Aufgeregt kam Waschbär Waldemar gestern zu Ente Agnes und mir gelaufen.

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Aufgeregt kam Waschbär Waldemar gestern zu Ente Agnes und mir gelaufen.

„Ihr werdet nicht glauben, was ich im Wald entdeckt habe“, brummte er. „Da war ein Erdloch voller Blindschleichen.“ Agnes hob erschrocken die Flügel. „Ich hoffe, du hast sie in Ruhe gelassen“, quakte sie – und schnatterte uns, dass es für Blindschleichen normal ist, sich im Winter, oft zu mehreren, in Erdlöchern zu verstecken. „Dort warten sie auf den Frühling“, quakte Agnes. Anders als ihr Menschen fällt und steigt die Körpertemperatur einer Blindschleiche mit der Temperatur um sie herum. Wird es im Winter kalt, fallen die Tiere in Kältestarre. Sie können sich nicht mehr bewegen. Auch darum ziehen sie sich in schützende Erdlöcher zurück. „Keine Sorge, ich habe den Kleinen doch nichts getan“, brummte Waldemar. „Ich war nur neugierig. Sind Blindschleichen eigentlich blind?“ Agnes rückte ihre Brille zurecht. „Aber nein!“, schnatterte sie. „Blindschleichen sind weder blind, noch gehören sie zu den Schlangen, wie viele Leute meinen.“ Es handle sich um kleine Echsen, die man auch Schleichen nennt. Ihr Name leitet sich von einem althochdeutschen Wort ab, das so viel wie „blenden“ oder „blinken“ bedeutet – die Tiere glänzen nämlich in der Sonne. Eure Paula

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