgermeister Lung.

„Bad Reichenhall braucht ein Krankenhaus“

Man sei mittlerweile beim dritten Vorschlag in der Geschichte der Krankenhausweiterentwicklung, die ja bereits fünf bis sechs Jahre alt sei, erklärt Martin Schoberth (CSU). Damals sei man leider zu dem Entschluss gekommen, dass eine Sanierung am jetzigen Standort nicht sinnvoll sei. Bad Reichenhall sei aber auf alle Fälle prädestiniert, das Krankenhaus zu bekommen, wenn man das Grundstück dazu liefere. „Bad Reichenhall braucht ein Krankenhaus. Es muss in die Mitte des Landkreises“, erklärt Schoberth. Das Positive an dem neuen Standort sei, dass man das rote Kreuz und die Bergwacht in der Nähe habe. Auch für die strengen Anforderungen der Helikopterversorgung scheine es geeignet, so Schoberth.

Friedrich Hötzendorfer (FWG) betonte, dass der neue Standort außerdem nicht hochwassergefährdet sei. Zusätzlich werde auch das Bett der Saalach in diesem Bereich durch das Wasserwirtschaftsamt ausgeweitet. Dann werde die Hochwassersituation sogar noch entspannter.

Manfred Hofmeister von der Bürgerliste Bad Reichenhall erklärte, dass Bad Reichenhall eine Gesundheitsstadt sei und es nur logisch sei, dass man hier auch die Kreisklinik habe. „Die dazugehörige Infrastruktur und die Einbettung in die Stadtplanung ist gewährleistet.“

Mit dem vorliegenden Vorschlag habe man alle Anforderungen geschaffen, die teils gar nicht so leicht zu erfüllen seien, so Oberbürgermeister Lung. „Mich freut diese große Einigkeit im Stadtrat und die zeigt auch, dass wir bereit sind, uns aktiv einzubringen und viel dafür zu tun, dass uns das Klinikum erhalten bleibt.“ Der Stadtrat hat den neuen Standort gegenüber der RupertusTherme einstimmig beschlossen.

ce

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