Kleintransporter kracht in Baustelle

A3: Tödliche Verfolgungsjagd mit Polizei

SYMBOLBILD - 27.07.2015, Niedersachsen, Osnabrück: Ein Blaulicht leuchtet am auf dem Dach eines Polizeiwagens.
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Blaulicht Polizei - Symbolbild

Ein 34-Jähriger hat sich auf der Autobahn 3 bei Erlangen eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert und einen schweren Unfall verursacht. 

Sein 63 Jahre alter Beifahrer kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Die Unfallfahrt des Beschuldigten hatte ihren Anfang gegen 07:30 Uhr im unterfränkischen Landkreis Kitzingen genommen. Dort war der 34-Jährige mit einem Opel Kleintransporter auf der A3 in Fahrtrichtung Nürnberg unterwegs. Zwischen den Anschlussstellen Wiesentheid und Geiselwind fuhr er zunächst einem vorausfahrenden Audi gleich zweimal kurzaufeinanderfolgend in das Heck. Einem weiteren Pkw, der vor dem Audi unterwegs war, fuhr der Kleintransporter kurz darauf ebenfalls an die Heckstoßstange. Während die beiden angefahrenen Fahrzeuge nach den Anstößen jeweils auf die rechte Spur zogen, setzte der Opel Vivaro seine Fahrt auf der linken Fahrspur unbeirrt fort. Im weiteren Verlauf seiner Irrfahrt steuerte der 34-Jährige den Transporter auch durch die Rastanlage Aurach-Süd und überfuhr dort eine Warnbake. Glücklicherweise kamen durch die Fahrmanöver des 34-Jährigen bis zu diesem Zeitpunkt keine Personen zu Schaden.

Im Zuge der bereits eingeleiteten Fahndung nach dem Unfallfahrzeug konnte eine Streife der Verkehrspolizei Erlangen den gesuchten Opel Vivaro gegen 08:00 Uhr auf Höhe der Anschlussstelle Erlangen-Frauenaurach feststellen und die Verfolgung des Fahrzeugs aufnehmen. Allerdings missachtete der 34-jährige Fahrer die Anhaltesignale der Polizeistreife und setzte seine Fahrt mit erhöhter Geschwindigkeit fort. Im Bereich der Baustelle am Autobahnkreuz Fürth/Erlangen fuhr der Kleintransporter schließlich sogar in das abgesperrte Baufeld. Dort kollidierte der Kleintransporter mit einem Sandhaufen, überschlug sich und stürzte anschließend mehrere Meter tief in eine Baustellengrube.

Der 63-jährige Beifahrer wurde in dem Fahrzeugwrack eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Er erlitt bei dem Unfall lebensgefährliche Verletzungen und musste bereits vor Ort von Rettungskräften reanimiert werden. Auch der 34-jährige Unfallverursacher kam zur Versorgung seiner Verletzungen in ein Krankenhaus. An dem Kleintransporter entstand bei dem Unfall Totalschaden.

Beamte der Verkehrspolizei Feucht übernahmen die Unfallaufnahme. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wird bei den Unfallermittlungen auch ein Gutachter eingesetzt. Dieser nahm seine Arbeit bereits an der Unfallstelle auf. Für die Dauer der Unfallaufnahme musste die A3 in Richtung Nürnberg für den Verkehr gesperrt werden. Es kam zu einem kilometerlangen Rückstau.

Im Rahmen der ersten Ermittlungen konnten die Beamten der Verkehrspolizei Feucht bislang klären, dass die Kennzeichen, die an dem in Polen zugelassenen Kleintransporter angebracht waren, in Deutschland gestohlen worden sind. Ein weiteres Paar deutscher Kennzeichen konnte im Rahmen der Unfallaufnahme in dem verunglückten Transporter gefunden werden. Auch sie sind entwendet worden.

Da der 34-jährige Beschuldigte drogentypische Ausfallerscheinungen zeigte, musste er sich im Rahmen der Unfallaufnahme einer Blutentnahme unterziehen. Im Fahrzeug selbst konnten Beamte eine geringe Menge einer synthetischen Droge finden und sicherstellen.

Neben den Diebstählen der Kennzeichen sowie dem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt die Verkehrspolizei Feucht gegen den 34-Jährigen unter anderem auch wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Unfallflucht und fahrlässiger Körperverletzung.

(Polizeipräsidium Mittelfranken)

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