Ergebnisse der Tests negativ: In Ampfing wird doch kein Erdöl gefördert

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Im Erdölhorizont im Ostteil der Lagerstätte erwartet RDG nun doch keine wirtschaftliche Förderung. Das verkündet das Energie-Unternehmen in einer Pressemitteilung. 

Update 17 Uhr: 

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Kein Erdöl in Ampfing: Warum das Projekt geplatzt ist

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Ampfing – Nach ersten positiven Ergebnissen aus Probebohrungen in die Ampfinger Erdöllagerstätte im Frühjahr 2019 zeigt der nun durchgeführte abschließende Fördertest nach Erdöl ein negatives Resultat. 

Die Beweglichkeit des im Ampfinger Sandstein verbliebenen Erdöls ist dort zu gering, um weitere Aktivitäten durchführen zu können. Die RDG prüft mit der Gemeinde Ampfing zum jetzigen Zeitpunkt eine mögliche Nachnutzung für erneuerbare Energien. 

Während der Testförderung Ende 2019/Anfang 2020 hat die RDG nach eigenen Aussagen das sogenannte Produktionsverhalten des Sandsteins in 1.950 Metern Tiefe detailliert gemessen und im Anschluss ausgewertet. Parameter sind hier die Pumpraten, mögliche Fördermengen und das grundlegende Verhalten der Lagerstätte. Das Ergebnis der Auswertungen zeigt demnach, dass im Ostteil der ehemaliger Erdöllagerstätte von Ampfing (Bereich Schicking) keine wirtschaftliche Förderung erwartet werden kann. 

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Erdöl nicht beweglich genug

Ausschlaggebend ist die Beweglichkeit des im Ampfinger Sandstein verbliebenen Erdöls – diese ist dort deutlich zu gering, um eine tragfähige Förderung aufzubauen. Inwieweit dieses Ergebnis auf den Westteil der ehemaligen Erdöllagerstätte von Ampfing übertragbar ist, ist Gegenstand weiterer Auswertungen der vorliegenden Daten. 

Nachnutzung wird geprüft – regenerative Quelle für die heimische Energieversorgung 

Die RDG gibt an nun zu untersuchen, inwieweit eine Nachnutzung der bestehenden Bohrung in Frage kommt. Die Gewinnung von Erdwärme aus der Bohrung würde einen Beitrag für eine nachhaltige Energieversorgung der Region bedeuten. Damit würde die RDG vorhandene technologische Möglichkeiten und bestehende Bohrungen nutzen. Hierfür hat das Unternehmen beim Bayerischen Wirtschaftsministerium einen entsprechenden Antrag auf Erlaubnis zur Aufsuchung von Erdwärme gestellt, heißt es in der Pressemitteilung. 

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