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Arbeitslos in die Fastenzeit

Zwei Drittel der Gymnasialreferendare stehen nach den Faschingsferien auf der Straße. Auch der Bayerische Philologenverband zeigt sich frustriert.

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Zwei Drittel der Gymnasialreferendare stehen nach den Faschingsferien auf der Straße. Auch der Bayerische Philologenverband zeigt sich frustriert.

München – Mit der Vergabe der Zeugnisse an den bayerischen Gymnasien am Freitag wurden Schüler und Lehrer in die Faschingsferien entlassen. Zwei Drittel der Referendare, die ihre zweijährige Ausbildung abgeschlossen haben, kehren zum neuen Halbjahr nicht an die Schule zurück, weil sie keine Stelle bekommen haben. „Sie fallen in das Loch der Perspektivlosigkeit – und das sogar mit Bestnoten“, kommentiert Lisa Fuchs, Vorsitzende der Referendar- und Jungphilologenvertretung (rjv) im Bayerischen Philologenverband, die Einstellungszahlen.

Das Kultusministerium hatte am Donnerstag bekannt gegeben, dass von 720 Bewerbern um eine Stelle im staatlichen Schuldienst nur 235 ein Einstellungsangebot erhalten haben. Auffällig ist laut rjv, dass selbst ehemalige „Mangelfächer“ wie Mathematik, Biologie oder Latein längst keine Jobgarantie mehr verheißen: Nicht einmal zwei Drittel aller Mathematiker seien eingestellt worden, und das, obwohl Lehrermangel in den sogenannten MINT-Fächern beklagt werde.

Referendare müssten zudem noch immer den Unterrichtsausfall decken, obwohl sie in der Ausbildung seien, sagte Lisa Fuchs. Und das trotz der laut Ministerium durchgeführten Rücknahme des eigenverantwortlichen Unterrichts. Das zeige sich vor allem im Zweigschuleinsatz. Obwohl nur elf Unterrichtswochenstunden für die Ausbildung verpflichtend seien, würden fast alle Referendare bis zum Höchstmaß von 17 Stunden als Aushilfe eingesetzt, weil sie den Staat billiger kämen als vollständig ausgebildete Lehrkräfte.

„Die Politik möchte die Inklusion vorantreiben, das Ganztagesschulangebot ausweiten und die Mittelstufe Plus einführen – das ist ohne neue Stellen nicht möglich, die Kollegen sind jetzt schon an der Belastungsgrenze“, so die rjv-Vorsitzende. „Die motivierten und guten Leute wären da, man muss sie nur einstellen.“  mm

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