Trinkwasser in Bad Aibling muss nicht mehr abgekocht werden

Trinkwasser
+
Wegen eines auffälligen Wertes, der sich bei der Untersuchung des Trinkwassers ergeben hat, bitten die Stadtwerke Bad Aibling darum, dass Trinkwasser abzukochen.

Die Stadtwerke Bad Aibling hatten nach dem Hochwasser eine Verunreinigung des Trinkwassers gemeldet. Nun muss es aber nicht mehr abgekocht werden.

Update 21. August, 12.50 Uhr

Trinkwasser in Bad Aibling muss nicht mehr abgekocht werden

Mitteilung der Stadt Bad Aibling

Seit Donnerstag, dem 13.08.2020 wird dem Trinkwasserleitungsnetz der Stadtwerke Bad Aibling aufgrund der mitgeteilten Verunreinigungen Chlor zugegeben. Der erforderliche Chlorgehalt konnte mittlerweile an allen Messpunkten im Leitungsnetz erreicht werden. Somit ist die desinfizierende Wirkung des Chlors sichergestellt.

Daher kann in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Rosenheim ab heute den 21.08.2020 die Abkochverfügung für das Trinkwasser in Bad Aibling aufgehoben werden

Hinweise für die Verbraucher aufgrund der Chlorung des Trinkwassers:

- Grundsätzlich ist gechlortes Wasser, wie es ab heute Nachmittag angeboten wird, völlig unbedenklich - Die Chlorung ist ein amtlich zugelassenes Verfahren zur Desinfektion des Trinkwassers. Bei Konzentrationen von 0,1 bis 0,3 mg Chlor/Liter Wasser ist mit keinerlei negativen Auswirkungen auf die Gesundheit zu rechnen. -Schwangere und Säuglinge können auf Mineralwasser umsteigen, um eine gesundheitliche Beeinträchtigung völlig auszuschließen -Kaffee und Tee kann mit gechlortem Wasser gekocht werden -Tiere können das gechlorte Wasser unbedenklich trinken

Über die Dauer der Chlorung entscheidet das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim. Die Stadtwerke Bad Aibling stehen in engem Kontakt mit dem Gesundheitsamt, um die Dauer der Chlorung auf das erforderliche Minimum zu beschränken.

Update 19. August, 17.05 Uhr

Aiblinger müssen Trinkwasser weiterhin abkochen – Chlorung läuft

Das Bad Aiblinger Trinkwasser wird weiterhin gechlort und muss vor Verwendung abgekocht werden. Wie stellvertretender Stadtwerkeleiter Andreas Immler auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen erklärte, war bis 19. August noch nicht an allen Messpunkten der erforderliche Wert von 0,1 Milligramm Chlor pro Liter erreicht. „Unser Netz ist 130 Kilometer lang, da dauert das leider seine Zeit, bis das Chlor gleichmäßig verteilt ist.“

Man stehe täglich im Kontakt mit den Gesundheitsamt Rosenheim. Die Behörde hatte das Abkochgebot und die Chlorung veranlasst, nachdem als Folge des Starkregens Anfang August im Hochbehälter im Mainz fäkale Keime im Trinkwasser nachgewiesen worden waren.

Lesen Sie hier: Samerberg: Trinkwasser muss abgekocht werden – Zwei Drittel der Haushalte betroffen

Zur Desinfektion werde das Wasser derzeit gechlort, die Werte würden täglich gemessen. Zweimal wöchentlich werden laut Immler außerdem Wasserproben entnommen und auf Keime untersucht. Wann die Chlorung wieder reduziert und bis wann das Abkochgebot wieder aufgehoben werden kann, darüber entscheidet ebenfalls das Gesundheitsamt.

Das Wasser darf bis dahin nur abgekocht getrunken, zur Essenszubereitung verwendet, zum Reinigen von Lebensmitteln, zum Spülen von Geräten zur Aufbewahrung oder zur Behandlung von Lebensmitteln verwendet werden.

Grundsätzlich ist gechlortes Wasser laut den Stadtwerken unbedenklich. Bei Konzentrationen von 0,1 bis 0,3 Milligramm pro Liter sei mit keinen negativen Auswirkungen auf die Gesundheit zu rechnen. Schwangere und Säuglinge können auf Mineralwasser umsteigen, um eine Beeinträchtigung völlig auszuschließen.

+++

Update 18. August, 10 Uhr: 

Trinkwasser immer noch verunreinigt

Nach Informationen der OVB Heimatzeitungen besteht die Abkochverfügung weiterhin. 

+++

Meldung 12. August: 

Trinkwasser in Bad Aibling muss abgekocht werden

Bad Aibling – Bei einer routinemäßigen Kontrolle der Trinkwasserqualität im Netz der Stadtwerke Bad Aibling wurde an einer Stelle, konkret an einem Hochbehälter, eine geringe Überschreitung eines Grenzwertes gefunden. Im zwei Proben befand sich je ein coliformer Keim und ein e-coli-Bakterium. Alle anderen gleichzeitig genommenen Proben waren einwandfrei. 

Auch interessant: Hochwasser verursacht Millionenschaden in Bernauer Hotel, nun muss es vorerst schließen

Die Grenzwertüberschreitung an der einen Stelle wurde am Mittwoch sofort nach einem Vorabbericht des Labors an das Gesundheitsamt Rosenheim gemeldet. Die Stadtwerke Bad Aibling vermuten, dass der Grund der Verunreinigung im Zusammenhang mit dem Starkregenereignis der letzten Woche steht. 

+++ Aktuelle Informationen rund um das Coronavirus in den Landkreisen Rosenheim, Mühldorf und Traunstein finden Sie im OVB-Corona-Ticker ++++

Hochwasser vom 3. und 4. August als Auslöser

Bei Hochwasser bzw. bei Starkregenereignissen besteht grundsätzlich die Gefahr, dass oberflächennahes Wasser in die grundwasserführenden Schichten eindringen und es daher zu Verunreinigungen kommen kann. Das Gesundheitsamt hat aus diesem Grund als Vorsichtsmaßnahme eine Abkochverfügung erlassen, bis das Ergebnis der Nachprobe feststeht.

Die Abkochverfügung betrifft:

  • Stadtgebiet Bad Aibling mit allen Ortsteilen
  • Wasserbeschaffungsverband Jarezöd

Wann das Wasser nur abgekocht verwendet werden darf

Das Wasser darf nur abgekocht getrunken, zur Essenszubereitung verwendet, zum Reinigen von Lebensmitteln, zum Spülen von Geräten zur Aufbewahrung oder zur Behandlung von Lebensmitteln verwendet werden.

Mehr zum Thema

Kommentare