Affenstarke Gorilladame

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Ein Affe, der die Sprache der Menschen versteht? Der rote Ziehharmonikas repariert?

Der als Maschinist auf einem Boot arbeitet? Ein wenig seltsam kommt einem diese Gorilladame namens Sally Jones schon vor – aber nur die ersten zehn, maximal zwanzig Seiten lang. Spätestens dann hat man sie ins Herz geschlossen. Wie eine richtige, menschliche Freundin, mit der man mitleidet und mitfiebert. Denn Sally Jones muss einiges ertragen: Ihr bester Freund und Kapitän Henry Koskela wird beschuldigt, einen Menschen umgebracht zu haben – und muss dafür 25 Jahre im Knast absitzen. Dabei weiß Sally Jones: Koskela ist unschuldig. Nur, wie kann sie das beweisen?

Eine abenteuerliche Reise vom portugiesischen Lissabon bis ins indische Bhapur beginnt, bei der Sally Jones viele Freunde findet, etwa eine Sängerin und einen Instrumenten-Bauer. Aber auch neue Feinde lernt sie kennen: wie Waffenschmuggler und bestechliche Polizisten. Doch Sally Jones lässt sich nicht unterkriegen, besitzt einen affenstarken Willen und nach jedem Rückschlag kommt ihr eine neue Idee. So entsteht beim Lesen trotz aller harten Prüfungen für die Affendame etwas Magisches, Anziehendes und vor allem Aufmunternd-Ansteckendes. Den dicken Wälzer jedenfalls wirst du nicht mehr aus der Hand legen – trotz seiner 620 Seiten.

„Sally Jones – Mord ohne Leiche“

von Jakob Wegelius; Gerstenberg Verlag, 620 Seiten; ab 9 Jahren. Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2018; 19,95 Euro.

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