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Wie es mit dem beliebten Angebot weitergehen soll

49-Euro-Ticket: Droht mit dem neuen Ticket das Aus für den Münchner Bergbus?

Der Bergbus fährt seit der Saison 2021 Wanderer von München aus in die Berge.
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Der Bergbus fährt seit der Saison 2021 Wanderer von München aus in die Berge.
  • Kathrin Brack
    VonKathrin Brack
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Seit zwei Jahren bringt der Münchner Bergbus Wanderer aus der Landeshauptstadt stressfrei in die Berge. Doch das geplante 49-Euro-Ticket könnte das Angebot der DAV-Sektion München & Oberland unrentabel machen. Doch es gibt einen Plan, um den Bergbus zu erhalten.

München – Zum Ende der Saison 2022 hat die Sektion München & Oberland nachgerechnet. Etwa 1640 Autofahrten hat der Münchner Bergbus eingespart. 93 mal war er an den Wochenenden auf den vier Routen unterwegs, rund 2300 Bergsportler sind eingestiegen. Das Pilotprojekt des Alpenvereins verbindet seit der Saison 2021 München mit ausgewählten Zielen in den Bergen, die mit dem ÖPNV nicht oder nur schwer zu erreichen sind, beispielsweise in den Blaubergen, aber auch im Chiemgau. 

Das günstigste Ticket für die Hin- und Rückfahrt kostet für erwachsene Mitglieder der Sektion 18 Euro. Mitglieder anderer Sektionen zahlen 20, Nichtmitglieder 24 Euro. „Wir sind äußerst zufrieden mit der Entwicklung des Projekts“, bilanzierte der Vorsitzende der Sektion Oberland, Matthias Ballweg, zum Ende des Bergsommers.

Wird das Angebot unrentabel?

Trotzdem wird es eine weitere Saison in dieser Form wohl nicht geben. Mit der Einführung des 49-Euro-Tickets für den Nahverkehr wird das Angebot, das die Sektion aus eigenen Mitteln stemmt, unrentabel. Mehrere Zehntausend Euro aus Mitgliedsbeiträgen investierte der Alpenverein zum Start des Bergbusses. Aus den drei Linien wurden in diesem Jahr vier. Doch Ballweg sagt: „Gerade jetzt mit einem 49-Euro-Ticket ist es nicht denkbar, dass wir den Münchner Bergbus als privates Angebot weiter erhalten.“

Eingliederung in den MVV

Aufgeben will ihn der Alpenverein allerdings auch nicht. Ziel sei nach wie vor, bei der Anreise von Bergsportlern möglichst wenig Treibhausgase auszustoßen und das Verkehrsaufkommen an den Ausflugszielen zu reduzieren. „Die Bergsteiger sind vor Ort durchaus erwünscht. Nur die Autos nicht“, sagte Matthias Ballweg, als der Bergbus in seine erste Saison ging. Weil sich an der Zielsetzung nichts geändert hat, soll der Bergbus Teil des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV) werden. Das sei laut Ballweg immer der Plan gewesen. 

Der Anschluss an den MVV geht allerdings nicht im gewünschten Tempo voran. Als „frustrierend langsam“ beschreibt Ballweg den Prozess gegenüber der „Abendzeitung“. Er sagt: „Inzwischen traue ich mich nicht mal mehr zu prognostizieren, dass es sicher 2024 klappt. Was jetzt schon sicher ist, dass es 2023 nicht klappt.“ 

Der Grund seien EU-Vorgaben für die Ausschreibung, die teilweise Fristen von bis zu zwölf Monaten vorsehen. Zudem seien mehrere Partner beteiligt. Damit der Bergbus nicht an der Bürokratie scheitert, will die Sektion München & Oberland zumindest mit einem reduzierten Angebot in die Saison 2023 gehen. Feste Linien wird es dann zwar nicht mehr geben. Laut Ballweg werde der Bergbus aber ausgesuchte Einzelziele anfahren – und das entsprechend kommunizieren. Welche das sein werden, hat die Sektion noch nicht entschieden.

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