Abends, wenn wir Enten am See sitzen und den Sonnenuntergang genießen, leistet uns Fledermaus Friedrich oft Gesellschaft.

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Abends, wenn wir Enten am See sitzen und den Sonnenuntergang genießen, leistet uns Fledermaus Friedrich oft Gesellschaft.

Die saust dabei allerdings ständig über unseren Köpfen hin und her, immer auf der Jagd nach Mücken und Motten.

„Mach doch mal eine Pause!“, quakte meine Entenfreundin Klara. „Der Sonnenuntergang ist heute besonders schön, der Himmel sieht aus, als hätte ihn jemand orange angemalt – und du verpasst das alles.“ Friedrich hielt kurz inne. „Sonnenuntergang? Ich sehe keine Farben. Ich sehe überhaupt wenig“, piepste er – schon zischte er davon, zwischen den Ästen eines Baumes durch. „Das soll ich glauben?“, schnatterte Klara, als Friedrich wieder an uns vorbeirauschte. „Da wärst du doch schon längst gegen einen Ast gekracht.“ Doch Friedrich hatte nicht geflunkert: Mit seinen Augen sieht er tatsächlich schlecht. „Dafür sehe ich gewissermaßen mit den Ohren“, piepste er. „Das ist ja auch viel praktischer, da ich in der Dunkelheit jage.“ Fledermäuse nutzen daher ein Echolot-System: Sie senden Schall aus und fangen dann das Echo auf, das zurückkommt. Trifft Schall nämlich auf Dinge, wie etwa einen Ast oder auch ein Verkehrsschild, verändert das auch das Echo. So findet sich Friedrich zurecht. „Ihr könnt mir gern die Augen zubinden“, piepste die Fledermaus. „Ich werde trotzdem nirgends anstoßen.“ Eure Paula

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