Abgetaucht – Welpen unter Wasser

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Hunde lieben Wasser – eigentlich. Das sagt Thomas Brunn aus Wolfratshausen, der sich sehr gut mit Hunden auskennt.

Aber: Warum gehen dann manche Hunde trotzdem nicht ins Wasser – und haben sogar Angst davor? Wir haben mal nachgefragt. Hier nun die wichtigsten Antworten.

Können Hunde wirklich Schwimmen?

Hunde lieben Wasser – eigentlich. Das sagt Thomas Brunn aus Wolfratshausen, der sich sehr gut mit Hunden auskennt. Aber: Warum gehen dann manche Hunde trotzdem nicht ins Wasser – und haben sogar Angst davor? Wir haben mal nachgefragt. Hier nun die wichtigsten Antworten.

Müssen Hunde erst schwimmen lernen?

Nein, sie können das von Geburt an, sie strampeln einfach so im Wasser los. Aber: „Jeder sollte seinen jungen Hund trotzdem sehr vorsichtig ans Wasser heranführen“, sagt Thomas Brunn aus Wolfratshausen, der Hundebesitzern Ratschläge gibt, die Probleme mit ihrem Hund haben. So jemanden nennen die Erwachsenen einen Verhaltenstrainer für Hunde.

Worauf muss man besonders achten?

Man darf seinen Hund auf keinen Fall erschrecken. Wer ihn einfach so ins Wasser zerrt, der handelt falsch. Weil der Hund dann für immer Angst vorm Wasser bekommt – und nie wieder freiwillig reingehen will. „Am besten schauen wir uns ab, wie das in der Natur, also in einem Hunderudel abläuft“, sagt Brunn. Ein Rudel sind mehrere Hunde, die ähnlich wie eine Familie zusammenleben.

Was schauen wir uns denn vom Rudel ab?

Wenn die älteren Hunde sich am Wasser wohlfühlen und entspannen, dann machen das auch die jungen Hunde – das ist so ähnlich wie bei Kindern, die auch oft nachmachen, was ihnen ihre Eltern vormachen. Also müssen wir uns ganz ruhig und entspannt verhalten, damit unser Hund Vertrauen zum Wasser fasst.

Wie gehen wir da am besten vor?

Das ist eigentlich ganz einfach: Wir nehmen unseren Hund an die Leine und gehen Schritt für Schritt mit ihm ins Wasser. Dann bleiben wir erst mal stehen und schauen uns mit ihm die Steine an. Wir gehen also nicht sofort ins tiefe Wasser, sondern erst mal ins flache, wo unser Hund noch nicht schwimmen muss – und in Ruhe mit den Pfoten ein bisschen im Boden buddeln darf und auch alles Mögliche beschnuppern kann.

Wann gehen wir mit ihm weiter?

„Wenn wir merken, dass sich unser Hund wohlfühlt“, erklärt Brunn. Vielleicht macht er schon selbst ein paar Schritte nach vorne, dann gehen wir einfach mit. Ansonsten gehen wir langsam vor, der Hund folgt uns dann.

Was ist, wenn der Hund ans Ufer will?

Auf keinen Fall sofort zurück ans Ufer! Denn dann lernt der Hund: Ich bin allein, ich kann mich nicht auf mein Herrchen oder Frauchen verlassen, und Wasser ist etwas, wovor ich Angst haben muss. Und das wollt ihr ja nicht. Ihr müsst also erst mal stehen bleiben und einfach ein bisschen abwarten – wirklich nur abwarten, nicht den Hund streicheln oder ihm gut zureden. Irgendwann hat sich euer Hund beruhigt und fängt dann wieder an zu schnuppern, sich vielleicht mal zu strecken oder zu gähnen. Dann erst könnt ihr ans Ufer – oder noch ein Stück weitergehen, ins tiefe Wasser.

Wie lang kann mein Hund schwimmen?

Sobald sich ein Hund wohlfühlt im Wasser, strampelt er los, wenn er keinen Boden mehr unter seinen Pfoten spürt, sagt Brunn. Am Anfang solltet ihr nur ein paar Minuten mit ihm schwimmen gehen, dann jedes Mal ein bisschen länger – bis er zu einer echten Wasserratte wird und oft gar nicht mehr aus dem Wasser raus will. Wenn euer Hund groß ist, kann er sogar einen kleinen See überqueren ohne dabei schlapp zu machen. Aber das kommt erst mit der Zeit. Schön langsam machen, das ist wichtig.

Kann mein Hund auch tauchen?

Und wie! Das macht ihm sogar richtig Spaß – wenn er gelernt hat, dass er keine Angst vorm Wasser haben muss. Dann taucht er zum Beispiel nach Bällen, die man ihm ins Wasser wirft.

Barbara Nazarewska

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