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Wie gefährlich ist er für Wanderer?

15 Schafe gerissen: Ist das der Bär, den zwischen Tirol und Bayern alle suchen?

Dokument der dritten Sichtung: Dieses Bild nahm eine Wildkamera bei Scharnitz auf
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Dokument der dritten Sichtung: Dieses Bild nahm eine Wildkamera bei Scharnitz auf
  • VonJohannes Welte
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Eigentlich ein wunderschönes Foto: ein Bär in freier Natur. Allerdings steht dahinter auch ein schlimmer Verdacht: Hat dieser Bär im Karwendeltal 15 Schafe getötet? Falls ja, ist er auch für Wanderer eine Gefahr?

Scharnitz/Mittenwald – Gerhard Maurer bekam den Anruf am Himmelfahrtstag von einem Jäger. In der Nähe der Bäralp war ein totes Schaf entdeckt worden. „Wir sind sofort hin“, erzählt der Leutascher. Als er mit dem anderen Schafbesitzer bei der Herde ankam, erwartete ihn ein schreckliches Bild.

„Als wir oben waren, sahen wir die toten Schafe schrecklich zugerichtet. Vier haben noch geblutet.“ Seit dem Riss konnte also nicht viel Zeit vergangen sein. Es waren 14 trächtige Schafe und ein Lamm. 20 Schafe werden laut Maurer noch vermisst. Die Spuren deuten auf einen Bären hin. „Er hat den Schafen in den Kopf gebissen, ihnen die Haut aufgeschlitzt und die Innereien herausgerissen.“ Die Stelle, an der die toten Schafe gefunden wurden, liegt auf Tiroler Gebiet, sie befindet sich aber direkt an der Grenze.

Ist der Bär über den Fels hoch geklettert?

Die Alm war durch einen Elektrozaun geschützt. Offenbar hatte der Bär es aber geschafft, diesen Zaun zu überwinden. „Auf der bayerischen Seite war der Elektrozaun auf drei Metern kaputt“, berichtet Maurer. Er könnte sich vorstellen, dass der Bär an Felsabstürzen hochgeklettert ist.

Genetische Untersuchungen laufen

Die Schafe waren erst am Samstag zuvor aufgetrieben worden. Noch ist unklar, ob es sich um denselben Bären handelt, der am 30. April in Mittenwald und am 2. Mai in Ohlstadt gesichtet worden war. Vorige Woche hatte eine Fotofalle in Scharnitz einen Bären fotografiert. Die genetischen Untersuchungen laufen noch, berichtet Rainer Gerzabek von der Tiroler Landesregierung. Jäger und Schafbauern gehen aber bereits davon aus, dass es sich um dasselbe Tier handelt.

Region ist beliebtes Ziel für Wanderer

Agrarlandesrat Josef Geisler spricht gegenüber ORF Tirol von einer verständlich schlechten Stimmung in der Bauernschaft. Eine Expertenkommission ist bereits eingeschaltet. Sie soll nicht nur über einen Abschuss des Bären beraten, sondern auch die Gefahr abschätzen, die für den Menschen besteht. Schließlich sei die Region ein beliebtes Ziel für Wanderer.

Schafhalter Maurer ist fix und fertig. Seine Schafe waren gerade erst auf die Alm getrieben worden. Die überlebenden Tiere hat er sofort wieder ins Tal gebracht.