Minus-Rekord

-27 Grad: Hier in Deutschland gab es die wohl kälteste Nacht des Winters

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Auf der Zugspitze (r) sanken die Temperaturen in der Nacht auf Montag auf minus 27 Grad.

Deutschland hat sich durch die bislang wohl kälteste Nacht dieses Winters gebibbert. Am kältesten Punkt wurden minus 27 Grad gemessen.

Offenbach - Nach einer vorläufigen Auswertung der Messdaten war es auf der Zugspitze mit minus 27 Grad am kältesten, wie eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach am Montagmorgen sagte. Dies sei für den höchsten Gipfel in Deutschland auch der bisherige Minus-Rekord in diesem Winter.

So wird das Wetter in Ihrer Region

Im übrigen Land habe es verbreitet strengen Frost zwischen minus 15 und minus 10 Grad gegeben - besonders in Thüringen, Sachsen, Bayern und Baden-Württemberg. Im Nordosten Deutschlands war es etwas wärmer, doch fiel reichlich Schnee. Entwarnung gab die DWD-Expertin noch nicht. Die Kältewelle setze sich mit voraussichtlich noch tieferen Werten in der Nacht zum Mittwoch fort.

Nicht nur für die Menschen, auch für Häuser ist die Kälte eine Herausforderung - regelmäßig sollte die Winterfestigkeit überprüft werden. 

Einige Kälte-Tipps:

WASSERLEITUNGEN sind gerade im Außenbereich die große Schwachstelle. Außenwasserhähne und Zuleitungen müssen nicht nur abgesperrt sein, das noch in den Leitungen stehende Wasser muss auch durch Öffnen des Wasserhahns abgelassen werden. Der Wasserhahn kann nach dem Schließen der Leitungen am besten zumindest etwas geöffnet bleiben.

WASSERROHRBRÜCHE drohen bei deutlichen Minusgraden vor allem im Außenbereich, aber auch im Innenbereich von Häusern. Hausbesitzer und Mieter sind hier in der Pflicht: Nicht entleerte Außenrohre können zum Wegfall des Versicherungsschutzes fallen. Das gilt auch, wenn Innenräume nicht ausreichend beheizt werden und Rohre dann bersten. Wenn sich Hausbesitzer ordnungsgemäß verhalten und dennoch Schäden eintreten, übernimmt die Gebäudeversicherung die Kosten am Haus. Bei beschädigtem Inventar greift die Hausratversicherung.

HEIZUNGEN sollten nun auf keinen Fall ganz abgeschaltet werden, auch nicht bei Reisen. Die Frostschutzstellung im Heizungsthermostat kann ein Hinweis sein. Aber gerade bei Rohren, die in Außenwänden verlaufen, kann die damit verbundene Temperatur nicht ausreichend sein - eine etwas höhere Temperatur ist dann auch bei Abwesenheiten sinnvoll. Bei strengen Frostperioden ist es empfehlenswert, die Räume durch Nachbarn oder Verwandte regelmäßig prüfen zu lassen - gerade bei einem Heizungsausfall droht sonst Schaden.

DÄCHER sollten vom Boden aus über eine Sichtkontrolle geprüft werden. Dabei sollte das Augenmerk darauf liegen, ob alle Dachziegel noch an Ort und Stelle liegen. Sind Ziegel verschoben, kann Wasser eindringen und Frostschäden verursachen.

FENSTER UND TÜREN sollten auf ihre Dichtigkeit geprüft und eventuell eingefettet werden. So kann verhindert werden, dass die Dichtungen porös werden. Eingefettete Türen und Fenster schließen dann weiter wasser- und winddicht.

GEHWEGE von Schnee und Eis freizuhalten ist derzeit permanente Aufgabe für Hausbesitzer und Mieter. Sie müssen dafür sorgen, dass die Wege.

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dpa/AFP

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