Gewerbesteuer vielleicht doch als Betriebsausgabe abziehbar?

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Seit 2008 ist die Gewerbesteuer nicht mehr als Betriebsausgabe abziehbar.

Bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften hält sich der Schaden in Grenzen, denn die Gewerbesteuerzahlung wird auf die Einkommensteuer angerechnet.

Schmerzlich trifft es allerdings die Kapitalgesellschaften. Denn eine GmbH hat keine Privatsphäre, die Gewerbesteuerbelastung bleibt für die GmbH ungeschmälert und mindert nicht die Höhe der festgesetzten Körperschaftsteuer. Unter den Spezialisten ist die Verfassungsmäßigkeit dieser Regelung heftig umstritten.

Inzwischen ist unter dem Aktenzeichen BFH I R 21/12 ein Verfahren beim Bundesfinanzhof anhängig.

Bis zur Klärung der Rechtsfrage durch den BFH sollten die Bescheide unbedingt durch einen Einspruch offen gehalten und das Ruhen des Verfahrens gemäß § 363 Abs. 2 S. 2 AO beantragt werden.

Die Finanzämter gewähren allerdings keinen Zahlungsaufschub.

Sollte am Ende aber das Urteil zugunsten der Steuerpflichtigen ausfallen, so trösten eine monatliche Verzinsung von 0,5 %, also 6 % pro Jahr, auf die Rückzahlungen des Finanzamtes über die Gewährung dieses unfreiwilligen Darlehens an die Staatskasse hinweg.

Zurück zur Übersicht: Ratgeber-Recht

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

der Inhalt dieses Artikels entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner. Da eine faire Betreuung der Kommentare nicht sichergestellt werden kann, ist der Text nicht kommentierbar.