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Alles zur Infektion aus dem Berchtesgadener Land

Erster Affenpocken-Fall in der Region: Indexperson ist männlich und hat sich im „nahem Ausland angesteckt“

Das Foto zeigt Hautsymptome von Patienten, bei denen eine Infektion mit dem Affenpockenvirus bestätigt wurde.
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Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) sind Affenpocken ohne Labortest nicht immer eindeutig zu identifizieren. Das Foto zeigt Hautsymptome von einem Patienten, bei dem eine Infektion mit dem Affenpockenvirus bestätigt wurde.
  • Christine Stanggassinger
    VonChristine Stanggassinger
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  • Markus Zwigl
    Markus Zwigl
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Die Zahl der Affenpocken-Fälle in Europa steigt weiter. In Deutschland wurden erstmals mehr als 3000 Fälle gemeldet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch (11. August) mitteilte. Am 10. August wurde auch der erste positive Fall des Affenpocken-Virus in unserer Region erfasst. Ein PCR-Test bei einem Mann aus dem Landkreis Berchtesgadener Land bestätigte den Anfangsverdacht.

Landkreis Berchtesgadener Land - Am 9. August erhielt das Gesundheitsamt Berchtesgadener Land die Information über einen möglichen Verdacht einer Infektion mit dem Affenpocken-Virus. Im Laufe des 10. August bestätigte sich dieser Verdacht durch einen klinisch übermittelten PCR-Abstrich, der positiv ausgefallen war.

Affenpocken-Fall im Berchtesgadener Land

Bei der positiv getesteten Person handelt es sich um eine „männliche Person mittleren Alters“, wie das Landratsamt Berchtesgadener Land auf Anfrage von BGLand24.de mitteilte. Weitere Angaben zu der Person, wie zum Beispiel Wohnort, wollte das Landartsamt aus Datenschutzgründen nicht machen.

Angaben des Mannes zufolge erfolgte die Ansteckung „im nahen Ausland im privaten Umfeld“. Im Rahmen der Ermittlungen des Gesundheitsamtes im Sinne des Infektionsschutzgesetzes seien alle Fragen vollumfänglich beantwortet worden, „sodass eine Gefährdung der Bevölkerung ausgeschlossen werden kann“, so die Formulierung des Landratsamtes. Im Rahmen der Ermittlung konnten auch keine engen Kontaktpersonen festgestellt werden, „es liegt somit keine Infektionskette vor“. 

Infizierter befindet sich in häuslicher Isolation

Die Übertragung des Affenpocken-Virus findet hauptsächlich bei sexuellem oder langem intensiven Kontakt statt. „Eine Infektion an der Supermarktkasse bei geringem Abstand ist also unwahrscheinlich“, erklärte das zuständige Gesundheitsamt auf Nachfrage in Bezug auf Ansteckungswege. Die Bürgerinnen und Bürgen hätten deshalb keinen Grund zur Sorge.

Die betroffene Person befindet sich bereits in der hierfür notwendigen 21-tägigen häuslichen Isolation und hat bis dato nur eine sehr leichte Symptomatik entwickelt und befindet sich in einem guten und stabilen Zustand

Allgemeine Krankheitszeichen können vorwiegend Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen, sowie geschwollene Lymphknoten sein. Charakteristisch ist auch ein Hautausschlag in Form von Flecken bis Pusteln, die mit der Zeit verkrusten und abfallen.

Hauptsächlich Männer erkrankt

In Deutschland wurden mittlerweile mehr als 3000 Fälle gemeldet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch (10. August) mitteilte. Bei den insgesamt 3025 Erkrankten handele es sich überwiegend um Männer. Betroffen seien aber auch acht Frauen, zwei männliche Jugendliche und ein vierjähriges Mädchen.

EU-weit stehen über die neue EU-Behörde Hera für gesundheitliche Notfälle insgesamt 163.620 Impfdosen zur Verfügung, die teilweise bereits an die Mitgliedstaaten verteilt wurden. Ein Sprecher der EU-Kommission wies bereits am Dienstag darauf hin, dass die Produktionskapazitäten für den Impfstoff Grenzen hätten. Man führe derzeit Gespräche mit den betreffenden Unternehmen, um zu klären, wie die Kapazität erhöht werden könne.

Personen, die nach einer Impfmöglichkeit suchen, können sich jederzeit an eine der folgenden Hochschulambulanzen wenden:

  • Klinikum rechts der Isar der TUM (Telefon: +49 (0)89 4140-2451 / Impfungen für Affenpocken -7553)
  • LMU (Telefon: +49 (0)89 4400 59870Impfsprechstunde:. Mo-Fr 8-13 Uhr)
  • Medizinische Klinik IV – Fachbereich Infektiologie (Telefon: +49 (0)89 4400 53550 oder 4400 57649 / Impfsprechstunde: Mo-Fr 8-12 Uhr)

Um sich generell gegen ansteckende Krankheiten zu schützen, empfiehlt es sich stets die gängigen und allgemein bekannten Schutzmaßnahmen einzuhalten. Das Robert-Koch-Institut hat hierzu ebenfalls weiterführende Informationen zusammengestellt.

mz

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