Aufgeregt kam Karpfen Franz-Josef gestern nah ans Ufer geschwommen.

Aufgeregt kam Karpfen Franz-Josef gestern nah ans Ufer geschwommen.

Wir Enten standen dort gerade schnatternd zusammen. „Habt’s g’hört?“, blubberte uns Franz-Josef zu. „A Verwandter von mir werd Fisch des Jahres 2020.“ Ente Agnes war ungläubig. „Ein Spiegelkarpfen als Fisch des Jahres?“, quakte sie. „Du Krampfhenna“, blubberte Franz-Josef. „I blubber von da Nosn.“ Wir Enten dachten erst, wir hätten Franz-Josef falsch verstanden. „Eine Nase? Das ist doch ein Körperteil“, schnatterte meine Entenfreundin Klara. Doch wie sich herausstellte, gibt es auch einen Fisch, der so heißt: Benannt ist er nach einem Aufsatz auf seiner Oberlippe. Damit sieht der Fisch aus, als hätte er eine Nase. Diese Fische haben es aber nicht leicht. Sie sind selten geworden. Früher lebten sie in vielen Flüssen, in denen es einen kiesigen Grund und viele Steine gab. Darauf wachsen nämlich Algen – und die weiden die Nasen ab. Heute gibt es aber in vielen Flüssen Wehre und andere Bauten, die den Fischen den Weg zu ihren Laichplätzen in Seitenbächen versperren, in denen sie Eier ablegen und so für die nächste Fischgeneration sorgen. Franz-Josef ist übrigens nur entfernt mit den Nasen verwandt: Beide gehören zur Ordnung, also der Tiergruppe, der „Karpfenartigen“. Eure Paula

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