11 Schlauchboote auf der Isar gekentert: Dauereinsatz für Rettungskräfte in München – Stadt reagiert

Die Stromschnellen auf der Isar in München können für Schlauchbootfahrer zu Gefahr werden.
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Bei schönem Sommerwetter sind am Samstag binnen weniger Stunden elf Schlauchboote in der Isar gekentert. Insgesamt gerieten dadurch 32 Bootsinsassen in Gefahr.


München – Nur die wenigsten der Gekenterten konnten sich aus eigener Kraft ans sichere Ufer der Isar retten, wie das Bayerische Rote Kreuz mitteilte. Für die Einsatzkräfte sei dies ein anstrengender Tag gewesen.

Besonders gefährlich: Die Wasserwalze an der Marienbrücke

Diverse Hobbykapitäne gerieten demnach mit ihren Schlauchbooten in die Wasserwalze an der Marienklausenbrücke im Süden von München. Ein Mensch musste mit der Seilwinde eines Hubschraubers aus der gefährlichen Lage gerettet werden. Nur etwas weiter nördlich, an der Thalkirchner Brücke, trieb ein Boot gegen dort verkeilte Baumstämme und wurde stark beschädigt. Die Bootsbesatzung wurde von der Wasserwacht gerettet.

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Das Rote Kreuz warnt eindringlich davor, bei erhöhtem Wasserstand in der Isar zu schwimmen oder zu paddeln. Den erhöhten Wasserstand erkenne man leicht am braunen, trüben Wasser. Die Strömung, die Wasserwalzen an sogenannten Wehrkanten sowie Treibgut seien sehr gefährlich.

Stadt München reagiert auf lebensgefährliche Unfälle

Die Stadt München hat bereits reagiert und das Befahren des Flusses zwischen dem Großhesseloherwehr und Flaucher bis auf Weiteres verboten. «Es besteht eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben, wenn Personen die Isar mit Booten und sonstigen Schwimmkörpern jeglicher Art befahren», teilte das Referat für Gesundheit und Umwelt am Sonntag mit. 

Der Wasserstand sei seit Tagen erhöht, und auch unterhalb der Hochwasser-Meldestufe 1 führe die Isar derzeit viel Treibholz mit. Der Fluss weise außerdem eine starke Trübung und Strömung auf.. (dpa)

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