Aufgeregt hockte Hermine auf dem umgestürzten Bau...

Aufgeregt hockte Hermine auf dem umgestürzten Baumstamm, in den sie ihr Nest genagt hatte: Das war ein Tunnel, der tief in das Holz hinein führt – so, wie das Holzbienen mögen.

Aufgeregt hockte Hermine auf dem umgestürzten Baumstamm, in den sie ihr Nest genagt hatte: Das war ein Tunnel, der tief in das Holz hinein führt – so, wie das Holzbienen mögen.Die Arbeit lag schon einige Zeit zurück. Im Frühjahr suchen Holzbienendamen einen guten Platz für ihr Nest. Hermine hatte ihres in einen Stamm gebaut, auf den jetzt im Sommer oft die Sonne brannte. „Wir Holzbienen mögen es warm. Ganz besonders die Kleinen“, brummte sie und schaute dabei immer wieder zum Eingang ihres Baumnestes. „Ich will auf keinen Fall verpassen, wie mein Bienenkind flügge wird“, erklärte sie mir. „Im Juli ist es normalerweise so weit.“ Eigentlich müsste sich Hermine um den Nachwuchs aber gar nicht sorgen. Im Frühjahr hat sie nämlich erst Blütenpollen in den Nistplatz geschafft und dann ein Ei darin abgelegt. „Das Kleine braucht schließlich was zu futtern, darum habe ich ihm einen Vorrat im Nest gelassen“, erklärte sie mir. Aus dem Ei ist schon vor Wochen eine Larve geworden, die dann nach und nach herangewachsen ist. „Das Kleine hat sich schon verpuppt“, brummte mir Hermine. „Schon bald wird hier ein Bienenkind am See herumfliegen. Ich bin ja so nervös! Aber jetzt muss ich schnell süßen Nektar suchen. Passt du kurz für mich auf?“ Eure Paula

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