SÜDAMERIKANISCHE BANDE SOLL TAUSENDE EURO ERGAUNERT HABEN

Der Apotheken-Schreck

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München – Es war eine besonders dreiste Masche, mit der die fünf Südamerikaner laut Staatsanwaltschaft bei diversen Apotheken und Geschäften im Münchner Umland tausende Euro ergaunerten.

Bei ihrer Diebestour betrat die mutmaßliche Bande demnach zunächst gemeinsam den Verkaufsraum. Dann habe einer der Angeklagten so getan, als sei er geistig behindert.

Einer der jungen Männer, Manuel S., habe dann einen Gummiball über den Kassentresen oder in die Büroräume der Opfer geworfen – während andere aus der Gruppe den Verkäufer ablenkten, sei ein weiteres Bandenmitglied dem Ball nachgelaufen. Dabei habe er mehrfach Bargeld aus einer der Kassen genommen.

Seit dieser Woche muss sich das Quintett nun unter anderem wegen des Vorwurfs des Bandendiebstahls vor dem Landgericht München verantworten. Laut Staatsanwaltschaft nutzten die vier Männer und eine Frau im Jahr 2016 die Gutmütigkeit von einer Vielzahl Geschäftsleuten aus – allein in Apotheken in Geretsried (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) und Holzkirchen (Kreis Miesbach) soll die Bande mit ihrem Trick 9000 Euro erbeutet haben – in einem Laden in Kiefersfelden (Kreis Rosenheim) über 6000 Euro.

Zudem sollen die Beschuldigten in zahlreiche Häuser im Münchner Umland eingebrochen sein – etwa in Grünwald, Pullach und Oberhaching (alle Kreis München) sowie Alling (Kreis Fürstenfeldbruck). Allein bei einem Einbruch in Sauerlach (Kreis München) sollen sie so Schmuck und Bargeld im Wert von gut 30 000 Euro erbeutet haben.

Die mutmaßlichen Täter waren wohl im Frühjahr 2016 mit vielen Hoffnungen nachBayern gekommen: Damals war wegen der vielen ankommenden Flüchtlinge die Grenze kaum kontrolliert worden. Spätestens dort sollen sie auf die schiefe Bahn geraten sein. tobias lill

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