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Mit 97,9 Prozent der Stimmen

Landkreis Mühldorf und Altötting: Stephan Mayer wird Kandidat der CSU für die Bundestagswahl

Staatssekretär Stephan Mayer wurde von den CSU-Delegierten eindrucksvoll als CSU Bundestagskandidat gewählt.
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Staatssekretär Stephan Mayer wurde von den CSU-Delegierten eindrucksvoll als CSU Bundestagskandidat gewählt.

In der Arena von Wacker Burghausen haben die beiden CSU-Kreisverbände Mühldorf und Altötting ihren Kandidaten für die anstehende Bundestagswahl nominiert. MIt 97,9 Prozent sprachen sich die CSU-Delegierten für den bishrigen Bundestagsabgeordneten und Innen-Staatssekretär Stephan Mayer aus.

Burghausen – Die eigene Parteisatzung hat der CSU im ganzen Freistaat die Vorbereitung auf die Bundestagswahl im Pandemiejahr massiv erschwert. Präsenzveranstaltungen sind nämlich Pflicht. Um Hygiene- und Abstandsregelungen bei der Wahlkreiskonferenz einzuhalten, wurde als Veranstaltungsort die Haupttribüne der Wacker-Arena gewählt.

143 Delegierte aus den Landkreisen Altötting und Mühldorf fanden hier problemlos Platz und machten Stephan Mayer am Samstagvormittag zum sechsten Mal zum CSU-Kandidaten. Seit 2002 gehört er dem Deutschen Bundestag an.

Verwurzelung in der Region

Der 47-Jährige berichtete von seiner Arbeit in Berlin – er hat als Staatssekretär beim Bundesinnenminister seit 2018 erstmals ein Amt in der Exekutive –, betonte gleichzeitig seine Verwurzelung in der Region und an der Basis seiner Partei, deren Kreisvorsitzender er auch ist. Der Neuöttinger sagte, er verstehe sich als Botschafter und Interessenvertreter der Heimat und ihrer Menschen.

Als konkrete Beispiele nannte er die Mithilfe bei der Rückführung von Bürgern aus dem Ausland in der Pandemie, die Unterstützung von ehrenamtlich Engagierten etwa für Demenzkranke, aber auch den Einsatz für Projekte von allgemeinem gesellschaftlichen Interesse wie dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Gerade hier sei in der aktuellen Bundestagsperiode viel geschehen, von der Eröffnung der A 94 bis hin zu Fortschritten beim Bahnausbau und bei Umfahrungsprojekten.

Seit März 2020 aber überlagere Corona praktisch alles. Und seine Partei, die Union, habe Fehler gemacht in dieser Zeit, räumte Stephan Mayer ein, bei der Auszahlung der Überbrückungshilfen etwa, bei der Impfstoffbeschaffung und auch durch „persönliche Verfehlungen“ einiger Mandatsträger: „Wir haben an Glaubwürdigkeit und Vertrauen verloren.“

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Doch der Abgeordnete ließ auch Zuversicht erkennen. Die Impfkampagne habe gut Fahrt aufgenommen; es bestehe Hoffnung, dass bis Juni drei Viertel der Impfwilligen zumindest eine Dosis bekommen können. Er habe Verständnis für die Verärgerung und den Unmut der Eltern und Kinder, die genug haben vom Homeschooling, für die Einzelhändler und Gastronomen, die ihrem Geschäft nicht nachkommen können. Doch nach wie vor sei die Lage sehr ernst, Geduld nötig. Pfingsten könnte eine „gewisse Zäsur“ bringen, vieles erscheine möglich etwa für die Außengastronomie oder den Handel. „Wir sind auf der Zielgeraden“, prophezeite Mayer.

Einen Ausblick wagte er auch auf den Wahlkampf und die Bundestagswahl selbst am 26. September. Die Mitbewerber „von rechtsextrem bis zur Linken“ hätten nämlich nur ein Ziel: „die CDU/CSU aus der Regierung zu drängen“. Alle hätten sich gegen die Union verschworen: „Das wird der härteste Wahlkampf seit Ende der 1990er.“

Für die Grünen stünden Umwelt und Klima an erster Stelle. Die Unionsparteien aber hätten zusätzlich noch die wirtschaftliche und die soziale Entwicklung im Blick. Dass all dies zusammengehöre, könne gerade am Chemiedreieck verdeutlicht werden: Hier könnten die Industrie und der damit verbundene Mittelstand gestärkt werden, wenn die Transformation hin zur Wasserstofftechnologie gelingt, was wieder allen Arbeitnehmern und dann dem Gemeinwohl zugutekomme. Auf einen Nenner gebracht: „Bewährtes fortsetzen, Neues anpacken.“ Mayer appellierte an die Delegierten und ihre Ortsorganisationen, ihn im Wahlkampf zu unterstützen: „Unser Land zu ist wertvoll, um es denen zu überlassen.“

140 von 143 Delegierten für Mayer

Den gleichlautenden Wahlvorschlag, nämlich Stephan Mayer, für die Landkreise Altötting und Mühldorf machten Landrat Erwin Schneider und MdL Dr. Marcel Huber. Unter der Ägide von Mühldorfs Landrat Max Heimerl wurde die geheime Wahl zügig durchgezogen, so wie die gesamte Versammlung. Das Ergebnis: 140 der 143 Delegierten stimmten für Mayer, das sind 97,9 Prozent. Auf einem Wahlzettel war „nein“ angekreuzt, auf zweien standen andere Namen.

Empfangen worden waren die Delegierten vor dem Zugang zur Tribüne von einem guten Dutzend Demonstranten, die ihre Meinung zu Homeschooling, Schulschließungen, aber auch weiteren Einschränkungen etwa des Kulturlebens auf Transparenten und in Gesprächen kundtaten. Polizei und Sicherheitsdienst waren vor Ort, die Lage war friedlich. (ews)

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