AUSFLUG ENDET MIT RETTUNGSAKTION

14-Tonnen-Laster aus Waldstück geborgen

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Zurück auf Spur: Mit einer aufwendigen Bergungsaktion wurde der abgerutschte ausrangierte Bundeswehr-Lkw von einem Spezialunternehmen zurück auf den Waldweg bei Egling befördert. foto: Sabine Hermsdorf-Hiss

Egling – Es wurde ein Ausflug mit Folgen. Ein 43-Jähriger, der einen 14 Tonnen schweren ausgemusterten Bundeswehr-Lkw zum Reisemobil umgebaut hatte, war mit dem Fahrzeug vergangene Woche auf einem unbefestigten Waldweg zwischen Ascholding und Egling (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) stecken geblieben.

Der 360 PS starke Laster war mit der hinteren Fahrzeugseite vom Weg abgekommen, der Lkw drohte abzustürzen. Erst gestern, fünf Tage später, konnte er von Spezialisten geborgen werden.

Ein Tölzer Abschlepp- und Bergungsdienst musste dafür angefordert werden. Die Aktion dauerte etwa zwei Stunden – und kostete viel Schweiß. „Das Hauptproblem war die extreme Schräglage des Fahrzeugs“, erklärt Bergungsspezialist Jürgen Schwan. Die Herausforderung sei gewesen, die richtigen Anschlagpunkte für die Winden zu ermitteln und die Kraft, die auf das Fahrzeug einwirkt, richtig zu verteilen. Mit einem Unimog-Kran wurde das Heck des Lasters angehoben, mit den Winden wurde der Koloss wieder auf Spur gesetzt.

Der Lkw-Fahrer aus Grünwald (Kreis München) war sichtlich zerknirscht. Er fährt mit dem Laster seit 15 Jahren durch die Welt. Zum Verhängnis war ihm auf der etwa fünf Kilometer langen Strecke durch den Wald der weiche Untergrund geworden. Der 14-Tonnen-Truck rutschte darauf einfach weg. Grundsätzlich gilt für die Strecke keine Tonnagebeschränkung und kein Durchfahrverbot. Eglings Vize-Bürgermeister Josef Bail will das ändern. Er kündigt an: „Der Waldweg wird gesperrt.“ Carl-Christian Eick

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