„Aufstehen, Paula!“ Das quakte meine Entenfreundin Agnes neulich frühmorgens.

„Aufstehen, Paula!“ Das quakte meine Entenfreundin Agnes neulich frühmorgens.

„Hast du vergessen, dass wir verabredet sind?“, schnatterte sie. „Wir wollten uns mit Waschbär Waldemar treffen, um diesen Künstler im Dorf zu besuchen.“ Wir flatterten los und wenig später landeten wir vor dem Haus. Waldemar wartete schon. „Er ist nicht da. In der Einfahrt steht kein Auto“, brummte er. „Umso besser“, quakte Agnes und watschelte zu den Rundbogenfenstern des „Ateliers“. So nennt man den Raum, in dem Künstler ihre Werke herstellen. Beim Blick durchs Fenster bemerkte ich ein Gerät. „Das ist eine Druckpresse“, quakte Agnes. „Schaut, da auf dem Tisch sind einige Radierungen.“ Ich hatte die Bilder darauf für Zeichnungen gehalten. „Hat der Zweibeiner die mit einem Radiergummi gemacht?“, fragte Waldemar. Agnes schüttelte den Kopf. „Eine Radierung ist eine Drucktechnik. Mit einem Radiergummi hat das nichts zu tun.“ Der Begriff stammt von dem lateinischen Wort „radere“. Das bedeutete „kratzen“ oder „schaben“. Man ätzt dabei mit einer Säure Linien und Punkte in eine Metallplatte. Auf die macht man dann Farbe – und drückt sie mit einer Druckpresse auf feuchtes Papier. Das kann man öfter tun – und bekommt so mehrere Bilder. Eure Paula

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