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Ukraine-Krieg:

Anti-Kriegsdemo in München mit 45.000 Teilnehmern: „Jetzt sind wir alle Ukrainer“

Ein Zeichen für den Frieden: 45.000 Münchner waren am Mittwochabend zu der  Kundgebung auf den Königsplatz gekommen.
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Ein Zeichen für den Frieden: 45.000 Münchner waren am Mittwochabend zu der Kundgebung auf den Königsplatz gekommen.
  • Claudia Schuri
    VonClaudia Schuri
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München steht auf für den Frieden: Der Königsplatz erstrahlte am Mittwochabend in blau-gelb – den Landesfarben der Ukraine. Gut 45.000 Personen waren zu der großen Friedens-Demonstration unter dem Motto „Frieden in Europa und Solidarität mit der Ukraine“ gekommen. 

Die Polizei musste wegen Überfüllung sogar die U-Bahnstation absperren. Rund 500 Polizisten waren im Einsatz, die Veranstaltung verlief friedlich.

Während normalerweise Konkurrenzkämpfe und Parteistreits den politischen Aschermittwoch prägen, setzten dieses Jahr die großen Parteien ein gemeinsames Zeichen gegen den Krieg der Ukraine. Mit Ausnahme der AfD waren alle bei der Kundgebung am Königsplatz vertreten. Auch Vereine, Verbände und Religionsgemeinschaften beteiligten sich an dem Protest. „Wir werden unter keinen Umständen einen nicht provozierten Angriffskrieg in Europa akzeptieren, niemals“, betonte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). „Wir sind heute alle Ukrainer.“

Unter den Teilnehmern der Friedensdemo (von links): Hubert Aiwanger, US-Generalkonsul Timothy Liston und Markus Söder

Auch sein Stellvertreter, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW), forderte: „Dieser Wahnsinn muss gestoppt werden! Putin, nimm deine Panzer und fahr nach Hause.“ Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter sprach ebenfalls von einem menschenverachtenden und völkerrechtlichen Krieg gegen friedliche Bürger. „Ich bin fassungslos“, sagte er. „Niemals hätte ich gedacht, dass mich einmal meine Enkel fragen, ob die Panzer auch zu uns nach München kommen.“ Die militärische Invasion Russlands sei ein „eklatanter Bruch des Völkerrechts“. Reiter erklärte, München sei bereit, kurzfristig Geflüchtete aus der Ukraine aufzunehmen. „Wir helfen allen Menschen, die von Krieg und Flucht betroffen sind“, betonte er. „Immer, und wenn es notwendig ist, immer wieder.“ Die Stadt stehe an der Seite der Bürger in der Ukraine und der Partnerstadt Kiew.

Unter den Demonstranten waren auch einige Münchner mit ukrainischen Wurzeln. So zum Beispiel Sascha Pavlenko. „Die Bomben treffen die Infrastruktur und alles“, sagte der 24-Jährige. Viele seiner Bekannten und Verwandten sind gerade in der Ukraine. „Die Nato muss konsequent bleiben“, fordert er. Auch Lisa Kurcsar ist zum Königsplatz gekommen. Sie stammt ursprünglich aus Russland und betont: „Ich habe viele Freunde in der Ukraine und unterstützte diese Politik nicht. Auch viele Russen leiden unter dem Regime.“

Der Generalkonsul der Ukraine, Yarmilko Yuriy, wandte sich am an die Demonstranten. Dieser Auftritt am Königsplatz sei vermutlich der schwierigste für ihn in seinem Leben, sagte er. Yuriy forderte die vollständige internationale Isolation Russlands. Die Ukrainer seien überzeugte Europäer, betonte er und kündigte an: „Wir kämpfen weiter. Es lebe die Solidarität! Es lebe die freie, unabhängige Ukraine.“

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