DIE POLIZEI GEHT VON POLITISCH MOTIVIERTEN TÄTERN AUS DEM LINKEN SPEKTRUM AUS – SEHR HOHER SACHSCHADEN

80 Autos und 20 Wände beschmiert

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Mit rotem und schwarzem Sprühlack beschädigten die Unbekannten den weißen Porsche. Foto: Stefanie Wegele

„Sterbt Yuppies“, „Tod allen Yuppies“, „Tod dem Kapital“ – Parolen wie diese haben Unbekannte in der Nacht auf Samstag an Hauswände und Fahrzeuge im Münchner Stadtgebiet geschmiert.

Daneben malten sie meist Hammer und Sichel, das bekannteste und verbreitetste Symbol des Kommunismus. Betroffen sind rund 80 Fahrzeuge und 20 Hauswände vor allem in Thalkirchen, Obersendling, Forstenried, Fürstenried und Solln.

„Wir dachten zuerst schon, dass es jemand speziell auf unser Auto abgesehen hat“, sagen Martina und Karl-Heinz B. Auf ihrem weißen Porsche steht in großen roten Buchstaben „Yuppie“. Verwendet wurde für die Graffiti offenbar roter Sprühlack. Auf der Motorhaube steht in schwarzer Schrift „Burn“. Fast sieht es aus wie ein Brandzeichen, als habe jemand mit einem Feuerzeug nachgeholfen. Die Täter suchten sich offenbar vor allem große, weiße Autos und Wohnmobile – Fahrzeuge, die darauf schließen lassen, dass die Besitzer Geld haben. Die Polizei geht davon aus, dass politisch motivierte Täter aus dem linken Spektrum die Schmierschriften anbrachten. Der Schaden an Autos und Fahrzeugen ist immens hoch – genau kann ihn die Polizei nicht beziffern. Die Münchner Kriminalpolizei – das K 43, zuständig für politisch motivierte Kriminalität (Links) – nahm sofort die Ermittlungen auf. Die Polizei sucht Zeugen, die in den Straßenzügen Begasweg, Humpelstraße, Pöckinger Straße, Maxhofstraße und Mindel-heimer Straße etwas Verdächtiges bemerkt haben. Hinweise an die Nummer 089/29 10-0.

Erst vor zwei Wochen wurden in Denning ebenfalls etwa 100 Fahrzeuge und Hauswände mit ähnlichen Parolen beschmiert. Dort waren hellgrüner und gelber Sprühlack verwendet worden. Auf Hauswänden und Autos stand „Yuppie“, „FCK COPS“, „KILL NZS“, daneben Wellenlinien und Hammer mit Sichel. Die Polizei prüft einen Zusammenhang. S. WEGELE

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