Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Ausgeschäumt

Brauerei nimmt „Grenzzaun Halbe“ vom Markt. Straubing – Die Straubinger Brauerei Röhrl hat ihre umstrittene „Grenzzaun Halbe“ vom Markt genommen.

In einer Stellungnahme auf der Homepage des Unternehmens heißt es, man habe mit dem Produkt Gefühle verletzt, das „war nicht unsere Absicht“. Es sei die „einzig richtige Entscheidung“, das Bier ab sofort nicht mehr zu verkaufen.

Gleichzeitig betont das Unternehmen nachdrücklich, mit fremdenfeindlichem Gedankengut nichts zu tun zu haben. „Dass man uns als rechtsradikal betitelt, weil wir die Flasche für 80 Cent plus Pfand verkaufen, hat uns schockiert. So böse können wir gar nicht denken.“ Ziel sei es gewesen, an bayerische Werte und Traditionen zu erinnern, die genauso schützenswert seien wie Menschen auf der Flucht.

Vergangene Woche war die Debatte hochgekocht (wir berichteten). Kritiker störten sich nicht nur an dem Namen des Biers, der auf die Situation der Flüchtlinge an den Grenzen anspielt, sondern auch an der Gestaltung der Flasche. Der Name war in altdeutscher Frakturschrift gedruckt, als Haltbarkeitsdatum war der 9.11. angegeben, der Jahrestag der Reichspogromnacht. Außerdem kostete das Bier, inklusive Pfand, 88 Cent – in rechten Kreisen ein Zahlencode für „Heil Hitler“.

Röhrl-Chef Frank Sillner sagte unserer Zeitung, all das sei ihm nicht aufgefallen, er habe sich „etwas blauäugig“ verhalten. Im Internet erntete die Brauerei trotzdem böse Reaktionen. Das Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz entschied sogar, keine Röhrl-Produkte mehr nachzukaufen, nachdem Studenten der Uni Regensburg gegen das Bier protestiert hatten. Wie das Portal regensburg-digital.de berichtet, droht auch dem Labertaler-Konzern, zu dem Röhrl gehört, ein Imageschaden. Erste Kneipen hatten angekündigt, dessen Getränke aus dem Sortiment zu nehmen. Marcus Mäckler

Kommentare