Am Aschermittwoch ist alles vorbei, quakt man.

Am Aschermittwoch ist alles vorbei, quakt man. Doch auf das Feiern folgt das Fasten – und auch da wollten wir Enten uns diesmal nicht lumpen lassen.

„Auf etwas zu verzichten, hat noch nie jemandem geschadet“, quakte meine Freundin Agnes. „Im Gegenteil: Wenn man etwas eine Zeit lang nicht mehr hat, weiß man es danach umso mehr zu schätzen.“ Denn eines war uns Enten klar: Auf unser normales Futter würden wir nicht verzichten – „sonst sind wir am Ende nur noch Federn, Haut und Röhrenknochen“, quakte Agnes. „Wir müssen uns was anderes einfallen lassen.“ Wir beschlossen daher, auf die Brotbrocken, die uns die Zweibeiner oft bringen, bis Ostern zu verzichten. „Die sind sowieso für uns Enten nicht gesund“, quakte Agnes. Klara und ich nickten – obwohl wir wussten, dass uns das schwerfallen wird. „Sonst wäre es aber kein Fastenopfer“, schnatterte Agnes. „Also, ich werde euch bis Ostern nicht mehr auf den Flügel nehmen“, krächzte Waldkauz Ulrich. Waschbär Waldemar versprach, seine Beutezüge im Dorf auf nur noch zwei Mal pro Woche zu begrenzen. Nur die Biberin wollte auf gar nichts verzichten. „Meine Vorfahren haben in der Fastenzeit schon genug gelitten“, sagte sie. Ihr wollt wissen, warum? Das verrate ich morgen. Eure Paula

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