Aufsicht für Jugendämter

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Forderung . Väterverein kritisiert Gutachten bei Trennungen .

München – Die 563 deutschen Jugendämter müssen nach Auffassung einer Väterinitiative unter Aufsicht einer Ombudsstelle gestellt werden. Ein „Kartell von Jugendämtern, Gutachtern und Familiengerichten darf Zahlvätern nicht länger ihre Kinder vorenthalten“, forderte der Vorsitzende des Vereins „Trennungsväter“, Thomas Penttilä. Bundesweit gebe es 1,5 Millionen Väter, die zwar Unterhalt für ihre Kinder zahlten, aber nicht mit ihnen lebten. Etwa die Hälfte der betroffenen Kinder habe kurze Zeit nach der Trennung nur noch sehr selten oder gar keinen Kontakt mehr zum Vater. Der Verein hält drei Viertel aller Gutachten in familienrechtlichen Streitigkeiten für mangelhaft. Kinder getrennt lebender Eltern sollten nach seiner Ansicht gleich viel Zeit im Wechsel bei der Mutter und beim Vater leben. Allerdings würden in 90 Prozent der vor Gericht landenden Fälle die Kinder den Müttern zugesprochen, die Väter häufig „dämonisiert“. Der Verein wurde 2002 im oberpfälzischen Amberg gegründet und ist bundesweit aktiv.

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