8100 Stimmen fehlen

Unregelmäßigkeiten bei Wahl. Starnberg – Bei den Wahlen zum Starnberger Stadtrat hat es Unregelmäßigkeiten gegeben.

Insgesamt 8100 Stimmen fehlten. Darum musste nochmal neu ausgezählt werden. Nach der Neuauszählung legten alle Gruppierungen an Stimmen zu – am meisten die Bürgerliste (BLS) mit 3714 Stimmen. Zu einer anderen Sitzverteilung im Stadtrat kam es allerdings nicht.

Grund für die Fehlstimmen sei ein Bedienungsfehler der Computer-Software gewesen, sagte ein zuständiger Mitarbeiter des Rathauses. Statt der Zahl Drei hatten die Auszählenden ein Kreuz eingetragen. Das wertete der Computer als nur eine Stimme.

Die Neuauszählung von Briefwahlzetteln fand zudem unter schwierigen Bedingungen statt. Starnberger Rathausmitarbeiter fühlten sich von Mitgliedern der Wählergemeinschaft Pro Starnberg (WPS) beobachtet. Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger sprach von „Psychoterror“.

Die Fehlstimmen könnten ein Nachspiel haben. Einzelne Politiker, heißt es, spielen schon mit dem Gedanken, das Wahlergebnis anzufechten. Zuständig wäre das Landratsamt.  irl

Kommentare